EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 

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Neuigkeiten

15.12.2011 Stiftungen in der Metropolregion Rhein-Neckar – Impulsgeber bürgerschaftlicher Verantwortung

Stiften ist "in". Zumindest legen das die Zahlen für Baden-Württemberg nahe: Hier gab es im Jahr 2001 rund 1.500 Stiftungen. Ende 2010 waren es schon 2.600. Bundesweit liegt Baden-Württemberg damit mit an der Spitze.

Sechs der zehn großzügigsten deutschen Stifter leben im Rhein-Neckar-Gebiet, wie das hier ansässige Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen an der Universität Heidelberg (CSI) herausgefunden hat.

Das Spektrum der Stiftungen in der MRN wird durch die Porträts in den Roten Seiten "Stiftungen in der Metropolregion Rhein-Neckar" beleuchtet.

Die Porträts sind zwar knapp gehalten, gewähren aber einen ersten schnellen Überblick: Was gibt es für Stiftungen, was bietet die Region in Sachen Stiftungen? Natürlich konnten aus Platzgründen nicht alle Stiftungen aus der Region präsentiert werden, aber es ist ein interessanter Querschnitt entstanden: kleine und große, regionale und international agierende Stiftungen, solche mit jahrhundertealter Tradition und Bürgerstiftungen, die erst in den letzten Jahren errichtet wurden. Stiften und gemeinnütziges Engagement kommt eben nie "aus der Mode". Es ist augenfällig, dass das bürgerschaftliche Engagement in Stiftungen nicht mehr wegzudenken ist. Sie gleichen aus, erhalten, erneuern und – vor allem – geben Impulse.

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) möchte mit den Roten Seiten "Stiftungen in der Metropolregion Rhein-Neckar – Impulsgeber bürgerschaftlicher Verantwortung" einen Beitrag zur weiteren Entwicklung leisten. Als traditionsreiche und gleichzeitig moderne Stiftung bekennt sie sich zur Region. Das Stiftungswesen ist in der Metropolregion Rhein-Neckar zu wichtig, um den Stiftungsgedanken nicht hochzuhalten und dafür zu werben. Nicht zuletzt möchte die ESPS auch einen Anstoß zur weiteren Vernetzung geben.

Wenn Sie Interesse an der Printausgabe haben, dann setzen Sie sich gerne mit uns unter kontakt@esp-schoenau.de in Verbindung.

 

Download Rote Seiten "Stiftung & Sponsoring" (pdf)

 

26.11.2011 Waldbesitzer überreichen Christbaum an Bundeskanzlerin Merkel: Weihnachtsbaum aus dem Odenwald leuchtet im Kanzleramt

Waldbesitzer aus dem Odenwald haben am Donnerstagnachmittag Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin einen Weihnachtsbaum übergeben. Die rund 8 Meter hohe Tanne stammt von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau aus den Wäldern bei Limbach-Wagenschwend. Organisiert wurde die Aktion von der Forstgenossenschaft FVOB eG und der Forstkammer Baden-Württemberg.

„Es freut mich, dass in diesem Jahr erstmals ein Baum aus dem Odenwald das Kanzleramt schmückt“, sagte Buchens Bürgermeister Roland Burger, der die baden-württembergischen Waldbesitzer als Aufsichtsratsvorsitzender der FVOB und Präsident der Forstkammer beim Empfang der Kanzlerin vertrat. In den letzten Jahren habe das Nadelholz im Odenwald zwar
durch den Klimawandel deutlich abgenommen. „Einige schöne Tannen haben wir aber schon noch“, so Burger.

„Sehr passend ist natürlich auch, dass der Christbaum von einem kirchlichen Waldbesitzer kommt“, ergänzte Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Die ESPS ist der größte körperschaftliche Waldbesitzer in Baden-Württemberg. Die Einnahmen aus dem Wald dienen unter anderem zur Erhaltung von Kirchengebäuden der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Den Transport des Baumes und die logistische Unterstützung der Christbaumaktion der Forstkammer hatte das Odenwälder Unternehmen Seitenbacher übernommen, das als Müslimacher bundesweit bekannt geworden ist.

Vor dem reich geschmückten Christbaum überreichte Herr Burger der Kanzlerin neben der traditionellen Buchener Fastnachtsfigur, dem sogenannten „Blecker“, noch eine zweite, deutlich kleinere Tanne. „Die können Sie gerne im Kanzleramtsgarten einpflanzen“, so Burger. Das junge Pflänzchen stehe für weitere 999 Bäume, die die Forstkammer im Rahmen eines Aufforstungsprojekts in Afrika pflanzen werde.

 

Fotos: Marion Pfannenschwarz

 

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22.11.2011 Gesucht – gefunden: Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau schickt einen Weihnachtsbaum nach Berlin

Sie ist wunderschön gewachsen, 19 Jahre alt und rund 8 Meter groß. Am  24.11.2011 wird sie offiziell an Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Kanzleramt übergeben, wo sie, prachtvoll geschmückt, während der Advents- und Weihnachtszeit das Foyer in hellem Lichterglanz erstrahlen lassen wird. Die Rede ist von einer Tanne, bis vergangenen Donnerstag im Wald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) beheimatet.

 

 

Die Forstkammer Baden-Württemberg, ein Verband für den Kommunal- und Privatwald, hat dieses Jahr die ehrenvolle Aufgabe, einen Weihnachtsbaum für das Kanzleramt zur Verfügung zu stellen. Über die Forstliche Vereinigung Odenwald-Bauland mit Sitz in Buchen wurde die Suche organisiert – und fündig wurde man dann im Wald eines Mitglieds der Vereinigung, der ESPS, auf der Gemarkung Wagenschwend im Neckar-Odenwald-Kreis. Der herrliche Baum wurde dort am Donnerstag von Robin Frank, dem zuständigen Revierleiter und seinen Mitarbeitern eingeschlagen und für den Transport vorbereitet.

15.11.2011 Feierliche Einweihung der Waldkapelle Neckarzimmern

Mit der gottesdienstlichen Einweihung der neuen Waldkapelle Neckarzimmern wurde das sehr beachtliche Selbstbauprojekt auf dem Gelände der Tagungsstätte der evangelischen Jugend abgeschlossen und würdig gefeiert. Gerade mal ein halbes Jahr ist es her, dass mit einem Benefizabend der Startschuss zum Waldkapellenprojekt gegeben wurde. Nun konnten sich die vielen Gäste selbst ein Bild von dem gelungenen neuen Gotteshaus machen. Patrick Lubs vom Architektenbüro ap88, das die Planung der Kirche übernommen hatte, übergab den Schlüssel für die neue Kirche an Landesjugendpfarrer Dr. Thomas Schalla, der ihn sogleich dem Leiter der Tagungsstätte Martin Meier überreichte.

Die Gemeinde zog ein und die für den Altarraum nötigen Prinzipalien folgten. Landesbischof Dr. Ulrich Fischer rüstete sie zu und der Gottesdienst, der mit seiner besonderen Feierlichkeit von Beginn an große Wohlfühlatmosphäre ausstrahlte, begann. Landesbischof Fischer, Dr. Schalla, Oberkirchenrat Prof. Dr. Schneider – Harpprecht und Fabian Peters gestalteten den Gottesdienst. Die Waldkapelle wurde als Begegnungsstätte junger, verantwortungsvoller Christen in der Nachfolge Jesu gleichermaßen gefeiert wie als spiritueller Raum der Stille und des Rückzugs. Das feierliche Abendmahl aller 100 Gäste unterstrich dies in bedeutendem Maße.
Nach der Einweihung zeigten sich auch die Grußwortredner von dem gemeinsam erlebten Gottesdienst beeindruckt. Landrat Dr. Achim Brötel und Bürgermeister Christian Stuber lobten die vielen Hände, die mit dem Aufbau der Waldkapelle Enormes geleistet haben. Martin Meier erinnerte sich gerne an die fleißigen Helfer aus zwölf Nationen, die an der Begegnungsstätte für junge Menschen mitgearbeitet haben. Sein besonderer Dank ging an die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, die mit ihrer großzügigen Holzspende das Baumaterial für die Waldkapelle geliefert hat. Ingo Strugalla, Vorstand der Stiftung, zeigte sich stolz, dass die Pflege Schönau das Holz für das schöne Gotteshaus geben durfte. Oberkirchenräte Christoph Schneider – Harpprecht und Stefan Werner feierten die Kapelle als neue geistliche Mitte und auch Architekt Lubs wies noch einmal auf die Planungsbesonderheiten hin, mit denen der neuen Waldkapelle ein außergewöhnlich schöner und spiritueller Charakter inne wohnt.

 

 

Von links: Dr. Schneider-Harpprecht, Dr. Thomas Schalla, Tagungsstättenleiter Maier,
Landesbischof Fischer und Architekt Lubs bei der Schlüsselübergabe

 

Text und Fotos: Hermann Keil, Neckarzimmern

28.10.2011 Forstarbeiter aus Barcelona arbeiten in Baden-Württembergischen Wäldern

Seit einigen Wochen arbeiten Mitarbeiter eines ganz besonderen Forstunternehmens in den Wäldern der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Es handelt sich dabei um ein Unternehmen der autonomen Region Katalonien, dessen Aufgabe es ist, ehemalige Strafgefangene bei ihrer Rückkehr in die Gesellschaft und ihr Berufsleben zu unterstützen.

Auf den ersten „Blick“ ist alles wie sonst auch, wenn sich Waldarbeiter daran machen, Waldbestände zu durchforsten. Professionell ausgestattete Arbeiter setzen in routinierter Weise die Vorgaben des zuständigen Revierförsters um. Erst, wenn die Motorsägen „Pause haben“, offenbart sich ein Unterschied: Die Waldarbeiter können alles außer Deutsch. Sie sprechen katalonisch oder Spanisch.

Bei diesen Forstarbeitern handelt es sich um ehemalige Haftinsassen, die über ein Resozialisierungsprogramm, ausgehend vom katalanischen Justizministerium, beim staatlichen Betrieb CIRE und bei der privaten katalanischen Stiftung Afma (Verband für die Förderung alternativer Maßnahmen) im Forstbereich ausgebildet wurden und hier einen ihrer ersten Einsätze im Echtbetrieb durchführen. Die Wirtschaftskrise in Spanien ließ die öffentlichen Haushalte dramatisch schrumpfen, so dass im Forstsektor vieler öffentlicher Verwaltungen deutlich weniger Geld für Maßnahmen z.B. für die Waldpflege, Durchforstung oder Waldbrandvorbeugung zur Verfügung steht und damit die Beschäftigung der Forstarbeiter in Frage gestellt wird. Justiz und Afma versuchen durch die Höherqualifizierung der Forstarbeiter ein größeres Einsatzspektrum zu erreichen und durch die dadurch möglichen Auslandseinsätze deren Beschäftigung zu sichern.
Im Zuge der Qualifizierung und Weiterbildung wurde die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) durch die Katalanen beauftragt ein Qualifizierungsprogramm in der Holzernte zu erstellen und die Arbeitssicherheitsstandards der katalanischen Arbeiter zu überprüfen. Für die Qualifizierung wurden entsprechende Waldflächen gesucht. Über persönliche Verbindungen eines Rottenburger Professors zum Forstunternehmen Ihrig wurde der Kontakt zur ESPS hergestellt. Die ESPS arbeitet mit der Fa. Ihrig bereits seit einigen Jahren insbesondere bei der Holzernte und der Jungbestandspflege zusammen. Aufgrund von sich abzeichnenden Kapazitätsengpässen konnten dann die Katalanen (bislang sechs Arbeiter) als Subunternehmer der Fa. Ihrig seit Anfang August eingesetzt werden. Sie machen damit nicht etwa einheimischen Arbeitern und Unternehmern die Arbeit streitig, sondern unterstützen zu marktüblichen Konditionen ein in der Region ansässiges Unternehmen bei dessen Aufträgen, die es ohne diese zusätzliche „Menpower“ nicht hätte realisieren können.
Die Sicherheitsstandards bei den durchgeführten Arbeiten entsprechen denen der ESPS. Zwischenzeitlich wurden über 10 Hektar Jungbestandspflege durchgeführt und die Arbeiter in kombinierten Aufarbeitungsverfahren (Vollernter + Zufällen) eingesetzt. Die Betreuung der Arbeiter erfolgt durch einen bei der Stiftung Afma angestellten deutschen Förster und dem Unternehmer Ihrig.
Alle an dieser Kooperation Beteiligten zogen nun eine positive Zwischenbilanz: Für die ESPS war es möglich das Projekt als Ganzes mit geringen personellen Aufwendungen wesentlich zu unterstützen, die Zusammenarbeit mit der Hochschule auszubauen, notwendige waldbauliche Pflegearbeiten durchzuführen, Arbeitskapazitäten zu sichern (das Projekt soll fortgeführt werden) und im sozialen Engagement die Arbeit der Resozialisierung durch den Betrieb CIRE und die Stiftung Afma zu fördern.
 

Text: Petra Martin-Jacob, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
Bilder: Joachim Englert, Afma
 

 

26.10.2011 "3 Minuten Ruhe auf 3 Minuten Zuwachs - Nehmen sie Platz!"

Das Ding ist ja klasse!" So äußerte sich die Begeisterung von Pfarrer Kündiger von der Evangelischen Luthergemeinde in Lahr-Dinglingen, als er die "Zuwachsbank", die für den Platz vor der Martinskirche vorgesehen war, erblickte. Pfarrer Kündiger hatte so eine Bank vor der Stiftskirche in Lahr gesehen und da war ihm war sofort klar: so eine muss auch nach Dinglingen!

Als Aktion im "Jahr der Wälder" stellt die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) in diesem Jahr vor mehreren Kirchen und kirchlichen Häusern quaderförmige Holzbänke auf, die den nachhaltigen Holzzuwachs in 3 bzw. in 2 Minuten in den Wäldern der ESPS darstellen. Die Bänke haben eine Kantenlänge von ungefähr 45 cm, es gibt sie in den Längen von einem bis zu vier Metern.

Mit dem Slogan "ohne Wald gäb´s keine Kirchenbänke" macht die ESPS im Rahmen der weltweiten Kampagne darauf aufmerksam, dass der Wald wichtiger Rohstofflieferant für uns Menschen ist.
"Die passt hervorragend zu den kubischen Formen unseres Gemeindehausneubaus an der Kirche," rief Pfarrer Kündiger ganz entzückt. Doch bevor die Bank an ihrem vorgesehen Platz stand, musste noch einiges an Muskelkraft investiert werden.

Steffen Ellwanger, Förster bei der ESPS, hatte die vier Meter lange Bank mit einem Gewicht von ca. 700 kg mit einem Autoanhänger angefahren. Und so musste zuerst ein Plan erarbeitet werden, wie der große "Balken" die letzten Meter transportiert werden konnte. Vier Männer, zwei Hubwägen und ein Möbelroller haben das Gewicht bewältigt.
Der kürzeste Weg zum endgültigen Standort war mitten durch die Kirche, so dass die "Zuwachsbank" noch kurz Bekanntschaft mit den echten Kirchbänken machen konnte.
Zufrieden nahmen die Akteure nach getaner Arbeit dann Platz und nahmen die Einladung "3 Minuten Ruhe auf 3 Minuten Zuwachs -  Nehmen sie Platz", wie es auf der Bank ebenfalls zu lesen ist, an.
In Zukunft können nun die Kirchenbesucher sich vor und nach dem Gottesdienst ausruhen und mit Blick auf die schöne Martinskirche die Gedanken wandern lassen. Und vielleicht denken sie auch an den Wald, der ihnen diese Bank geschenkt hat.

22.10.2011 Pilotprojekt: Einbau einer Wandtemperierung ins Pfarrhaus Mannheim-Neckarau

Die Themen Wärmedämmung und Energieeinsparung bei denkmalgeschützten Altbauten sind erfahrungsgemäß oft hoch problematisch.

Die ESPS ging deshalb im Rahmen der Pfarrhaussanierung in Mannheim-Neckarau bewusst neue Wege und testete den Einbau einer Wandtemperierung. Dabei werden lange Heizschlangen in die Wände des Gebäudes eingelassen, durch die während der Heizphase permanent gleichbleibend warmes Wasser geleitet wird. Aufgrund der gleichmäßigen Wärmeabstrahlung und der Vermeidung einer Auskühlung wird trotz insgesamt niedrigerer Heiztemperatur eine Wohlfühltemperatur erreicht.

Durch die Umstellung von der klassischen Raumheizung auf die Wandtemperierung wird nicht nur das Mauerwerk trocken gehalten, sondern auch eine dauerhafte und nachhaltige Senkung des Energieverbrauchs erreicht. Und das ganz ohne zusätzliche dämmende Maßnahmen.


Dank der Umbaumaßnahmen und der vorgenommenen Anpassungen erreicht das Pfarrhaus Neckarau schon jetzt den KfW-HE 60 %-Standard - ein hervorragender Wert für einen Altbau. Die CO2-Emmisionen liegen ebenfalls bei vorbildlichen 18,1 kg/m2 je Jahr. Die bereits erfolgte Erneuerung der Fernwärmeübergabestation soll künftig noch mit der Installation eines Pufferspeichers und einer heizungsunterstützenden Solaranlage kombiniert werden, um den Niedrigenergiestandard für dieses Objekt zu erreichen. Allerdings konnte die Nutzung der thermischen Sonnenenergie bislang noch nicht realisiert werden, da hierfür Dachflächen des benachbarten evangelischen Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums genutzt werden müssten.


Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau ist bei den Renovierungen ihrer Kirchen und Pfarrhäuser offen für innovative Lösungsansätze und erforscht im Rahmen von Studien bewusst die Praktikabilität und Effizienz solch unkonventioneller Methoden. Ziel ist es, durch Anwendung und Monitoring solcher Maßnahmen Erkenntnisse für künftige Sanierungen zu ziehen. Nicht nur für die Stiftung selbst, sondern auch im Interesse der Landeskirche.
 

20.10.2011 Vernetzung der Erbbaurechtsausgeber in Deutschland

Auf Einladung der Klosterkammer Hannover haben sich vom 18. bis 20. Oktober 2011 Erbbaurechtsausgeber aus ganz Deutschland im Kloster Wöltingerode bei Goslar zu ihrer dritten Konferenz getroffen. Der Einladung waren gut dreißig Einrichtungen aus den Bereichen von Stiftungen, Kommunen, Kirchen und des Bundes gefolgt, die über größere Bestände von Erbbaurechten verfügen. Die Tagung diente dem Erfahrungsaustausch, der Erörterung der neuesten einschlägigen Rechtsprechung sowie der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.


 

Stellvertretend für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen dankte Ingo Strugalla, Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, der Klosterkammer Hannover für die Ausrichtung der Tagung: "Es war eine äußerst produktive Veranstaltung. Sie hat sehr zur Vernetzung der
Erbbaurechtsausgeber in Deutschland beigetragen."

 

Auch künftig werden in regelmäßigen Abständen Konferenzen der Erbbaurechtsausgeber stattfinden.

 

 

Die Teilnehmerinnnen und Teilnehmer der 3. Konferenz der Erbbaurechtsausgeber vor dem Klosterhotel in Wöltingerode, Foto: Klosterkammer Hannover

 

v.l.n.r.:
Herr  Adalbert Schmidt (OLKR Ev.-luth Landeskirche Hannovers)
Herr  Jörn von der Lieth (Hilfswerk Siedlung GmbH)
Frau Eva Götting (KKH)
Herr Jan  Vollendorf (VPC)
Frau Renate Ringeln (SBK)
Herr Claus Strätz (Hansestadt Lübeck)
Herr Claus Jilg (Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg)
Frau Katharina Schuhmann (Stiftungsverwaltung Freiburg)
Herr Reiner Weichler (Spitalstiftung Konstanz)
Frau Sonja Ekert-Maier (Stiftungsverwaltung Freiburg)
Herr Stefan Schütrumpf (St. Katharinen und Weißfrauenstift)
Herr Ingo Strugalla (Evangelische Stiftung Pflege Schönau)
Herr Dr. Matthias Nagel (KKH)
Herr Karlheinz Bodsch (Ev-luth. Landeskirche BS)
Frau Ute Stey (Ev.-luth Landeskirche Kurhessen-Waldeck)
Herr Peter Gerdon (Waisenhausstiftung Frankfurt a.M.)
Herr Werner Rett (Stadt Kaiserslautern)
Herr Michael Oppe (Spitalstiftung Konstanz)
Herr Andreas Hesse (KKH)
Herr Jürgen Knittel  (Landeskirche BaWü)
Herr Ralf Gigerich (Bundesverband Deutscher Stiftungen)
Herr Ottmar Föllmer (Vereinigte Kirchen- und Klosterkammer Erfurt)
Herr Hans-Christian Biallas (KKH)

 

15.10.2011 ESPS betreibt erfolgreiches Umweltmanagement nach dem "Grünen Gockel"

"Vorbildlich und erstaunlich lebendig" attestierte der kirchliche Umweltrevisor Stefan Weiland dem Umweltmanagementsystem der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau.

Genauer unter die Lupe genommen wurden im Rahmen des Audits dabei die Verbräuche und deren Entwicklung an Wärmeenergie, Strom und Wasser, damit auch verbunden der Ausstoß von CO2, das Verkehrs- und das Müllaufkommen. Außerdem die Beschaffung von Reinigungsmitteln, Büromaterial und Dienstleistungen.

"Mit der Validierung will die Evangelische Stiftung Pflege Schönau - nach innen und nach außen- das Vertrauen in die Fähigkeit zur kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes in der Einrichtung und die Erfüllung relevanter gesetzlicher Vorschriften stärken. Darüber hinaus möchte sich die Einrichtung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen und unter dem Stichwort „Schöpfung bewahren“ einen aktiven Beitrag zur Verbesserung des Umweltschutzes leisten.“ So ist es im Prüfbericht zu lesen. Dass die ESPS damit auf dem richtigen Weg ist, fasst Umweltrevisor Stefan Weiland am Ende des Berichts wie folgt zusammen: „Insgesamt ist festzustellen, dass die Evangelische Stiftung Pflege Schönau über ein Umweltmanagementsystem verfügt, das den Anforderungen des GRÜNEN GOCKELS in vollem Umfang gerecht wird. Wichtige Erfolgsfaktoren sind dabei das Engagement der Umweltmangagementbeauftragten und des Umweltteams, das hier ausdrücklich hervorgehoben werden muss."

 

Erstmalig wurde dabei auch der komplette Forstbetrieb mit einbezogen und konnte ebenfalls erfolgreich zertifiziert werden.

Umweltbericht 2011 der ESPS lesen

28.09.2011 Das "mobile" Eltern-Kind-Arbeitszimmer bei der ESPS

Eltern sind gute Organisatoren. Kita-Ferien und Schulferien sind planbar und werden auch langfristig beplant. Die Kinder haben dann ihr Programm bei Omas, Opas, der örtlichen Ferienbetreuung, einer Tagesmutter oder der besten Freundin, dem besten Freund.
Aber was ist, wenn der Besuch in der Kita oder in der Schule kurzfristig ausfallen muss oder die Einrichtung außer der Reihe geschlossen bleibt?
Nicht immer ist der Grund, dass ein Kind ansteckend krank ist, so dass Mutter oder Vater zu Hause bleiben müssen.
Dann gibt es auch noch eine andere Möglichkeit, wie die Betreuung sicher gestellt ist und Mutter oder Vater nicht gänzlich ihre Arbeit anders planen müssen.

Das Kind kann in solchen Fällen auch einen Tag mit Mama oder Papa an deren Arbeitsplatz bei der ESPS verbringen. Ein Eltern-Kind-Arbeitszimmer kann die Stiftung aus räumlichen Gründen nicht vorhalten.

Da hilft eine „kleine Alternative“, die „mobile Kinderkiste“. Für die Altersgruppen 0-3 Jahre, 3-6 Jahre und ab 6 Jahre können sich die Mütter und Väter bei Bedarf eine „Kinderunterhaltungskiste“ abholen und mit an ihren Arbeitsplatz nehmen.

Ein kürzerer Arbeitstag lässt sich damit gut überbrücken. Das Angebot ist so ausgewählt, dass ein Kind sich auch einige Zeit alleine beschäftigen kann und nicht nur auf dem Schoss des Elternteils sitzen muss. Am Ende des gemeinsam Arbeitstages wird einfach alles wieder in die Kiste gepackt und abgegeben.
Damit setzt die Stiftung eine schon länger entstandene Idee um und erweitert das Spektrum zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie um einen weiteren Baustein.

Wie allen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen ist uns bewusst, dass die Herausforderungen, die an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestellt werden, nicht nur die Zielgruppe der jungen Mütter und Väter trifft, sondern ebenfalls diejenigen, mit der Pflege von Angehörigen betraut sind. Auch in diese Richtung gibt es Überlegungen, wie der Arbeitgeber unterstützend tätig sein kann. Um möglichst nahe am tatsächlichen Bedarf zu sein, werden wir in nächster Zeit zu dem Themenkomplex Mitarbeiterbefragungen durchführen.

23.09.2011 Herzlich willkommen bei der neuen Webpräsenz der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau!

Informativ, schnell und benutzerfreundlich - unsere neue Webseite ist online.

Seit heute ist unsere neue Webseite online. Ganz im Zeichen unseres Jubiläumsjahrs erstrahlt unsere neue Webseite...

22.09.2011 Wertewandel, nicht Werteverlust in Abschlag. Die 2. Klosterdebatte

Simplify in Sachen Glaube – wie sich Werte und Gottesvorstellungen verändern

„Gott 9.0“: In neun Stufen zu Klarheit, Glück und gesunder Spiritualität. Wie einfach geht das? Auf nur zwei Stufen ging es zumindest schon mal aufs Podium bei der zweiten Klosterdebatte „Abschlag“. Und - so bemerkte die Leiterin des Geistlichen Zentrums Dr. Sabine Bayreuther dankbar gegenüber den Zuhörern - dies verlange auch einigen Mut ab.
Es entwickelte sich nach dem Impulsvortrag von Werner Tiki Küstenmacher über dieses Buch eine lebhafte, konträre Debatte mit dem Bestsellerautor und Theologen aus München. In seinem humorigen Vortrag, den er mit Karikaturen illustrierte, zeigte er, wohin unsere Gesellschaft spirituell wachsen könne.

Es entwickelte sich nach dem Impulsvortrag von Werner Tiki Küstenmacher über dieses Buch eine lebhafte, konträre Debatte mit dem Bestsellerautor und Theologen aus München. In seinem humorigen Vortrag, den er mit Karikaturen illustrierte, zeigte er, wohin unsere Gesellschaft spirituell wachsen könne. Eigentlich sei es ja „Henriette Bimmelbahn“ gewesen, die den Anstoß für das Buch gegeben habe, begann der evangelische Pfarrer, denn Henriette dampft abseits von ihren Gleisen. Und genau dies sei doch in der Menschheitsgeschichte immer entscheidend gewesen, ob im positiven (Erfindungen) oder auch im negativen (Kriege) Sinn, um sich in Jahrtausenden weiterentwickeln zu können.

„Wir brauchen Krisen und Wertewandel, wir brauchen Weiterentwicklung, sonst schaffen wir nicht die Werte als Muster, die wir für die Zukunft benötigen, das zeigt sich in den farbigen Bewusstseinstufen im „Ich“ und im „Wir“, erklärte Küstenmacher.

Die Autoren haben dies wissenschaftlich nach Forschungsergebnissen von Clare Graves untersucht, eben mal in bunte Farben getaucht, in neun Zeit-Stufen plausibel dargestellt. Sie fügen damit der Wertediskussion ein „upgrade“ hinzu. Die Thesen des Autorenteams Marion Küstenmacher, ihrem Mann Werner Tiki sowie Tilmann Haberer sind naturgemäß umstritten. Das zeigte sich beim „Abschlag“ in Zustimmung und strikter Ablehnung seitens des Publikums.

„Ihre Thesen geben mir keine Nahrung“, hieß es von einer Teilnehmerin, eine andere nannte die Stufen acht und neun „Hokuspokus“. Die Frage stand im Raum, wo denn hier das Gottesbild bleibe und warum es nur strikt nach oben ginge. Küstenmacher ging auf Kritisches ehrlich ein. Gott 9.0 sei lediglich ein Modell, das die Welt freundlicher machen könne.

RNZ-Redakteur Rolf Kienle moderierte eine durchaus fruchtbare Diskussion, die Sabine Bayreuther resolut beendete, so sehr hatte sich ein Podiumsgast mit seinem Beitrag ereifert.

Über 150 Besucher im Gemeindesaal und bis tief ins Kirchenschiff hinein, ein gemischtes Publikum aus allen Lebensbereichen und die Debattierfreudigkeit bestätigt den „Machern“ dieses Formats, dass das Konzept, in „Kirche“ mit prominenten Referenten aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu beleuchten, durchaus aufgeht.

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, Kontext Komunikation und Katharina Schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit hatten im April mit dem Geistlichen Zentrum die erste Klosterdebatte aus der Taufe gehoben.

 

 

Fotos und Text: Jutta Trilsbach, Eschelbronn

 

05.09.2011 „Wertewandel, nicht Werteverlust“: Werner Tiki Küstenmacher gibt Impuls für 2. Abschlag-Auflage

„Simplify in Sachen Glaube – wie sich Werte und Gottesvorstellungen verändern“: Das ist der Titel der 2. Auflage von Abschlag. Die Klosterdebatte am 19. September 2011 um 19:30 Uhr in der Klosterkirche Lobenfeld. Nach der erfolgreichen Premiere mit rund 150 Teilnehmern konnten die Initiatoren, die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, das Geistliche Zentrum Klosterkirche Lobenfeld, Kontext Kommunikation und Katharina Schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, jetzt den Buchautor Werner Tiki Küstenmacher als Impulsredner gewinnen. 2001 veröffentlichte er seinen Weltbestseller „simplify your life – einfach und glücklich leben“.

Seitdem ist der evangelisch-lutherische Pfarrer und Karikaturist aus den Bestsellerlisten mit seinen oftmals gewagten Thesen nicht mehr fort zu denken. „Es gibt keine Wertediskussion ohne Konflikte“, sagt Küstenmacher. Sein aktuelles Buch „Gott 9.0“ vermittelt eine positive Zukunftsvision, in der Werte neu mit Inhalten gefüllt werden. Diese stellt er in seinem Impulsvortrag am 19. September vor, den er mit zum Teil live gezeichneten Karikaturen illustriert.

 

Dann ist das Publikum eingeladen, eigene Gedanken und Vorstellungen zu dem Thema zu äußern und auf einer Augenhöhe mit ihm in die Diskussion einzusteigen. Durch den „Abschlag“ eines diskussionsfreudigen Teilnehmers kann der nächste Interessent opponieren, diskutieren und Fragen stellen. Die Moderation übernimmt abermals Rolf Kienle.

 

Interessenten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter abschlag@kloster-lobenfeld.com oder telefonisch unter 06226.41558 wird vorausgesetzt.

 

„Abschlag, die Klosterdebatte“, 19. September 2011, 19:30 Uhr in der Klosterkirche Lobenfeld, Klosterstraße 110, 74931 Lobbach

29.08.2011 Wohltun ist wie ein gesegneter Garten

Bei der großen Jubiläumsveranstaltung anlässlich „450 Jahre Evangelische Stiftung Pflege Schönau“, bat unsere Stiftung ihre Gäste darum, keine Geschenke mitzubringen, sondern auch für die „Marienhütte“ zu spenden. Die Spendengelder flossen reichlich, das Ergebnis kann sich sehen lassen: an die 12.000 Euro kamen zusammen. Die Stiftung hat diese Summe auf 15.000 Euro erhöht, denn so argumentiert Geschäftsführer Ingo Strugalla: „Die Marienhütte ist für die Kinder eine unterstützenswerte Einrichtung, die jeden Euro gebrauchen kann!“

Zur offiziellen Scheckübergabe waren nun die Vertreter der evangelischen Kirche in Heidelberg, des Diakonischen Werkes und der ESPS vor Ort, als gern gesehene Besucher in der „Kinderwelt Marienhütte“:

 

Punkt 12.15 Uhr läutet die Glocke an der Marienhütte zum Mittagessen. Eine fröhliche „Rasselbande“ strömt aus allen Winkeln des Gartens herbei. Ausgetobt, durstig und hungrig. In frischer Natur, das schon seit 1928 oberhalb vom Schloss für Ferienkinder ein Paradies ist, spenden uralte Baume kühlen Schatten. Das Gelände, mit dem in 2004 renovierten Haupthaus, wurde mit einer Spende der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) in Höhe von 15.000 Euro verschönert. Die neue Nestschaukel, eine Doppelschaukel und Holzbänke sowie neu angelegte Rasenflächen bieten noch mehr Spaß im Freien. Die fünf- bis 10-jährigen Buben und Mädchen, die hier im Sommer vier Wochen lang in der „Kinderwelt Marienhütte“ vom Diakonischen Werk (DW) der evangelischen Kirche in Heidelberg tagsüber pädagogisch betreut werden, sind begeistert.

 

Raphael schwärmt: „Hier gefällt mir eigentlich alles, doch besonders die Nestschaukel!“ Bei der offiziellen Scheckübergabe sind Dekanin Dr. Marlene Schwöbel, Geschäftsführer Ingo Strugalla (ESPS) und Martin Heß (DW) von den Kinder umringt: „Wir wollten unbedingt eine Einrichtung in Heidelberg mit einer Spende unterstützen“, freut sich Ingo Strugalla über die neuen Spielgeräte. Marlene Schwöbel bedankt sich herzlich afür: „Als wir mit dem Bauausschuss unserer Kirchengemeinde kürzlich hier oben alles begutachtet haben, waren wir positiv überrascht und der Meinung, dass die Marienhütte auch mit neuen Nutzungsmöglichkeiten weiterbestehen sollte, denn sie ist so wichtig für die Kinder aus allen sozialen Schichten!“ Einkommensschwache Familien könnten bei der Finanzierung von der evangelischen Kirche unterstützt werden. Martin Heß ergänzt: „Seitdem wir das neue Konzept „Kinderwelt“ im Ferienprogramm umsetzen, haben wir eine Warteliste und konnten nicht alle Kinder aufnehmen.“ 

 

In diesem Sommer sind 250 Kinder wieder dabei, wochenweise bis zu 80 Kinder, die von 23 ausgebildeten Betreuern und ehrenamtlichen Helfern liebevoll in altersgemischten Workshops von frühmorgens bis abends beschäftigt werden. Die pädagogische Leiterin Kerstin Bollwig erklärt: „Besonders schön ist, dass sie sich aus verschiedenen sozialen Schichten hier begegnen und mischen.“ Es gebe zum Schluss dann auch mal Tränchen, denn ein Teil der Kinder ist mehrere Wochen dabei und hat sich an die Rituale gewöhnt. “Der Tagesablauf ist geregelt, das gibt es in manchen Familien nicht mehr, und viele Kinder haben sich durch das Spielen in der Natur und gemeinsame Mahlzeiten in ihrem Verhalten positiv verändert.“ Die traditionsreiche Marienhütte, zu der schon die Großväter und –mütter gewandert sind, besteht also weiter. Es gibt gute Ideen, sie noch mehr zu beleben, für die allerdings der finanzielle Rahmen nicht ausreicht. Das alte, marode Holzgebäude schlummert weiter im Dornröschenschlaf: „Wohltun ist wie ein gesegneter Garten“ steht über der Tür. Und Bollwig schwärmt: „Das wäre toll, wenn man das verfallene historische Gebäude wieder herrichten könnte.“

 

26.08.2011 Selbstbauprojekt Waldkapelle Neckarzimmern nimmt Form an – Richtfest gefeiert

Die Bauarbeiten an der neu entstehenden Waldkapelle der Tagungsstätte der evangelischen Jugend in Neckarzimmern sind schon weit vorangeschritten. Nun konnte man das Richtfest feiern.
Der niedrige Eingangsbereich in die Waldkapelle ist wie eine Schleuse konzipiert, so dass man gedanklich eine andere Welt betritt, den weltlichen Bereich hinter sich lässt und in die Stille kommt. Der Blick fällt gleich auf die Altarwand, die so konstruiert ist, dass Streiflicht von außen sie beleuchtet.
„Beim Bau einer Kapelle ist es wichtig, den sakralen Charakter zu betonen“, so der Architekt Peter Horejs.

Die sei mit der besonderen Lichtführung gewährleistet. Das innere Kirchenportal erstreckt sich sechs Meter in die Höhe, der Glockenturm ragt noch darüber hinaus. Die klimatisierte Waldkapelle hat eine Länge von 13 Metern und ist knapp sechs Meter breit. Die Wände der neuen Kirche bestehen aus 20 cm dicken Weißtannenholzdielen, die an der Innenseite noch einen rauen Charakter haben. Das komplette Holzbauwerk, das Holz wurde vorab getrocknet, steht schon fertig und wartet nun auf seine Außenverschalung. Momentan ist das Bauwerk in eine Folie à la Christo eingehüllt, um vor Nässe geschützt zu sein.

 

Das Bauholz, gespendet von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, wurde von den Zimmermännern der Firma Karl-Heinz Pflugfelder aus Bad Wimpfen so bearbeitet, dass es mit der Aufbaugruppe vor Ort zusammengesetzt werden konnte. Bisher haben Freunde der Tagungsstätte, Vereine, das Kirchenbauamt und internationale Bauorden aus Rumänien, Holland, Polen und der Ukraine am Aufbau der Waldkapelle mitgewirkt. Der Leiter der Tagungsstätte, Martin Maier, bedankte sich bei allen freiwilligen Helfern, besonders beim Aufbaulager, den Bauorden und den Architekten. „Nur durch das enorme Engagement dieser Helfer ist es möglich, dass das Projekt Waldkapelle voll in der Zeit liegt“, freute sich Maier.

 

Den Richtspruch sprach Rainer Schwab vom Zimmerbetrieb Pflugfelder.  Landesjugendpfarrer Dr. Thomas Schalla überbrachte Grüße von Oberkirchenrat Prof. Dr. Schneider-Harpprecht. Es scheine fast unglaublich, in welcher Geschwindigkeit hier ein neues Gotteshaus entstehe. Besondere Freude bestehe über die Arbeit im Team, die offensichtlich reibungslos funktioniert habe. Alle am Entstehen dieser Kirche Beteiligten, die Spender und Finanziers wie auch alle Helfer, seien nun miteinander, mit der Tagungsstätte Neckarzimmern und der Landeskirche fest verbunden. Das Richtfest selbst sei ein Meilenstein in der Geschichte der neuen Kapelle und allen Beteiligten wünschte er Gottes Segen.

 

Text und Fotos: Hermann Keil

 

 

23.07.2011 Großer Waldtag in Mannheim

Am Samstag, den 23. Juli trafen sich Groß und Klein in der Waldpforte, um gemeinsam mit dem Forstamt Mannheim und der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau das Jahr der Wälder zu feiern.

Trotz anderslautender Vorhersagen, spielte auch das Wetter mit, an diesem lange anberaumten Samstag. Zahlreiche Gäste hatten sich beim Waldhaus Mannheim, dem Waldpädagogikzentrum in der Waldpforte, versammelt. Gegen halb 12 ging´s dann auch richtig los: Die Jagdhornbläser der Jägervereinigung Mannheim bliesen die „Begrüßung" als Startsignal für den Waldtag.

Dieser stand ganz im Zeichen des von den Vereinten Nationen für 2011 ausgerufenen „Jahr der Wälder", wie Forstdirektor Sebastian Eick, Leiter der Unteren Forstbehörde Mannheim, erläuterte. Und nicht ohne Grund haben sich die UN für dieses Jahresmotto entschieden: Dies wird gerade im stadtnahen Raum nur allzu deutlich, denn es sind die vielfältigsten Funktionen, die der Wald für Natur und Gesellschaft heutzutage zu erfüllen hat. Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion können dies nur grob in Worte fassen.

 

Umweltbürgermeister Lothar Quast lobte als Festredner des Waldtages vor allem das Engagement aller Beteiligten um den Mannheimer Wald und um diesen Tag. In besonderer Weise ging er auf die große Bedeutung des Käfertaler Waldes mit seinen vielfältigen Erholungsmöglichkeiten als Ausgleich für den Industriestandort ein.

 

„Die Baumdoktoren", ein Theaterstück von Ute Zuber, das anschließend von Schauspielerinnen der Freilichtbühne Mannheim hervorragend dargeboten wurde, stellte die Waldfunktionen aus Sicht eines Baumes vor. Frau Krieger, die Vorsitzende des Vereins „Freilichtbühne Mannheim" folgte mit dem charaktervoll vorgetragenen Gedicht „Das Waldkonzert".

 

Nach einer kurzen Erläuterung der Stationen, eröffnete Daniel Weissgärber, Leiter des Waldhauses, den Parcours rund um das Waldhaus und den Forstbetriebshof.

 

Hier gab es viel zu entdecken: Auf dem Waldweg stand ein Hubsteiger, mit dem man aus 30m Höhe einen Blick über oder in die Baumwipfel des Käfertaler Waldes wagen konnte. Wenige Meter entfernt, führte der junge Motorsägenkünstler Micha Reichert seine Arbeit vor, die zahlreiche Bewunderer fand. Holz war auch das Thema eines Drechslers aus dem Odenwald. Hier wurde nicht nur vorgeführt. Kinder konnten selbst aktiv werden und mit diesem Material arbeiten. Generell stand an diesem Tag aber das „Mitmachen und Erleben" im Vordergrund: Vom Bogenschießen über Bastelaktionen hin zu einem Erlebnispfad aus Niedrigseilelementen.

 

Im Waldhaus selbst gab es eine Waldausstellung zu sehen. Hier war auch der Startpunkt für das Quiz, für das die Evangelische Stiftung Pflege Schönau drei mit der Motorsäge geschnitzte Kunstwerke gestiftet hatte. Sie selbst war mit einem Stand auf dem Gelände des Betriebshofes präsent, wo auch die Jägervereinigung Mannheim mit dem „Lernort Natur" aktiv war und die Kinder auch mal den großen städtischen Forstschlepper besteigen konnten. Hier sorgte auch der Bürgerverein Gartenstadt für das leibliche Wohl. „Durchforstungskegeln", „Geweihzielwerfen" und „Scheibchensägen" waren weitere Attraktionen in der näheren Umgebung. Zwei interessante Waldführungen mit Forstamtsleiter Sebastian Eick rundeten das Programm schließlich ab.

 

Insgesamt war es ein toller Tag, der dank des großen Engagements aller Beteiligten, auch bei den schätzungsweise 400 Gästen seinen begeisterten Anklang fand.

12.07.2011 Bau der Waldkapelle in Neckarzimmern schreitet voran – Neun Priesteranwärter helfen beim Aufbau mit

Beim Selbstbauprojekt der Waldkapelle der Tagungsstätte der evangelischen Jugend in Neckarzimmern, deren Bau erst durch die großzügige Spende der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau möglich wurde, haben besondere Helfer mitgewirkt. Neun Priesteranwärter der griechisch katholischen Kirche aus der Ukraine haben vom Fundament an beim Aufbau der evangelischen Kirche mitgewirkt.

Im Rahmen ihrer Ausbildung, die sieben Studiensemester in der Ukraine umfasst, halten sich die Priesteranwärter vier Monate hier in Deutschland auf. In Ludwigshafen befindet sich ein Orden ihrer Kirche, den sie nach ihrem dreiwöchigen Aufenthalt in Neckarzimmern besuchen werden, um dort weiter zu studieren. Es gefalle ihnen hier sehr gut und mache ihnen allen viel Spaß an dieser Kirche mitzubauen, dolmetscht Tamara Kosak, die selbst Ukrainerin ist und in der Tagungsstätte eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin absolviert.

In der Ukraine arbeiteten sie fast nur für einen Gotteslohn, es gäbe keinen Tarif für die Bezahlung der Priester. Auch sei es dort auch durchaus üblich, dass Priester selbst beim Bau der Kirche mithelfen würden.
Martin Maier, Leiter der Tagungsstätte, freut sich über die Fortschritte beim Bau der Waldkapelle. In heutigen Zeiten, in denen es immer weniger Kirchgänger gebe, sei es etwas Besonderes eine Kapelle zu errichten. Durch die große Vielfalt und Herkunft der Helfer bekomme außerdem der Begriff der Ökumene eine besondere Bedeutung und festige die Absicht eine Stätte für die Jugend zu bauen.
 

Text und Bild: Hermann Keil, Neckarzimmern

08.06.2011 Forstliches und Historisches rund um den Klosterwald in Michelbuch und Schönau

Eine bunt gemischte Gruppe aus 20 Wanderfreunden machte sich Ende Mai auf zu einer Wanderung durch den Schönauer und Michelbucher Klosterwald. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) hatte am 22. Mai, dem Tag der Biodiversität und bundesweiten Wandertag dazu eingeladen.
 

Hans-Peter Nelius und Steffen Ellwanger, beide Förster bei der ESPS, hatten eine anspruchsvolle und landschaftlich reizvolle Strecke über 15 Kilometer durch die Distrikte Vogelherd und Buchwald mit einem Abstecher ans Michelbucher Forsthaus ausgewählt. Die Wanderung fand im Rahmen der Aktionen zum „Jahr der Wälder“ statt. Deshalb gab es an mehreren Stationen Erklärungen zum Wald und zur nachhaltigen Forstwirtschaft, die bei der ESPS seit Jahrhunderten betrieben wird.


Als besondere Zugabe spickten die Historiker vom Verein „Alt Schönau“ Dr. Andreas Cser und Hans Rüger die Wanderung mit Erzählungen und Geschichten über die Entstehung der Gewannnamen und der Beziehungen Schönaus zum Kameralwald, (Wald der früheren großherzoglichen Hofkammer) und zum „Pflegwald“ in früheren Zeiten.


Am Forsthaus Michelbuch lud die ESPS die Wanderer zu einer zünftigen Rast mit Wildschweinwurst ein.
Der von den Förstern lang ersehnte Regen kam wenige Minuten zu früh, so dass die Gruppe auf den letzten Metern noch die Regenjacken auspacken musste. Dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch und alle waren begeistert von der erlebnisreichen und informativen Wanderung.

31.05.2011 Konfirmanden pflanzen Elsbeeren beim Martin-Luther-Haus in Mosbach

Die symbolische Bedeutung könnte nicht offensichtlicher sein: Jugendliche, die am Sonntag im Rahmen der Konfirmation als „junge Pflänzchen“ in die Mosbacher Stiftsgemeinde aufgenommen wurden, pflanzen junge Bäume.

Als schöne gemeinsame Abschlussaktion nach der zwölfmonatigen Konfizeit trafen sich die sechzehn Konfirmanden am Tag nach der Konfirmation auf Einladung von Dekan Dirk Keller noch einmal, um acht Elsbeer-Pflänzchen im Garten des Martin-Luther-Hauses zu pflanzen. Die Elsbeere ist eine Laubbaumart aus der Gattung der Mehlbeeren und gehört zur Familie der Rosengewächse. Ihr kommt dieses Jahr eine besondere Bedeutung zu, denn sie ist "Baum des Jahres 2011".


Die Pflänzchen, die, wenn sie ausgewachsen sind, den Baumbestand um das Martin-Luther-Haus bilden sollen, wurden von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau gestiftet. Die in Heidelberg ansässige kirchliche Stiftung besitzt rund 7.500 Hektar Wald, wovon ca. 2.000 ha im Umkreis von Mosbach liegen. Auch die Forstverwaltung der Stiftung ist in Mosbach beheimatet.


Förster Steffen Ellwanger unterstützte die Konfirmanden beim Pflanzen und gab weitere Informationen zur "Else" wie sie im Volksmund genannt wird.

 

18.05.2011 Denkmalstiftung eroberte Heidelberg

Im sonnigen, romantischen Heidelberg fühlten sich die Kuratoriumsmitglieder der Denkmalstiftung Baden-Württemberg sehr wohl. Der Stiftung, unter Vorsitz von Prof. Dr. h.c. Lothar Späth,  gehören hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und dem Adel an. Sie engagiert sich bei der Erhaltung historischer Gebäude vor allem mit finanzieller Unterstützung.

Eingeladen zur Tagung im Theologischen Studienhaus, dem „Morata-Haus“ direkt am Neckar, hatte die badische Landeskirche mit Oberkirchenrat Stefan Werner, der die Teilnehmer zusammen mit dem Geschäftsführer der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau begrüßte. Vor der Tagung empfing Dekanin Marlene Schwöbel einige interessierte Teilnehmer bereits in der Heiliggeist-Kirche und berichtete über den Kirchenbezirk sowie den Gebäudebestand der evangelischen Kirche in Heidelberg. Hier muss von 75 Gebäuden etwa ein Drittel der Häuser im Gemeindebesitz aufgrund schlechter Bausubstanz oder knapper Kassen veräußert werden. Auch fusionieren in Zukunft einige Pfarrgemeinden wie beispielsweise Heiliggeist und Providenz zur „Altstadtgemeinde“. Diese Strukturmaßnahmen seien notwendig geworden, doch wolle man nun sich wieder dem inhaltlichen Konzept der Arbeit des Kirchenbezirks widmen, erläuterte Marlene Schwöbel.
Reinhard Störzner vom Ältestenkreis führte mit profundem Wissen die Gruppe durch die jahrhundertealte Geschichte der Heiliggeistkirche. Und dann gab es noch ein Bonbon obendrauf: Prof. Erwin Stein von der Leibniz-Universität in Hannover organisierte eine Exklusiv-Führung durch die erst am Abend eröffnete Leibniz-Ausstellung mit nachgebauten Rechenmaschinen des Universalgelehrten Leibniz (1646 – 1716). Theologie und Wissenschaft, das meinte auch die Dekanin, gehören eng zusammen.

Im Morata-Haus stellte Ingo Strugalla den Kuratoriumsmitgliedern die Aufgaben und den Stiftungszweck der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau vor, die für 85 Kirchen und 41 Pfarrhäuser in ganz Baden unterhaltspflichtig ist und erläuterte ihre Rolle in der Denkmalpflege in Baden.

 

01.05.2011 Abschlag. Die Klosterdebatte

Man kann die Probleme der Welt nicht an einem Abend lösen. Aber man kann sie auf einem Podium diskutieren. Die gemeinsame Idee zu einer neuen Veranstaltungsreihe setzen das Geistliche Zentrum Klosterkirche, die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, Kontext Kommunikation und Schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit erstmals mit "Abschlag. Die Klosterdebatte" um. Kirche will sich einmischen in Fragen der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Aber, ohne den Zeigefinger zu heben. Beim Dialog zwischen Professor Dr. Paul Kirchhof und seinen Podiumsgästen ist dies gelungen, der Funke sprang jedenfalls auf rund 150 Gäste im Langhaussaal über. Mehr noch: Aktuelle, persönliche Fragen "brannten" regelrecht bei einigen Zuhörern.

Foto und Text: Jutta Trilsbach

18.04.2011 ESPS stellt CO2-Bericht vor

Vor gut einem Jahr hat sich die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) der Herausforderung gestellt, eine CO2-Bilanz mit wissenschaftlicher Unterstützung des IFEU-Instituts Heidelberg (ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, www.ifeu.de ) zu erstellen. Der Bericht wurde jetzt vorgestellt - mit eindrucksvollen Ergebnissen.

Insbesondere die Bewertung des fortwirtschaftlichen Bestands hat die Beteiligten bei der Erstellung des CO2-Berichts vor eine neue Herausforderung gestellt, da es sich bei der CO2-Bilanzierung von Wald, der neben den Emissionen von Gebäuden eine bedeutsame Rolle spielt, um ein ausgesprochenes Forschungsgebiet handelt und bisher wenig bis keine Erfahrungswerte vorliegen. Im Besitz der ESPS befinden sich rund 7.500 ha forstwirtschaftliche Flächen, sie ist damit die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Die Erstellung eines CO2-Berichtes in diesem Umfang ist daher bislang beispiellos.

 

Das spannende Projekt war geprägt durch eine enge Zusammenarbeit zwischen IFEU-Institut und insbesondere der ESPS-Forstverwaltung, die mit fachlichem Know-How einen wesentlichen Beitrag zur Erstellung des Berichtes leisten konnte.

 

Wesentliche Erkenntnisse des CO2-Berichts sind die jährlichen CO2-Emissionen der ESPS von rund 4.000 Tonnen (inklusive der vermieteten Gebäude), denen eine jährliche Senkenleistung von 5.000 t CO2 in den Forstflächen gegenübersteht. Durch die nachhaltige Waldbewirtschaftung der ESPS werden zusätzlich jährlich 56.000 t an CO2 im Wald der ESPS durch das Baumwachstum im Holz gebunden. Gegeneinander aufgerechnet werden diese Werte nicht, aber sie machen darauf aufmerksam, welche enorme CO2-Speicherleistung im Wald der ESPS steckt.

 

Insgesamt ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit dem IFEU-Institut ein belastbarer, aussagekräftiger und glaubwürdiger CO2-Bilanzbericht, aus dem sich auch für die Zukunft einiges ergeben kann. Die ESPS hat sich jedenfalls vorgenommen, den Bericht in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren, um Veränderungen zu dokumentieren und neue Erkenntnisse in Wissenschaft und Forschung zu berücksichtigen. Die Schärfung des eigenen Profils in Bezug auf nachhaltiges Handeln ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil im täglichen Handeln der ESPS.

 

Den CO2-Bilanzbericht der ESPS können Sie hier herunterladen:

 

CO2-Bericht der ESPS

 

Hier geht´s zum: CO2-Rechner der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau

 


 

15.02.2011 Ein Schal für die Heiliggeistkirche

Mit einer außergewöhnlichen Aktion in Heidelberg hat die badische Landeskirche ihre Klimaschutzkampagne offiziell gestartet. Ein fast 40 Meter langer orangefarbener Schal am Turm der gotischen Altstadtkirche steht symbolisch für den ehrgeizigen Plan der Landeskirche, den CO2-Ausstoß bis 2020 um mindestens 40 Prozent zu senken.

 

Bereits in der Bibel sei die Verantwortung des Menschen zur Bewahrung der Umwelt betont, sagte Landesbischof Ulrich Fischer: "In den Schöpfungsberichten wird der Mensch als Teil der Schöpfung begriffen und nicht als ihr gegenüber stehend." Für ihn sei die ökologische Theologie stets wegweisend gewesen. Die badische Landeskirche führe eine lange Tradition im Umweltschutz weiter.

 

Schon 1981 wurde ein kirchlicher Umweltbeirat gegründet und in den 90er Jahren ein Netz von Bezirksumweltbeauftragten geknüpft. 2003 brachte die Landessynode das Umweltmanagementsystem "Grüner Gockel" auf den Weg. Heute fokussierten sich die weltweiten Bemühungen, unseren Kindern einen lebenswerten Lebensraum zu hinterlassen, im Klimaschutz, sagte Fischer. Er sei froh darüber, welchen Stellenwert der Umweltschutz in der Landeskirche mittlerweile gewonnen habe.

 

Der Leiter des kirchlichen Büros für Umwelt und Energie (BUE), André Witthöft-Mühlmann, betonte die Notwendigkeit raschen Handelns: "Der Klimawandel wird nicht auf die Politik warten. Wir müssen als Gesellschaft sofort handeln, sonst droht der Welt in wenigen Jahren ein finanzielles und moralisches Chaos." Die Kirche trage müsse auch beim Klimawandel gesellschaftlichen Verantwortung. "Sie erreicht mehr Menschen als jede andere gesellschaftliche Institution", sagte der Leiter des BUE, das für die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts verantwortlich ist.

 

Finanziell unterstützt wird es vom Bundesumweltministerium und der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). "Umweltschutz im Sinne einer nachhaltigen Verpflichtung war für uns schon immer ein zentrales Thema", unterstrich der geschäftsführende Vorstand der ESPS, Ingo Strugalla. "Deshalb möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, den kommenden Generationen eine möglichst lebenswerte Umwelt zu hinterlassen."

 

Die badische Landeskirche will den CO2-Ausstoß bis 2015 um zunächst 25 Prozent und bis 2020 um mindestens 40 Prozent im Vergleich zum Bezugsjahr 2005 senken. Das Konzept setzt auf Gebäudesanierungen, die Umstellung auf Ökostrom und vor allem auf eine nachhaltige Veränderung des alltäglichen, klimarelevanten Verhaltens.

 

Es ist umfassend angelegt und bezieht die rund 2.750 Gebäude der mehr als 700 Pfarrgemeinden und Einrichtungen der Landeskirche ebenso ein wie die Bereiche Mobilität, Bewirtschaftung und Beschaffung. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Bundesumweltministerium würdigt Qualität und Zielsetzung des Konzepts und fördert mit der Co-Finanzierung von eineinhalb Personalstellen für drei Jahre erstmals eine Gliedkirche der EKD.