EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 

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Neuigkeiten

29.11.2007 Evangelische Stiftung Pflege Schönau setzt auf umweltfreundliche Energieerzeugung

Zwei Photovoltaikanlagen auf Heidelberger Immobilien installiert

 

Die Menschheit steht künftig vor einer ihrer größten Herausforderungen, nämlich der dauerhaften Verringerung der von Menschen verursachten Treibhausgase. Das sind Fakten, die spätestens seit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch Deutschland im Jahr 2002 allen klar geworden sind.

 

Erfreulicherweise leisten immer mehr private und öffentliche Investoren einen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstosses, z.B. durch Investitionen in erneuerbare Energien.

 

Auch die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) nimmt sich "im Rahmen ihrer Handlungsmöglichkeiten der Aufgabe an, über gesetzliche Verpflichtungen hinaus kontinuierlich zum Umweltschutz beizutragen." (Zitat aus den Umweltleitlinien der ESPS)

Die Stiftung betreibt seit Juni 2007 Photovoltaikanlagen auf zwei Immobilien in Heidelberg. Die Module verfügen zusammen über eine Fläche von ca. 170 qm und erzeugen im Jahr rund 20.000 kWh. Das ergibt eine Einsparung des CO2-Ausstosses von immerhin 16 to/Jahr.  (Zum Vergleich: In Deutschland beträt derzeit der Ausstoß von CO2 pro Kopf und Jahr ca. 10 to, in den USA 20 to.)

 

Zu diesen beiden Standorten sollen sich noch weitere gesellen, ein dritter Standort in Heidelberg wird in Kürze folgen, weitere Möglichkeiten werden derzeit geprüft.
Leider muss sich die Stiftung dabei auf ihre Wohn- und Gewerbeimmobilien beschränken. Die Anfrage vieler Kirchengemeinden, ob nicht auch Kirchendächer für Photovoltaikanlagen genutzt werden können, muss die Stiftung momentan noch negativ bescheiden. Da spielt die Denkmalpflege nicht mit und untersagt dies (noch?) aus verschiedenen Gründen.

 

Technische Details zu den Anlagen finden Sie auf der Homepage der KliBa-Heidelberg (www.kliba-heidelberg.de).
 

22.11.2007 Auszeichnung für die Evangelische Stiftung Pflege Schönau beim Architekturwettbewerb "Beispielhaftes Bauen 2001-2007"

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes in der Kunsthalle in Mannheim vergab die Architektenkammer Baden-Württemberg 20 Auszeichnungen für "Beispielhaftes Bauen in Mannheim 2001 bis 2007".


Darunter auch für die Innenrenovierung und Umgestaltung der Matthäuskirche in Mannheim-Neckarau. Diese Kirche war nach 8 Monaten Bauzeit im April 2006 wiedereingeweiht worden. Das Gestaltungskonzept stammt von dem Stuttgarter Architekturbüro Lamott Architekten.
 

In der Auszeichnung heißt es:

"… und es ward Licht. Der ehemals düstere Kirchenraum erstrahlt in freundlicher Helligkeit. Dies zum einen durch ein fantasievolles, einfaches Lichtkonzept, bei dem die Raumkonturen zu schweben beginnen. Zum anderen durch die Verwendung heller Materialien, Naturstein, Terrazzo und der Weistannenrückwand, die gekonnt die Orgel integriert. Mit gleichem Material erhalten die gut gestalteten Kirchenbänke eine angenehme Leichtigkeit. Der Altar aus aufgestapelten massiven Weisstannenbalken von schier unglaublichen Dimensionen hat alttestamentarische Grobheit. (Wollte hier Abraham seinen Sohn Isaak opfern?) Kanzel und Kerzenständer kontrastieren dagegen als scharfkantige, präzise Metallkonstruktion. Bei dieser kraftvollen, zeitgemäßen Leichtigkeit des Raumes erhofft man sich ebensolche Predigten in diesem neu strahlenden Haus zu hören.

Kurzbeschreibung: Die 1893 im neugotischen Stil erbaute Hallenkirche von Hermann Behagel brannte 1943 völlig aus und wurde 1949 wieder aufgebaut. Außen hat die Kirche ihre Homogenität und Historizität bewahrt, im Inneren sind keine historischen Bauteile erhalten geblieben. Es gab zu viele Elemente, Materialien und Möbel, die weder farblich, räumlich noch materiell harmonierten, zudem war der Kirchenraum sehr dunkel. Von Seiten der Denkmalpflege waren die künstlerisch bearbeiteten Stützen und die 1967 eingesetzten farbigen Glasfenster von Claus Arnold zwingend zu erhalten. Grundlage der neuen Grundrissanordnung ist die Reduktion sämtlicher Elemente und Materialien auf einen einfachen und klar lesbaren Raum. Die Materialwahl des Bodens macht die Raumdifferenzierung und Zonierung deutlich, richtet sie aus und versammelt. Neue Decken als Raumschale aus hell verputzten, eingehängten Leichtdecken mit integrierten Leuchten sowie fein abgestufte Materialien bestimmen die Raumatmosphäre."

Die Auszeichnung war von der Architektenkammer Baden-Württemberg unter dem Motto "Beispielhaftes Bauen 2001-2007" ausgelobt worden. Unter der Schirmherrschaft des Mannheimer Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz wählte die Jury aus 53 eingereichten Vorschlägen am Ende 20 Arbeiten aus.
Schon 1999 hatte die Stiftung eine BDA-Auszeichnung für den Einbau eines Gemeindesaales bzw. Tagungsraums in das Langhaus  der ehemaligen Klosterkirche in Lobenfeld entgegen nehmen können.

Die Auszeichnung zeigt den hohen qualitativen Anspruch der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau bei der Wahrnehmung ihrer Baupflicht an insgesamt 85 Kirchen im Gebiet der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau legt Wert auf individuelle, auf das Objekt abgestimmte Konzepte, die in enger Zusammenarbeit der Architekten mit der Kirchengemeinde, dem Kirchenbauamt und der Denkmalpflege erarbeitet und durchgeführt werden.
 

26.10.2007 Festliche Einweihung der frisch renovierten Kirche in Hohensachsen

Nach 14 Monaten Bauzeit konnten die Hohensachsener jetzt ihr Gotteshaus wieder in Besitz nehmen. Die Zeit, in der sie ihre Gottesdienste im benachbarten Gemeindehaus oder in der kath. St. Jakobuskirche abhielten, ist angesichts der sonnigen Atmosphäre in ihrer Kirche rasch vergessen.

 

Ausschlaggebend für die Renovierung war die veraltete Technik. Seit ihrer Erbauung in den Jahren 1959/1960 war dies die erste Renovierung der Kirche überhaupt.
Neben der umfassenden technischen Erneuerung (Heizung, Beleuchtung, Beschallung) erhielt sie auch neue Bodenbeläge, Emporengeländer und eine komplett neue Bestuhlung mit Kurzbänken und Stühlen. 

Die seitlichen Eingangsbereiche sind nun durch einen gläsernen, flexiblen Windfang geschützt. Außerdem wurde eine neue Sakristei angebaut, was den Umbau und die Erweiterung des angebauten Konfirmandensaales ermöglichte.

 

"Jede Kirche hat ihre eigene Identität. Die Kirche in Hohensachsen besticht vor allem durch die wunderschöne, warme Farbigkeit ihres Ziegelmauerwerks und der Fenster." beschreibt Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau in der Baubroschüre "Die Evangelische Kirche in Hohensachsen, Innenrenovierung 2007-2008" die Stimmung in der Kirche. Und weiter heißt es darin: "Ingesamt sollte zwar der Höhlencharakter als typisches Merkmal beibehalten werden, die Kirche jedoch im Ganzen heller und freundlicher wirken."
Dass dies gelungen ist, davon konnten sich die Gottesdienstbesucher der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche selbst überzeugen. Unter Mitwirkung des örtlichen Posaunen- und Kirchenchors zelebrierte Pfarrer Christian Noeske den Einweihungsgottesdienst, in dem Prälatin Ruth Horstmann-Speer die Predigt hielt.

 

In anschließenden Kurzinterviews gaben neben Vorstand Ingo Strugalla noch weitere Ehrengäste, wie Architektin Mieke de Jonge (vom beauftragten Architekturbüro Kessler de Jonge in Heidelberg), sowie Dekan Rainer Heimburger kurze persönliche Statements zum Ergebnis der Renovierung ab.

 

Beim anschließenden Sektempfang konnten die Besucher dann auch den umgebauten Konfirmantensaal, ein Anbau an die Kirche, in Augenschein nehmen.

 

Hier geht´s zum Downloadbereich, wo Sie sich die Baubroschüre ansehen und herunterladen können: Bitte hier klicken

 

17.09.2007 Wird die Stiftskirche in Lahr zum Eldorado für Bergsteiger?

Mancher Passant dürfte in den vergangenen Wochen seinen Augen nicht getraut haben. Turnten nicht Bergsteiger auf der Stiftskirche in Lahr herum? Um es gleich vorweg zu nehmen: die Kirche dient nicht als Übungsgelände für angehende Alpinisten!


Im Rahmen der anstehenden Außensanierung begutachteten Experten in luftiger Höhe jeden einzelnen Stein der spätgotischen Basilika und dokumentierten das Ergebnis, um die tatsächlichen Schäden festzustellen.
 

Finanziert wird die Sanierung überwiegend von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau in Heidelberg, die in diesem Fall nicht nur bauunterhaltungspflichtig, sondern auch Eigentümerin der Kirche ist.

    

03.02.2007 "Vom Samen zum Balken" oder "Was hat ein Vollernter im Wald zu suchen?"

"Einfach gigantisch!" murmelt ein Teilnehmer beeindruckt, als er ehrfürchtig einen Schritt zurückweicht, um der Maschine Platz zu machen. Unter lautem Motorenbrummen fährt der rund  25 to. schwere Holzvollernter einige Meter vor, greift sich mit seinem Aufarbeitungs-kopf einen stehenden Baum und sägt ihn in Bodennähe ab. Dann lässt er ihn gezielt seitlich umfallen und zieht ihn mit einer Schnelligkeit und scheinbaren Leichtigkeit durch sein Aggregat, als handle es sich bei der ca. 40cm starken Fichte um ein Streichholz.

 

18 Mitglieder des Finanzausschusses der Landessynode waren am frühen Samstagmorgen ins badisch-hessische Grenzgebiet angereist, um sich die Waldbewirtschaftung bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau zeigen und erklären zu lassen. Bereits der Ort der Führung, das Forstrevier Michelbuch, hat historische Bedeutung. Handelt es sich doch um Wald, der sich in direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Zisterzienserkloster Schönau befindet und der bereits vor mehreren Jahrhunderten zu dessen Besitz gehörte. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau bezieht sich nicht nur in ihrem Namen auf das ehemalige Kloster Schönau, sondern verwaltet (altdeutsch: "pflegt") noch heute unter anderem die Liegenschaften, d.h. den Grundbesitz.

 

Frank Philipp, Leiter der Forstabteilung, sowie ein Team aus fünf Mitarbeitern der Stiftung hatten bereits im Vorfeld ganze Arbeit geleistet und ein informatives Programm unter dem Motto "Vom Samen zum Balken" auf die Beine gestellt.


Außer der Vorführung eines Holzvollernters stand für die Teilnehmer eine detaillierte und interaktive Einführung in die Grundlagen der Waldbewirtschaftung auf dem Programm. Themenschwerpunkte waren Naturverjüngung, bzw Pflanzung, Jungbestandspflege, Durchforstung bis hin zur motormanuellen Aufarbeitung, Holzrücken und dem Holzverkauf. "Dank" des Sturms "Kyrill", der vor kurzem über Deutschland hinweggefegt war, konnten die Teilnehmer auch eine aktuelle Sturmholzfläche besichtigen, die allerdings bereits vorher aufgrund Käferbefalls geschwächt gewesen war.

 

Absoluter Höhepunkt für alle Teilnehmer war die eher seltene Möglichkeit, einen Holzvollernter in Aktion nicht nur aus der Nähe zu erleben, sondern auch selbst in der Kabine Platz zu nehmen und sich dessen Technik vom Fahrer während der Arbeit erklären zu lassen.

 

Außer einigen sicherlich kurzweiligen Stunden erhielten die Mitglieder der Landessynode viele interessante Einblicke in die tägliche Arbeit der Forstabteilung bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau und deren betriebsspezifische Besonderheiten.

 

"Das war eine Spitzenshow!" kommentierten dann auch die Teilnehmer die Erlebnisse des Tages.