EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 

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Neuigkeiten

15.11.2008 Evangelische Stiftung Pflege Schönau erhält Architekturpreis

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) erhält für die Innenrenovierung der Matthäuskirche in Mannheim-Neckarau die  "Auszeichnung Guter Bauten 2008". Dieser Preis wird vom Bund Deutscher Architekten (BDA) vergeben und bedeutet gleichzeitig die Nominierung zu einem der renommiertesten deutschen Architekturpreise, dem "Hugo-Häring-Preis".


Der "Hugo-Häring-Preis" wird seit 1969 im Abstand von 3 Jahren für vorbildliche Bauwerke in Baden-Württemberg an Bauherren und Architekten für ihr gemeinsames Werk vergeben. Es handelt sich um einen zweistufigen Preis, das Auswahlverfahren erstreckt sich über 2 Jahre. Insgesamt wurden 27 Arbeiten eingereicht, von denen sieben Projekte ausgezeichnet werden, darunter auch die Innenrenovierung der Matthäuskirche in Mannheim-Neckarau.
 

"Wir freuen uns sehr über diesen Preis." so der geschäftsführende Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, Ingo Strugalla. "Die Auszeichnung zeigt unseren hohen qualitativen Anspruch bei der Wahrnehmung unserer Baupflichten. Wir legen Wert auf individuelle, auf das Objekt abgestimmte Konzepte, die in enger Zusammenarbeit der Architekten mit der Kirchengemeinde, dem Kirchenbauamt und der Denkmalpflege erarbeitet und durchgeführt werden."

 

Die im heutigen Ortskern des Mannheimer Stadtteils Neckarau von Karl Behaghel in den Jahren 1891-93 erbaute neugotische Matthäuskirche wurde im Zweiten Weltkrieg durch einen Fliegerangriff zerstört und in vereinfachter Form 1949 wieder aufgebaut.
Die jetzt ausgezeichnete Innenrenovierung wurde in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Lamott Architekten aus Stuttgart durchgeführt.
In der Jurybegründung für die Auszeichnung heißt es zur Matthäuskirche: "Überzeugend wirkt der angemessen respektvolle Umgang mit dem historischen Kirchenraum (speziell die "Freistellung" und der Erhalt der künstlerisch wertvollen Betonummantelungen der Säulen des Bildhauers Edzard Hobbing) und dessen optische Neuerschaffung durch den lichten Zusammenklang der verwendeten Materialien, des Anstrichs und der zurückhaltenden Einbauten. It’s reduced to the max."

27.07.2008 "Offene Türen für die Ökumene"

Evangelische und katholische Christen feiern Mauerdurchbruch in der Mosbacher Stiftskirche

 

"Offene Türen für die Ökumene", so lautete das gemeinsame Motto an diesem Sonntag in der Stiftskirche Mosbach, und zwar auf beiden Seiten der Trennmauer. Die mehr als ein Meter dicke Mauer trennt seit 300 Jahren den evangelischen vom katholischen Teil der Kirche.
Nach der Reformation durften in der Stiftskirche ausschließlich evangelische Gottesdienste abgehalten werden. Nach der Verkündigung der Religionsfreiheit durch den katholischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm durften auch wieder katholische Gottesdienste gefeiert werden.

 

Da man sich aber über die Nutzung nicht einigen konnte, wurde 1708 eine Trennmauer in die Kirche eingezogen. Die Katholiken erhielten daraufhin den Chor (St. Juliana) und die evangelische Gemeinde das Kirchenschiff (Stiftskirche) zugesprochen.
Jetzt, genau 300 Jahre danach, wurde zwar nicht die Mauer entfernt (was aus denkmalschutzrechtlichen Gründen auch nicht möglich gewesen wäre), aber es wurde eine Doppeltür eingebaut, die von der jeweiligen Seite geöffnet werden kann.

 

Mit zwei parallel zelebrierten Gottesdiensten, auf katholischer Seite mit Weihbischof Dr. Bernd Uhl, und auf evangelischer Seite mit dem stellvertretenden Landesbischof, Oberkirchenrat Gerhard Vicktor, wurde dieses wohl einzigartige Ereignis gefeiert. Zum Ende der beiden Gottesdienste und als Höhepunkt wurde die Tür von beiden Seiten geöffnet. Unter dem Applaus der Anwesenden umarmten sich Dekan Dirk Keller und Monsignore Klaus Bader in der Tür, bevor die Delegationen die jeweils andere Hälfte der Kirche besuchten.

 

Zum Abschluss feierten dann alle Christen gemeinsam den letzten Teil des Gottesdienstes auf dem Marktplatz. Die Maueröffnung fand auch überregionales Interesse. Neben Landwirtschaftsminister Peter Hauck, der persönlich gekommen war, berichteten der SWR, die Landesschau und sogar Radio Vatikan von diesem besonderen Tag in Mosbach.

 

Finanziert wurde die Maueröffnung, ganz ökumenisch, hälftig, auf evangelischer Seite auch mitgetragen von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, die für die Stiftskirche in Mosbach bauunterhaltungspflichtig ist.



Eine Gedenktafel im Mauerdurchbruch erinnert an das historische Ereignis.

20.07.2008 Renovierungsarbeiten in der Lobenfelder Klosterkirche abgeschlossen

Die kostbaren Wandmalereien wurden in liebevoller Kleinarbeit restauriert

 

Nachdem bereits vor über 10 Jahren ein Gemeinde- und Veranstaltungszentrum als moderner Einbau in das Langhaus der Klosterkirche integriert worden war, lag der Fokus der gerade fertig gestellten Innenrenovierung im romanischen Teil der Kirche.
Die Maßnahmen umfassten vor allem restauratorische Arbeiten an den wertvollen Wandgemälden und der Raumschale, sowie verschiedene kleinere Arbeiten im Querhaus und Chor.

 

Die Wertigkeit des Klosters Lobenfeld kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Lobenfelder Klosterkirche ist neben der ehemaligen Zisterzienserabteikirche Maulbronn der einzige erhaltene romanische Sakralbau des Kraichgaus. Außerdem haben sich hier einer der umfangreichsten Komplexe romanischer Wandmalerei in Südwestdeutschland sowie mehrere gotische Wandbilder verschiedener Ausstattungsphasen des 14., 15. und 16. Jahrhunderts erhalten. Dargestellt sind vor allem biblische Szenen, sowie Apostel und Bischöfe. 

 

 

 

Ihre kunsthistorische Analyse und wissenschaftliche Erforschung war 1999 - 2002 Gegenstand eines Forschungsprojekts am Institut für Kunstgeschichte der Universität Karlsruhe. Damit wurde endlich auch ihre Bedeutung gewürdigt. Umso wichtiger ist die jetzt durchgeführte Renovierung. Ziel war es, zumindest den jetzigen Stand zu sichern, und die Malereien vor weiteren Zerstörungen zu bewahren. Alte Überdeckungen wurden, wo möglich, abgenommen und so die Lesbarkeit der Darstellungen verbessert.

 

Mit einem Wiedereinweihungsgottesdienst, der gemeinsam von Dekanin Dr. Hiltrud Schneider-Cimbal und Pfarrvikarin Dr. Heike Springhart zelebriert wurde, feierte die Kirchengemeinde Lobenfeld die Fertigstellung der Bauarbeiten.


Jürgen Reinhard, Leiter der Abteilung Bauunterhaltung, gratulierte der Kirchengemeinde zum gelungenen Ergebnis und dankte im Namen der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.

 

Hier geht´s zum Downloadbereich, wo Sie sich die Baubroschüre ansehen und herunterladen können: Bitte hier klicken

30.06.2008 "Die PEFC-Standards vorbildlich umgesetzt…"

Dieses höchste Lob erhielt der Forstbetrieb der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) beim diesjährigen Audit. Bewertet wurde neben den relevanten Unterlagen im Büro in Mosbach vor allem die Umsetzung der geforderten Kriterien im forstlichen Alltag.
Einen ganzen Tag nahm sich Alfred Raunecker von der unabhängigen LGA InterCert als Auditor Zeit, um alles genau unter die Lupe zu nehmen. Hauptthemen waren dabei z.B. die Höhe des Holzeinschlags pro Jahr, Beschaffungskriterien bei Jungpflanzen, Umgang mit Naturverjüngung, Baumartenwechsel, Unternehmereinsatz im Wald, und nicht zuletzt Bejagungsmodelle, um angepasste Wildbestände gewährleisten zu können.

 

Frank Philipp, Leiter der Abteilung Forst bei der ESPS war mit seinen Förstern bestens gerüstet, und entsprechend positiv fiel am Ende die Beurteilung aus. 
 

Beim Audit werden die Maßnahmen und Bemühungen des Waldbesitzers zur Einhaltung der Standards nach PEFC, zu denen sich der Waldeigentümer verpflichtet hat, überprüft. Der Waldbegang ist dabei das geeignete Mittel, um die forstliche Arbeit zu überprüfen. Schwerpunkt des Begangs war  dieses Mal das Revier Brombach (bei Eberbach).


PEFC steht übrigens für Pan European Forest Certification und ist ein Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Betriebe, die nach PEFC zertifiziert sind, zeigen Engagement für die Umwelt und Verantwortung im Umgang mit dem Roh- und Werkstoff Holz. PEFC ist ein integratives Konzept, das ökologische, soziale und ökonomische Aspekte verbindet. So lässt sich auch eine kontrollierte Verarbeitungskette realisieren – unabhängig überwacht, lückenlos nachvollziehbar und nachhaltig. Von zertifizierten Wäldern über Holz verarbeitende Betriebe bis zum Endprodukt im Regal.
Diese Nachhaltigkeit ist ganz im Sinne der 450 Jahre langen Tradition der ESPS (mit knapp 7.600 ha Wald übrigens der größte körperschaftliche Waldbesitzer in Baden-Württemberg). Deshalb ist der Wald der ESPS seit 1999 nach den PEFC-Kriterien zertifiziert. Aber auch bereits vorher war es für die Stiftung selbstverständlich, ihren Wald nachhaltig zu bewirtschaften und so dafür zu sorgen, dass die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes auf Dauer erhalten bleiben.


 

05.05.2008 Der "Grüne Gockel" kräht jetzt auch in Heidelberg

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) unterstützt nicht nur die Wiederansiedelung von Wanderfalken auf der Heiliggeistkirche in Heidelberg. Sie bietet seit neuestem auch dem "Grünen Gockel" eine Heimat!

 

Das Markenzeichen "Grüner Gockel" ist vor allem in Kirchengemeinden bekannt. Es bezeichnet die bundesweite ökumenische Initiative, in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen ein Umwelt-managementsystem auf Basis des europäischen Öko-Audits EMAS (Eco-Management und Audit Scheme) einzuführen. Die Maxime dabei lautet: "Mit Konzept dauerhaft Schöpfung bewahren. Glaubwürdig, transparent und nachprüfbar vom Reden zum Tun."
 

Innerhalb eines Jahres schaffte es die ESPS als eine der ersten Institutionen in Heidelberg, nach diesen Grundsätzen zertifiziert zu werden. Im Januar war die Einführungsphase beendet und die Thesen, bzw. deren Umsetzung wurde von externen Gutachtern geprüft und verifiziert, so dass die Eintragung in das EMAS-Register der EU am 08. April 2008 vorgenommen werden konnte.

 

Dieser Erfolg wurde am vergangenen Freitag mit einer kleinen Feier in der Heidelberger Peterskirche, zu der alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen waren, entsprechend gewürdigt. Zu Beginn der Zeremonie hielt Pfarrer Albrecht Herrmann eine Andacht, in der er auch auf das Symbol des Gockels näher einging. Dieser sei bereits in der Bibel ein Sinnbild für das Gewissen und ihm komme in Verbindung mit der Farbe grün die Bedeutung des Ermahners im Sinne der Umwelt zu.

 

Vom Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe nahmen der Stiftungsratsvorsitzende der ESPS, OKR Stefan Werner und Dr. André Witthöft-Mühlmann von der Geschäftsstelle "Grüner Gockel" teil. Letzterer hatte die Stiftung während der Einführungsphase kontinuierlich begleitet und wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die ESPS innerhalb der Badischen Landeskirche eine Vorreiterrolle eingenommen habe. Sie sei die erste nichtkirchen¬gemeindliche Einrichtung, die zertifiziert ist. Diesem Beispiel folgten inzwischen weitere Institutionen wie z. B. das Diakonische Werk Baden.

 

Dr. André Witthöft-Mühlmann und Vera Flecken, externe Beraterin von KATE (Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e.V., Stuttgart), übergaben anschließend Fachkenntniszertifikate an die acht Mitglieder des Umweltteams der ESPS. Klaus Peter Engel von der IHK Rhein-Neckar überreichte die offizielle EMAS-Registrierungsurkunde, die  Vorstand Ingo Strugalla samt Plakette stolz selbst in Empfang nahm.

 

Die Umweltbeauftragten der drei Standorte Heidelberg, Mosbach und Freiburg besitzen nun außerdem den Status "Umweltauditoren" und dürfen damit auch andere Einrichtungen auf dem Weg zur Zertifizierung beratend begleiten. Die ESPS erhofft sich dadurch einen weiteren Erfahrungsaustausch in Sachen Umweltschutz und setzt auf die Chance, weitere Institutionen für ein konkretes Umweltmanagement interessieren und gewinnen zu können.

12.03.2008 Die "dickste" Fichte Deutschlands steht auf der Fläche der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau

Bereits seit ca. 200-280 Jahren steht die Fichte auf der Gemarkung Tennenbronn im Schwarzwald, seit dem 12. Dezember 1950 ist sie als Naturdenkmal geschützt und jetzt kommt sie auf ihre alten Tage noch zu besonderer Berühmtheit. Sie misst in einem Meter Höhe einen Umfang von stolzen 6,30m und ist damit, nach aktuellem Wissensstand, die "dickste" Fichte Deutschlands.

 

Am vergangenen Donnerstag fand ein offizieller Pressetermin  vor Ort statt. Außer dem Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, Ingo Strugalla, in deren Besitz sich der Baum befindet, sowie dem Leiter der Forstabteilung der Stiftung, Frank Philipp, und dem Förster des Reviers "Schwarzwald" war auch zahlreiche lokale Prominenz erschienen.

Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel und Christina Romer von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratamtes Rottweil, der Oberbürgermeister der Stadt Schramberg, Dr. Herbert Zinell und der Ortsvorsteher von Tennenbronn, Klaus Köser, versammelten sich zum Gruppenbild vor der mächtigen, freistehenden Weidfichte und präsentierten sie voller Stolz den Vertretern von Presse und Rundfunk.

 

Die Fichte ist ab ca. zwei Metern Höhe mehrfach gezwieselt, d.h. dass sie, vermutlich durch den Verbiss von Weide- oder Wildtieren, bereits als Jungpflanze mehrere Stämme ausgebildet hat. An ihrem Standort auf dem "Windkapf" in einer Höhe von 891 m über NN war sie schon immer extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt.

 

Außerdem steht sie auf im ehemaligen Grenzgebiet zwischen Baden und Württemberg, sowie im Bereich der europäischen Hauptwasserscheide  und beweist uns, dass extreme und widrige Verhältnisse abhärten und gerade dadurch ein längeres Leben möglich sein kann. Nur einzeln stehende Weid- oder Wetterfichten können ein derartiges Dickenwachstum ausbilden und werden durch die bessere Standfestigkeit älter als gerade gewachsene Fichten.

 

Aufmerksam auf die besondere Fichte wurde Bernd Ullrich, Mitautor des Buches "Deutschlands alte Bäume". Ullrich erkundigte sich im vergangenen Jahr  nach einer dicken Weidfichte auf der Gemarkung Tennenbronn, welche vermutlich zu den dicksten Fichten in Deutschland zählen könnte. Das Landratsamt Rottweil teilte Bernd Ulrich daraufhin mit, dass es sich bei der von ihm gesuchten Fichte vermutlich um das Naturdenkmal Nr. 159, Weidfichte auf der Gemarkung Tennenbronn, handelt.  Sie wird in der nächsten Auflage des Buches "Deutschlands alte Bäume" von Bernd Ullrich, Stefan Kühn und Uwe Kühn als dickste Fichte Deutschlands aufgenommen.

 

18.02.2008 Oftersheim: Festlicher Einweihungsgottesdienst nach Gesamtrenovierung

Pünktlich um 16:00 Uhr begrüßte Pfarrer Martin Joos die zahlreich erschienenen Gäste vor den noch verschlossenen Türen der Christuskirche und eröffnete damit den festlichen Einweihungsgottesdienst. Gespannt und erfreut zog die Gemeinde in ihre frisch renovierte Kirche ein und nahm sie wieder in Besitz. Den Gottesdienst zelebrierten Pfarrer Martin Joos und Pfarrerin Janine Denk, die Predigt hielt Ruth Prälatin Horstmann-Speer.

 

Ein gutes Jahr hatte die Kirchengemeinde auf diesen Tag gewartet. Denn so lange hatte die umfangreiche Außen- und Innensanierung der Kirche und des kleinen Gemeindesaales gedauert.  

Die Renovierung war dringend nötig gewesen, war es doch die erste große Maßnahme an der in den Jahren 1956/57 erbauten Kirche und der Zahn der Zeit hatte schon erheblich an ihr genagt. Außen waren neben dem Austausch der Wellasbestplatten und der Reparatur des undichten Daches vor allem Sanierungen am Stahlbetonskelett dringend notwendig.
Der Innenraum zeigte sich dem Besucher ziemlich düster, zum einen durch über die Zeit verschmutzte Farben, zum anderen durch eine unzureichende Beleuchtung. Auch der Bodenbelag bedurfte dringend einer Sanierung.

 

Das Ergebnis nach der Renovierung ist eine warme, freundliche Kirche, trotz der zurückhaltender wie ursprünglich geplant, ausgefallenen Umgestaltungsmaßnahmen. Denn bereits in der Planungsphase kam für alle Beteiligten die Entscheidung der Landesdenkmalpflege, die Christuskirche als "exemplarischen Kirchenbau der Nachkriegsmoderne" unter Denkmalschutz zu stellen, ziemlich überraschend. Eine Entscheidung, die damals bei einigen Beteiligten Unverständnis auslöste.
„Die denkmalpflegerische Bedeutung eines Gebäudes hängt nicht vom Alter und schon gar nicht vom malerischen Erscheinungsbild ab, sondern von der Bedeutung für die Heimatgeschichte, die Wissenschaft und die Kunstgeschichte. Diese Bedeutung ist im Falle der Christuskirche in allen drei Bereichen gegeben und führte deshalb im Jahr 2006 zur Feststellung der Denkmaleigenschaft.“ So begründet Oberkonservatorin Dr. Ute Fahrbach-Dreher vom Referat Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Karlsruhe die Entscheidung in der Festschrift, die die Evangelische Stiftung Pflege Schönau anlässlich der Wiedereinweihung herausgebracht hat. Und weiter heißt es darin: "Die Zukunft wird dem heutigen Bemühen der Denkmalpflege recht geben, wenn die Kirchen der Nachkriegsmoderne einen Alterswert besitzen und noch weitgehend original ihre Epoche repräsentieren."

 

So zeigte sich auch der damalige Architekt, Kirchenoberbaurat a.D. Helmut Rothfuß, der es sich mit rüstigen 91 Jahren nicht nehmen ließ, persönlich bei der Wiedereinweihung dabei zu sein, sehr erfreut und tief beeindruckt, "seine" Kirche im nahezu ursprünglichen Zustand anzutreffen.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Stehempfang statt, zu dem alle Kirchengemeindemitglieder eingeladen waren. Dabei überbrachte auch der Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, Ingo Strugalla, herzliche Glückwünsche zur gelungenen Renovierung und wünschte der Kirchengemeinde, auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weiterhin Gottes Segen.

 

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