EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 

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Neuigkeiten

17.12.2012 Evangelische Stiftung Pflege Schönau stiftet Weihnachtsbaum

Empfänger ist dieses Jahr die Johannes-Diakonie in Mosbach

 

Vorstandsvorsitzender Dr. Hanns-Lothar Förschler und Jörg Huber, Pädagogischer Vorstand der Johannes-Diakonie in Mosbach, freuen sich über den Weihnachtsbaum, den die Evangelische Stiftung Pflege Schönau dieses Jahr für ihre Einrichtung gespendet hat.

 

Der stattliche Baum, übrigens eine heimische Fichte von ca. 5m Höhe, ziert nun den Vorplatz des Verwaltungsgebäudes in Mosbach.


 

 

"Der Baum stammt aus unserem stiftungseigenen Wald im Odenwald, also hier ganz aus der Nähe." so  Ingo Strugalla, Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, der es sich nicht nehmen ließ, den Baum persönlich auszusuchen (Link zum Film).
 

"Es freut mich, auf diese Weise eine solch sinnvolle Einrichtung unterstützen zu können." so Strugalla weiter.

 

Die Vorstände der Johannes-Diakonie Mosbach,
Jörg Huber und Dr. Hanns-Lothar freuen sich über den Weihnachtsbaum


Die Johannes-Diakonie in Mosbach ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen, das Menschen mit Behinderung fördert und begleitet. Mehrere tausend Menschen mit Behinderung werden in der Johannes-Diakonie an zahlreichen Standorten in ganz Baden-Württemberg betreut.


Im vergangenen Jahr schickte die Evangelische Stiftung Pflege Schönau einen Tannenbaum nach Berlin.

Zu Bundeskanzlerin Angela Merkel, genauer gesagt, ins Bundeskanzleramt, wo der Baum, schön geschmückt und beleuchtet, das Foyer des Bundeskanzleramts in der Vorweihnachtszeit zierte.

 

 

 

 

 

05.12.2012 Neuer Vollversorger in Schönau geht an den Start

Bauherr und Vermieter ist die Evangelische Stiftung Pflege Schönau


Nach vier Jahren Planungs- und Bauphase konnte in Schönau Ende November ein neuer Vollversorger-Markt eröffnet werden. Mit einem breitgefächerten, bevorzugt regionalen Sortiment sichert der an Edeka Südwest vermietete Markt dauerhaft und zuverlässig die Grundversorgung der Schönauer Bürger. Vor allem der älteren und eingeschränkt mobilen Bürger, wie Bürgermeister Marcus Zeitler in seiner Ansprache anlässlich der Einweihung betonte. 1.000 Bürgerinnen und Bürgern sei es möglich, den Markt fußläufig innerhalb von 10min zu erreichen. Möglich macht das der zentrale Standort in direkter Nachbarschaft zum Stadtzentrum.
 

Zahlreiche Gäste waren zur Eröffnung des neuen Edeka-Markts gekommen

Ingo Strugalla, Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, erläuterte, wie es dazu kam: "Vor ungefähr 4 Jahren waren wir auf der Suche nach einer sinnvollen Nutzung des Grundstücks, das sich im Eigentum unserer Stiftung befindet. Und Edeka war zufällig fast zeitgleich auf der Suche nach einem geeigneten Standort für den Neubau eines Marktes. Da es bis dato in Schönau eine Bedarfslücke in diesem Bereich gab, konnten wir uns rasch für die Idee begeistern und wurden uns bald einig." So kommt es, dass das Grundstück, das im Volksmund "Forstgarten" genannt wird und wohl schon zu Zeiten des Klosters der Versorgung der Mönche diente, nun wiederum diesen Zweck erfüllt, wenn auch im übertragenen Sinne.

 

Wirklich innovativ ist der neue Edeka-Markt hinsichtlich seines Beheizungs- bzw. Kühlkonzepts. Die Beheizung erfolgt ausschließlich geothermisch. Das heißt, die Erdwärme wird über eine Brunnenwasseranlage gefördert. Mit Hilfe einer Wärmepumpe wird dem Brunnenwasser die Wärme entzogen und in den Heizungskreislauf eingespeist. Zusätzlich wird auch die Abwärme der zentralen Gewerbekälteanlage in das Heizungsnetz eingespeist und trägt so zu einer Verringerung der notwendigen Heizleistung bei. Sämtliche Kühlgeräte im Markt sind hierfür über ein Leitungsnetz an die zentrale Kälteanlage angeschlossen. Besonders erwähnenswert unter dem Aspekt des Umweltschutzes ist der Betrieb der Kälteanlage mit CO2. Das heißt, es werden keine üblichen, treibhausschädlichen Kältemittel verwendet.


Bauherr des Marktes ist die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, da das Grundstück nicht veräußert werden sollte. Das Gebäude ist langfristig an Edeka Südwest vermietet, das mit seinem Betreiber Oliver Arlt 20 neue Arbeitsplätze in Schönau schafft.


Ingo Strugalla wünschte Herrn Arlt für die Eröffnung seines neuen Marktes gutes Gelingen und viel Erfolg und gratulierte den Bürgern von Schönau zu diesem zusätzlichen Serviceangebot in unmittelbarer Zentrumsnähe.
 

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19.11.2012 Evangelische Stiftung Pflege Schönau veröffentlicht ihren Jahresbericht 2011

Vielfältige Infos aus der Stiftungsarbeit der ESPS


Ihren Geschäftsbericht 2011 legt die Evangelische Stiftung Pflege Schönau dieser Tage vor.
Es ist selbstverständlich nicht ihr erster Geschäftsbericht, aber es ist der erste, der weit über Zahlen und Fakten hinausgeht. Mit einem Blick „hinter die Kulissen“ möchte die Stiftung allen Geschäftspartnern, Kunden und der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in ihre Stiftungsarbeit geben.

 

Viel Interessantes gibt es da zu lesen. Neben der vielfältigen Arbeit in den operativen Geschäftsbereichen Forst, Erbbau und Pacht, Immobilien und Bauunterhaltung finden sich auch Berichte über das darüber hinausgehende Engagement der ESPS.
Viel Interessantes gibt es da zu lesen. Neben der vielfältigen Arbeit in den operativen Geschäftsbereichen Forst, Erbbau und Pacht, Immobilien und Bauunterhaltung finden sich auch Berichte über das darüber hinausgehende Engagement der ESPS.

 

Angefangen beim Bau einer ganz aus Holz gebauten Kapelle bei der Tagungsstätte der Evangelischen Jugend in Neckarzimmern, für die die Stiftung das Holz bereitgestellt hat, über Pilotprojekte im Rahmen der Bauunterhaltung bei Kirchen und Pfarrhäusern, bis zur Lieferung des Weihnachtsbaums im Bundeskanzleramt aus dem stiftungseigenen Wald.


Wenn Sie mehr erfahren wollen, hier geht es zum Download des Geschäftsberichts 2011.
 

25.10.2012 Evangelische Stiftung Pflege Schönau stellt Umweltbericht 2012 vor

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) ist seit 2008 nach dem GRÜNEN GOCKEL, einem Umweltmanagementsystem, das als kirchlicher Standard etabliert ist und auf dem europäischen Öko-Audit EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) basiert, zertifiziert.

 

Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung wurde nun der Umweltbericht 2012 fertiggestellt.

Informieren Sie sich über die Aktivitäten der Stiftung in Sachen Umwelt und erfahren Sie mehr über die geplanten Maßnahmen und gesteckten Ziele:

 

Download: Umweltbericht 2012

30.09.2012 Ende - aber auch Anfang!

Zwei Jahre nach dem 100jährigen Jubiläum der Friedenskirche in Handschuhsheim ist es geschafft: Die Friedensgemeinde hat allen Grund zum Feiern, denn ihre Kirche ist frisch renoviert.

 

Freundlich, hell und einladend ist die "neue" Friedenskirche geworden. Freude, Erleichterung und Stolz sind zu spüren. Der aufwändige und kräftezehrende Prozess der Renovierung ist abgeschlossen und die Gemeinde konnte am 30.09.2012 die Wiedereinweihung ihrer Friedenskirche feiern.

Das Ende der Baumaßnahmen bedeutet für die Kirchengemeinde, dass sie den Kirchenraum wieder mit Leben füllen kann, mit Gottesdiensten, mit Andacht, mit Musik.
 

Die frisch renovierte Friedenskirche ist eine gelungene Symbiose aus alten, bewährten Elementen und modernen Ergänzungen, die sie deutlich bereichern.

 

Ungewöhnlich und auf ihre Art einzigartig ist die Konsequenz, in der sie, ganz im Sinne ihres Erbauers Karl Herrmann Behaghel, nach dem Konzept des Wiesbadener Programms renoviert wurde. Zu einem Gesamtraum, der sicherlich im näheren und weiteren Umkreis seinesgleichen sucht.

 

Anläßlich der Wiedereinweihung veröffentlichte die ESPS eine Baubroschüre mit interessanten Informationen zur Kirche an sich, sowie den Renovierungsarbeiten:

 

Download der Baubroschüre:


"Die Friedenskirche in Handschuhsheim, Innenrenovierung 2011-2012"

17.09.2012 Dauerhafter gesellschaftlicher Wandel durch "Digital Natives"?

Dr. Silke Borgstedt bei der 4. Auflage der Klosterdebatte in Lobenfeld

Zum vierten Mal fand im Kloster Lobenfeld „Abschlag! Die Klosterdebatte“ statt. Dieses Mal mit Dr. Silke Borgstedt, Direktorin für Sozialforschung beim Sinus-Institut Heidelberg/Berlin (Sinus-Milieus).
Mit Blick auf den unerwarteten und umstrittenen Zulauf zur Piratenparte wurde darüber referiert und diskutiert, ob die Politik das Web transformiert oder das Web die Politik.
Die Piratenpartei versteht sich als Partei der Informationsgesellschaft. Seit 2011 gelang es den Piraten, in mehrere Landesparlamente einzuziehen. Durch ihren Fokus auf die Freiheit im Netz und ihren Kampf gegen eine staatliche Regulierung dieser Sphäre trifft sie den Nerv vor allem der jüngeren Generation.
 

Dr. Borgstedt begann mit einer interessanten Zusammenfassung über den gesellschaftlichen Wandel von den 50er Jahren bis heute. In den 50er und 60er Jahren galten vor allem Pflicht und Status, bzw. Besitz als akzeptierte Grundwerte, in den 70ern dann die Selbstverwirklichung und der „Faktor Spaß“ in den 80ern. Zu Beginn des neuen Jahrtausends hätten sich Werte durch die rasante technologische Entwicklung ergänzt und erweitert, ohne die alten jedoch komplett zu ersetzen. Heute stünden Multifunktionalität, Flexibilität und Adaptivität ganz oben auf der Prioritätenliste. Mittlerweile gelte der Zugang zum Internet und die damit verbundene soziale Teilhabe als anerkanntes Grundbedürfnis. Beispiel dafür: Ein Haushalt ohne Internetzugang gelte heute bereits offiziell als Armutskriterium. Die digitale Teilhabe an der Gesellschaft sei also Voraussetzung für die soziale Teilhabe.

 

Bei der anschließenden Diskussion wurde dann plastisch erlebbar, was Dr. Borgstedt vorher erläutert hatte - die Unterschiede zwischen den „Digital Natives“, die mit Wikis, Blogs und Social Networks aufgewachsen sind und denjenigen, die sich erst im Erwachsenenalter damit befassten, bzw. das Internet nach wie vor komplett meiden. Es scheint eine Kluft zu entstehen zwischen den Generationen, die nicht zuletzt von der unterschiedlichen Nutzung von Informationsquellen herrührt und oft als Glaubensfrage gehandelt wird.

 

Die Meinungen dazu waren bei den rund 80 Gästen erwartungsgemäß konträr und es wurde aus verschiedenen Sichtweisen diskutiert. Es bleibt abzuwarten, wie sich die beschriebenen Tendenzen und ihre Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft weiterentwickeln und ausdifferenzieren. Wird es eine Angleichung zwischen den verschiedenen Gruppen geben oder wird sich die Schere weiter öffnen und welche Effekte wird dies haben? Es bleibt also spannend, denn die Antwort darauf kann wiederum nur der weitere gesellschaftliche Wandel geben.

 

Veranstalter und Initiatoren der Klosterdebatte sind  die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, das Geistliche Zentrum Klosterkirche Lobenfeld, Kontext Kommunikation und Katharina Schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.

 

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03.09.2012 "Fluch der Politik – Alles Piraten oder fertigmachen zum Ändern?"

Silke Borgstedt kommt zur 4. Abschlag-Auflage ohne Augenklappe

Heidelberg, Lobbach, 27.08.2012. Sie wird ohne Augenklappe, vielmehr mit dem klaren Blick einer Sozialforscherin in Lobenfeld erwartet: Dr. Silke Borgstedt ist Impulsrednerin und prominenter Diskussionsgast, wenn es bei der 4. Auflage von "Abschlag, die Klosterdebatte" heißt: "Fluch der Politik – Alles Piraten oder fertigmachen zum Ändern?" Die Autorin der DIVSI-Milieu-Studie (Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet) kommt am 10. September 2012, um 19.30 Uhr, auf Einladung der Initiatoren, Evangelische Stiftung Pflege Schönau, Geistliches Zentrum Klosterkirche Lobenfeld, Kontext Kommunikation und Katharina Schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, in die Klosterkirche Lobenfeld.

In den vergangenen Jahren mehrten sich Anzeichen eines tiefgreifenden Wandels der politischen Kultur: Der Bürger hat immer weniger Vertrauen in die Politik, gleichzeitig ein neues Selbstbewusstsein ("Wutbürger"), das etwa durch das Internet und einhergehende Chancen gespeist wird. Die Piratenpartei repräsentiert die so in den Fokus gerückten Werte wie Mitbestimmung, Transparenz und Freiheit. Ist das ein kurzer Hype oder auf Dauer angelegt? Wird durch das Internet Partizipation tatsächlich für mehr Menschen möglich? Was kann und muss ein neuer Politikbegriff beinhalten und wie viel wollen die Bürger überhaupt mit gestalten? Dr. Borgstedt wird Antworten und Aspekte liefern. Die Expertin des Sinus-Instituts Heidelberg (Sinus-Milieus) ist Direktorin Sozialforschung am Standort Berlin und verantwortet die Trendforschung. Seit über 30 Jahren beobachtet Sinus hierbei, was Menschen bewegt und wie sie bewegt werden wollen. Die Moderation übernimmt Helge Thomas.


Interessenten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist kostenfrei. Bereits jetzt unter: www.facebook.com/abschlag. Um Anmeldung unter abschlag@kloster-lobenfeld.com oder telefonisch unter 06226.41558 wird gebeten.


"Abschlag, die Klosterdebatte", 10. September 2012, 19:30 Uhr in der Klosterkirche Lobenfeld, Klosterstraße 110, 74931 Lobbach.
 

28.08.2012 Nachhaltige Lebensräume für nützliche Sechsbeiner

Evangelische Stiftung Pflege Schönau und Evangelisches Kinder- und Jugendwerk Mosbach bauten gemeinsam mit Teilnehmern des Jugendsonntags Insektenhotels

Wie gehören Nachhaltigkeit und gebohrte Löcher in einem Holzscheit zusammen? Warum werkeln ein Förster und ein Bezirksjugendreferent an einer alten Holzschublade? Den Gästen des Jugendsonntags in Heidelberg erschloss sich der Zusammenhang schnell und sie konnten gleich noch mit eigenen Händen einen Beitrag zur Schaffung  eines nachhaltigen Lebensraums für Insekten leisten.

 

"Nachhaltig glauben-nachhaltig leben". So lautete das Motto des Jugendsonntags der Landeskirche. Was lag da für eine kirchliche Stiftung wie der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, die insgesamt 14.000 ha Wald und landwirtschaftliche Flächen besitzt, näher, als den Bogen zum ökologischen Aspekt der Nachhaltigkeit zu spannen? 

 

Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt ursprünglich ein forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann. Im übertragenen Sinne meint der Begriff der Nachhaltigkeit, dass auch in anderen Bereichen etwas andauern, bleiben, nachwirken oder haltbar sein kann oder soll - noch lange, nachdem es gebaut oder in Bewegung gesetzt wurde.

 

Beim Markt der Möglichkeiten zeigte Steffen Ellwanger, Förster bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) in Zusammenarbeit mit Uly Steinhilber-Schlegel, Bezirksjugendreferent  aus Mosbach, den Teilnehmern des Jugendsonntags, wie Nachhaltigkeit auch außerhalb des Waldes (er)lebbar und umsetzbar wird. Und das mitten in der Stadt zwischen Häusern, Autos und Touristen.
Ganz praktisch ging es dabei zur Sache. Aus  einfachen Materialien wie unbehandelten Holzschubladen, Kiefernzapfen, Stroh, Rinde und Draht bauten die Teilnehmer unter Anleitung der beiden Experten größere und kleinere, vielseitig einsetzbare  Insektenhotels. Das sind künstlich geschaffene Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten, die z.B. an den Ast eines Obstbaums gehängt werden können.
Ein Insektenhotel wurde beispielsweise von einer Jugendgruppe aus Buchen im Odenwald gebaut und findet seinen Platz nun im Nordbadischen. Es gab auch ganz einfache Versionen des Insektenhotels, indem lediglich Löcher in ein Holzscheit gebohrt wurden.

 

Zahlreiche Jugendliche ließen sich inspirieren und packten kräftig mit an. Sie bauten  Insektenunterkünfte, um damit bei sich zu Hause einen Lebensraum für die wichtigen Sechsbeiner zu schaffen.
Mit einem Insektenhotel kann man nützlichen Insekten und den Pflanzen etwas Gutes tun. Indem man Wildbienen, Florfliegen und Co. ein geeignetes Quartier zur Verfügung stellt,  wird die Bestäubung von  Obstbäumen, Gräsern, Blumen und Kräutern gefördert und gleichzeitig Blattläuse und andere Schädlinge in Schach gehalten. Das gemeinsame Bauen großer oder kleiner Insektenpensionen fördert die praktischen Fähigkeiten der Teilnehmer und zeigt ihnen Möglichkeiten des aktiven Naturschutzes auf. Um nachhaltige Lebensräume für Insekten zu schaffen, braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen und entsprechend handeln.

 

Als Aufgabe zum Thema „Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft“ machten sich die Teilnehmer eines Workshops mit Stift und Fragebogen bewaffnet auf die Socken, um Passanten zu diesem Thema zu befragen. Das Ergebnis der Interviews überraschte positiv: Fast allen Befragten war bewusst, dass der Wald in Deutschland nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaftet wird, d.h., es wird nur so viel geerntet, wie nachwächst.
Steffen Ellwanger konnte den Teilnehmern des Workshops bei der Auswertung der Antworten die Zusammenhänge im Wald und seiner Bewirtschaftung erläutern, so dass es viel Interessantes zu hören und lernen gab. 
Die Interviewergebnisse stellten sich die jugendlichen Teilnehmer zum Abschluss gegenseitig vor und erwarben sich dabei ganz nebenbei und aktiv wichtige Kompetenzen, wie sie im Bildungskonzept für Nachhaltige Entwicklung der UNO fest geschrieben sind: erlernen und anwenden, vorausschauend denken und handeln, interdisziplinäre Erkenntnisse gewinnen, gemeinsam mit anderen planen und handeln, die eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren können.

 

Nachhaltigkeit ist also mehr als nur „No nix verkomme lasse.“, wie es Ministerpräsident Kretschmann mal zusammengefasst hat. Nachhaltigkeit ist aktives Handeln und verantwortungsvoller Umgang mit dem Wald und der Natur, also Bewahrung der Schöpfung.
Dies war das Hauptziel dieser Aktion. Den jugendlichen Teilnehmern sollte nicht nur der Begriff der Nachhaltigkeit und seine verschiedenen Aspekte näher gebracht werden, sondern sie sollten auch verstehen, dass viel mehr dahinter steckt. Zur Nachhaltigkeit gehört es auch, oder besonders, Verantwortung zu übernehmen.

 

Nachhaltiges Handeln besteht u.a. aus Sach-, Sozial- und Selbstkompetenzen, die sich nicht nur junge Menschen aneignen sollten. Mit ihrem waldpädagogischen Angebot, vor allem an Gruppen aus dem kirchlichen und schulischen Umfeld trägt die Evangelische Stiftung Pflege Schönau aktiv ihren Teil dazu bei.

27.07.2012 Die Michelherd ist ein Stück Zeitgeschichte

Exkursion in die Mosbacher Michelherd bis zum Roberner See

Eine Exkursion des Odenwaldklubs mit dem Geschichts- und Museumsverein Mosbach führte 11 Teilnehmer in die Mosbacher Michelherd. Unter fachkundiger Führung von Werner Kramer, dem Vorsitzenden des Odenwaldklubs Mosbach, besichtigte die Gruppe verschiedene historische Sehenswürdigkeiten und Kleindenkmale.

Neben Mosbachs Oberbürgermeister Michael Jann nahmen unter anderem der Leiter der Forstbetriebsleitung Schwarzach, Forstdirektor Dietmar Hellmann und Frank Philipp, Leiter des Forstbetriebs der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS), sowie die Revierleiter Harald Hannich und Robin Frank (ESPS), in deren Reviere die Exkursion stattfand, teil.

 

Besichtigungspunkte waren historische Grenzsteine zu den umliegenden Gemarkungen wie Weisbach, Lohrbach oder Robern und ihre Geschichten und Mythen. Werner Kramer, Forstdirektor a.D., wusste viel aus der Vergangenheit, vom Wald im Allgemeinen und vom Wald rund um die Michelherd im Speziellen zu berichten. Außerdem besichtigten die Teilnehmer historische Brückenbauwerke, einen neuzeitlichen Bildstock, Holzapfelbäume, sowie eine mächtige “Mauer“ im Seebachtal, die evtl. als Zufluchtsort bei Kriegen gedient haben könnte.

Die Michelherd ist ein bewaldeter Höhenzug, der zu den südlichen Ausläufern des Odenwalds gehört. Der größte Teil des Distrikts „Die Michelherd“ auf Gemarkung Mosbach gehört zum Forstrevier der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS), einer kirchlichen Immobilienverwaltung mit Sitz in Heidelberg. Der Distrikt reicht bis hoch in den Odenwald zum Naturschutzgebiet „Roberner See“ und wird aufgrund der Lage primär als Naherholungsgebiet genutzt.

Der Roberner See mit dem dort mittlerweile wieder sesshaften Biber stand als letzter Punkt auf dem Programm. Revierleiter Robin Frank von der ESPS zeigte den interessierten Teilnehmern Staudämme und frische Nagestellen des Bibers. Als scheuen Zeitgenossen bekamen die Exkursions-Teilnehmer ihn leider nicht persönlich zu Gesicht, konnten aber sein Wirken und seine mächtigen Dämme bestaunen.

Mit dieser Veranstaltung des Geschichts- und Museumsvereins Mosbach wurde einmal mehr die Bedeutung solcher Exkursionen deutlich, bei denen historisches Wissen über Zeugnisse unserer lokalen Geschichte vermittelt und weitergegeben wird, das ansonsten im Laufe der Jahre leicht in Vergessenheit gerät.

 

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22.06.2012 Architekturpreis für Waldkapelle Neckarzimmern

Die Waldkapelle Neckarzimmern ist mit einem Architekturpreis ausgezeichnet worden. Die Kapelle, für deren Bau die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) das Bauholz spendetet, erhielt den „Sonderpreis Naturparke“ des Landesministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Die Preisverleihung fand am Freitag in Stuttgart statt.

Bei dem Wettbewerb „Holzbaupreis Baden-Württemberg“ werden seit 2003 alle drei Jahre herausragende Bauten ausgezeichnet, die vorwiegend aus Holz bestehen. Der Sonderpreis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Die Waldkapelle der Evangelischen Tagungsstätte in Neckarzimmern wurde 2011 in fünf Monaten als Selbstbauprojekt der Evangelischen Jugend in Baden errichtet. Der Holzbau nach einem Entwurf des Heidelberger Architekturbüros ap88 bietet bis zu 60 Personen Platz, ist acht Meter hoch und 13 Meter lang.

„Es freut mich sehr, dass wir dieses herausragende Projekt unterstützen konnten und ich bin sehr beeindruckt vom tatkräftigen Zupacken aller Beteiligten. Vor allem von den Jugendlichen, die sich beim Bau dieser Kapelle eingebracht haben. Ich hoffe sehr, dass dieses Beispiel solidarischen Schaffens Vorbild und Ansporn sein kann für andere Projekte, die nur durch gemeinsames Anpacken zu realisieren sind.“, so Ingo Strugalla, Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau.
„Lebendiges Holz für lebendige Projekte“ lautet denn auch die Inschrift auf einer Gedenktafel, die künftig im Eingangsbereich der Kapelle auf die Rolle der Stiftung, ohne deren Spende die Kapelle nicht hätte gebaut  werden können, erinnern wird.

 

Foto: Patrick Lubs, ap88

04.06.2012 Zum "ganzheitlichen" Lernen ab in den Wald

Evangelische Stiftung Pflege Schönau lud Konfirmanden zum Waldtag ein

„Wie funktionieren eigentlich die  Zusammenhänge im Wald und wie nutzen wir Menschen diesen Naturraum?“ Diese Frage stellten sich 30 Konfirmanden bei zwei Walderlebnistagen der Evangelischen Stiftsgemeinde, der Christusgemeinde und der Kirchengemeinden in der Waldstadt und Neckarburken in Kooperation mit der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Die kirchliche Stiftung mit insgesamt rund 7.500 ha Wald hatte die Konfirmanden in ihr Forstrevier Laudenberg eingeladen.

Die Konfirmanden staunten nicht schlecht, welche Aufgaben Förster Steffen Ellwanger ihnen dort stellte. „Wie kommt ihr alle auf die andere Seite?“ fragte er beispielsweise, als sie mitten im Wald auf ein zwischen Bäumen gespanntes überdimensionales Spinnennetz trafen.

 

Gemeinsam musste von den Konfirmanden eine Strategie gefunden und die Aufgabe als Gruppe gelöst werden. Dabei erfuhren die Teilnehmer hautnah, was Teamarbeit bedeutet. Dann erhielten die Konfirmanden die Aufgabe, in Kleingruppen Szenen oder Bauwerke zu entwerfen, mit denen die Funktionen des Waldes, nämlich die Nutz-, Schutz und Erholungsfunktion, die oftmals auch im Konflikt zueinander stehen, dargestellt werden. Dabei zeigten die einzelnen Gruppen viel Kreativität und auch schauspielerisches Talent.
Sehr interessiert zeigten sich die Jugendlichen auch, als Ellwanger sie in einem Spiel in Bäume „verwandelte“ und ihnen erklärte, nach welchen Kriterien Förster bei einer Durchforstung die Bäume bewerten.
Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen machten sich die Jugendlichen nach einer kleinen Stärkung wieder auf den Heimweg.

 

Bei der Auswahl aller Spiele und Aktionen achtet Förster Steffen Ellwanger auf die Umsetzung der Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dieser Begriff aus der Umweltbildung wurde nach dem Umweltgipfel 1992 in Rio de Janeiro geprägt, um vor allem junge Menschen fit zu machen, die globalen ökologischen und sozialen Probleme zu verstehen und Lösungsansätze zu finden.

 

Der außerschulischen Umweltbildung kommt in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung zu. Viele Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene erleben Natur, Landschaft und Wald  nicht mehr als Selbstverständlichkeit. Dies gilt vor allem für die Verdichtungsräume.  Ganzheitliches Lernen und Verstehen wird im Lebensraum Wald über direkte Naturbegegnung und Sensibilisierung aller Sinne ermöglicht. Wald soll erlebbar und begreifbar werden. Dies kann vor allem spielerisch erreicht werden. Einzeln und in Gruppen durchgeführte Waldaktivitäten, kreative und meditative Erlebnismöglichkeiten regen zum selbsttätigen Handeln im Wald an. Persönliche Beziehungen und direktes Erleben sind wichtig. Begreifen ist im wörtlichen Sinne gemeint. Der Wald soll mit den Händen greifbar und sinnlich spürbar werden.

 

Mit diesen Walderlebnisaktionen, die nur einen Teil des waldpädagogischen Programms der ESPS darstellen, will die Stiftung zielgruppengerechtes, aktuelles und fachlich ausgewogenes Wissen vermitteln. Waldpädagogik schafft Bewusstsein für die Belange von Wald und Forstwirtschaft. Waldbewirtschaftung dient dabei als Nachhaltigkeitsmodell, das ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Aspekte beinhaltet und berücksichtigt.

 

Weitere Informationenzu unserem waldpädagogischen Angebot finden Sie unter Waldpädagogik.
 

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26.05.2012 Die Kaufleute kehren in die Kirche zurück

Im "Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer" ringen Führungskräfte um die Themen der  Zukunft

Die evangelische Kirche will ihre ehrbaren Kaufleute wiederhaben. "Unternehmer und Selbständige bildeten früher  den Kern unserer Kirche, heute trifft  man sie kaum noch in einem Gremium", beobachtet Ingo Strugalla, der Chef der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau. Für die Kirche, findet Strugalla, ist das  Verschwinden der Betriebswirte ein Riesenverlust. Aber auch den Führungskräften fehlt etwas, wenn sie sich der Kirche entfremden.

Die Anbindung an die protestantische Ethik beispielsweise. Oder die seelsorgerische Betreuung. Weshalb Ingo Strugalla - er führt immerhin eine der fünfzehn größten Stiftungen Deutschlands - ein eigenes Forum für protestantische Führungskräfte etablieren will: den "Arbeitskreis Evangelischer  Unternehmer". 

 

Das Zauberwort heißt Wirtschaftsethik. Sie ist eines der wichtigsten Themen der Zukunft. Und eines der schwierigsten. "Ressourcenverwendung. Energie, Ernährung, Gentechnik. Transparenz. Nachhaltigkeit - all diese Fragen  muss ein Unternehmen künftig in seine  Entscheidungen einbeziehen", erklärt  Ingo Strugalla. Dabei reicht es längst  nicht mehr, den Weg der geringsten Kosten  zu suchen, Es gilt auch, das Prestige  der Firma im Auge zu behalten. Ein ramponiertes Image aufzupolieren dauert  Jahre und verschlingt Millionen. "Compliance" nennt die Betriebswirtschaft die SeIbstverpflichtung eines Unternehmens, bestimmte ethische Regeln einzuhalten. 

 

Das klingt einfacher als es ist. Die  Sonnenenergie zum Beispiel ist eine gesellschaftlich hoch angesehene Form der  Energiegewinnung. Damit kann man als  Unternehmen ordentlich Imagepunkte  sammeln. Allerdings werden zur Herstellung von Solarstrom große Mengen der  sogenannten "Seltenen Erden" benötigt  Diese Metalle bauen Arbeiter in der Dritten Welt ab, zum Teil unter hoch gesundheitsschädlichen Bedingungen. "Kann ein Unternehmen also guten Gewissens auf Sonnenenergie setzen?", fragt  Stiftungs-Chef Strugalla. Als Geschäftsführer  einer kirchlichen Stiftung,  die "große Summen bewegt" muss er noch  vorsichtiger investieren als privatwirtwirtschaftliche Unternehmen. "Für die  Evangelische Stiftung Pflege Schönau ist  Compliance ein Riesenthema."

 

Für die BASF auch. "Schützt Compliance  vor Reputationsverlust?"„ Diese  Frage beantwortete Helmut Rödder, Chief Compliance Officer des Ludwigshafener Chemieunternehmens beim letzten Treffen der "Arbeitsgemeinschaft Evangelischer  Unternehmer" (AEU), "Es war ein  authentischer Vortrag, dem eine lebhafte  Diskussion folgte", berichtet Ingo Strugalla. "Es tut gut, wenn man weiß. wie andere  Unternehmen unterwegs sind."
600 Mitglieder hat der AEU bundeseit. Die regionale Arbeitsgruppe "Metropolregion Rhein-Neckar-Pfalz" hat  sich vor zwei Jahren konstituiert. Die  evangeIischen Führungskräfte der Kurpfalz treffen sich drei Mal im Jahr zu  Vortrags- oder Kaminabenden. "Das Durchschnittsalter liegt momentan bei 58 Jahren; jüngere Führungskräfte sind hoch willkommen", wirbt Ingo StrugaIIa. 

 

Und wie profitiert die Evangelische  Kirche von der Manager-Initiative? Auf  diese Frage reagiert Ingo Strugalla sehr nachdenklich. In ihm hat sich in den letzten Jahren der Eindruck verfestigt, dass die Kirche "Berührungsängste mit den Unternehmern" habe. Als wolle man dem  "bösen" Kapital lieber nicht zu nahe  kommen. "Kennt die Kirche ihre größten  Steuerzahler überhaupt?", fragt der Pflege-Chef provokant. 

 

Diese Fremdheit will der AEU aufbrechen durch eine enge Verzahnung von  Evangelischen Unternehmern, Landeskirche und Oberkirchenrat. Professor Traugott Schächtele, der Prälat von  Nordbaden, soll diese Mittlerrolle übernehmen. Und dabei gleichzeitig in die Rolle des "Unternehmer-Seelsorgers" hineinwachsen. "Führungskräfte fühlen sich oft allein", weiß Ingo Strugalla. "Sie haben ein großes Bedürfnis nach seelsorgerischer Betreuung." Gut, wenn man  den Seelsorger schon kennt. Dann bittet es sich leichter um Hilfe.

 

Autorin: Diana Deutsch in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 26./27./28. Mai 2012

Foto: Philipp Rothe


 

24.05.2012 Auf den Spuren der Mönche durch den Klosterwald

Förster der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau führten Wanderer durch den Wald bei Michelbuch und Schönau

"Auf den Spuren der Mönche" war das Motto einer Wanderung durch den Wald des ehemaligen Zisterzienserklosters in  Schönau im Odenwald, die kürzlich von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) veranstaltet wurde. Der Wald wird seit 1560 bis heute von der ESPS als Rechtsnachfolgerin des Klosters verwaltet und bewirtschaftet. 40 interessierte Wanderer, die mehr über den ehemaligen Klosterwald und seine Bewirtschaftung früher und heute erfahren wollten, waren der Einladung der "Pflege Schönau", wie die Stiftung auch heute noch im Volksmund genannt wird, gefolgt.

Hans-Peter Nelius und Steffen Ellwanger, beide Förster bei der ESPS, führten die Gruppe über das Gewann "Vogelherd"  zum "Schaubild", einem alten Bildstock an der Hessischen Landesgrenze und dann weiter nach Michelbuch und über den Buchwald wieder zurück nach Schönau.

Unterwegs erklärten und erläuterten sie an ausgewählten Stationen Aspekte sowohl der modernen, als auch der historischen Waldbewirtschaftung. Beispielsweise  die Nutzung der Eiche als Rohstofflieferant für die Gerbsäure durch die ehemals in Schönau ansässige Firma Freudenberg.

In Michelbuch zeigte Förster Nelius die Probleme der heutigen Forstbewirtschaftung auf. Dort wurden durch die trockenen Sommer der letzten Jahre große Fichtenbestände vom Borkenkäfer zerstört. Neben der auf großer Fläche vorkommenden Buchen-Naturverjüngung werden auf diesen Flächen Douglasien gepflanzt. Douglasien deshalb, weil diese  mit den sich verändernden Klimaverhältnissen besser zurecht kommen .

Außerdem birgt der Wald in Michelbuch und Schönau auch sehr viele kulturelle Geschichten und Geheimnisse, die Hans Rüger vom Heimatverein Alt-Schönau den Teilnehmern näher brachte. Mit kurzweiligen Anekdoten und Geschichten erläuterte er die Hintergründe vieler Gewannnamen. Der durchwanderte Distrikt "Vogelherd" erhielt beispielsweise seinen Namen zu Zeiten, als in diesem Bereich die Vogelfänger ihre Netze spannten.

Rüger berichtete ebenfalls über seine Forschungen  zu den alten Grenzsteinen, die entlang des ehemaligen Besitzes der Mönche aufgestellt wurden. Die verschiedenen Inschriften und Zeichen der Steine sind zum Teil bis heute gut erkennbar. Die Wanderer waren tief beeindruckt von diesen historischen Zeitzeugen.

Nicht nur den topografischen, sondern auch kulinarischen Höhepunkt erlebten die Wanderer am Forsthaus Michelbuch, wo ein zünftiger Imbiss mit Wildschweinwurst vorbereitet war.
"Solch eine Tour haben wir noch nicht erlebt." schwärmte eine Wanderin am Ende der rund 15 Kilometer langen Wanderung.

Eine weitere Waldführung bietet die Evangelische Stiftung Pflege Schönau am 09. September 2012 in Michelbuch an. Nähere Infos finden Sie unter "Waldpädagogik".

 

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23.05.2012 "Erneuerbare Energien müssen sexy werden"

Dr. Franz Alt bei "Abschlag. Die Klosterdebatte" in der Klosterkirche Lobenfeld

Auf allen Dächern, sogar auf beiden Kirchen, sind Photovoltaikanlagen installiert, fangen die Sonnenenergie ein. Jeder Haushalt produziert damit seinen eigenen Strom, denn den bekommt er von der Sonne - ohne Rechnung. Die Lobenfelder haben sich in einer Stromgenossenschaft zusammengetan und erzielen zusätzliche Gewinne. Diese Vision von Dr. Franz Alt sollte und darf seiner Überzeugung nach keine Vision bleiben, wenn Deutschland die Energiewende schaffen will.  "Schönau im Schwarzwald liefert schon Strom, warum nicht auch Lobenfeld?" So argumentierte der bekannte Buchautor und Fernsehjournalist bei der dritten Veranstaltung von "Abschlag. Die Klosterdebatte" in der Klosterkirche in Lobenfeld.

Aber wie stark ist das Netzwerk für die Wende? Für ein engmaschiges Informationsnetz sorgt der 73jährige selbst.  Er ist "Feuer und Flamme" für eine rasche Energiewende, reist als moderner "Sonnenanbeter" um den Globus. Spricht mit Persönlichkeiten, mahnt richtiges Handeln in der Umweltpolitik an und rüttelt die Menschen auf: "Die Energiewende ist eine Frage der Gesellschaft!"
Bei der Klosterdebatte begrüßte er keine großen Politiker, wie einst in der Sendung "Report". Aber ein wissbegieriges Publikum aus der Region. 

 

Die Konzepte für die Nutzung von erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Erdwärme und solarem Wasserstoff seien ja vorhanden, so Alt. Es fehle lediglich an der Umsetzung, diese flächendeckend einzusetzen und ökologisch und ökonomisch zu nutzen. "Die Sonne ist ein Himmelsgeschenk, sie schickt uns täglich 15.000 Mal mehr Energie, als alle Menschen auf der Erde brauchen. Wenn wir dies nicht nutzen, dann sind wir nicht der homo sapiens, sondern der homo Dummkopf!", bekräftigte er. Alt will Lust auf die solare Zukunft machen: "Die erneuerbaren Energien müssen sexy werden", provozierte er. Nur dann schauten die Menschen nicht mehr nur nach dem eigenen Geldbeutel, sondern dächten an ein sinnvolles Vermächtnis an nachkommende Generationen.

 

Auch den Ausbau neuer Netze würde es nicht brauchen, denn jeder hätte sein kleines Kraftwerk auf dem Dach. "„Wir brauchen keine Vernetzung für Stromlieferungen von der Nordsee, Strom produzieren wir im Südwesten mit Wind und Sonne genug, also aus der Region für die Region", begründete der Baden-Badener. Doch geht das in der Praxis nicht einfach. "Ich bin über 70 Jahre alt und wollte eine Photovoltaikanlage aufs Dach bringen, damals hätte sie 25.000 Euro gekostet, ich erhielt die Auskunft, das würde sich für mein älteres Haus nicht lohnen", kritisierte ein Podiumsgast. Heute, so Alt, läge die Anschaffung bei circa 10.000 Euro für Photovoltaik, was  sich nach wenigen Jahren sich amortisiert hätte. Die Politik müsse aber finanzielle Anreize schaffen.

 

Moderator Helge Thomas heizte die Klosterdebatte an. Individuelle Fragen der Finanzierung, Subventionen ja oder nein, Stromanbieterwechsel auf Öko,  Bürgersolaranlagen bewegten. Franz Alt gab praktische Hinweise z. B. auf Klimaberatungsstellen und auf das kompetente Handwerk, an das man sich wenden solle.

 

Das Format "Abschlag. Die Klosterdebatte", initiiert von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, Geistliches Zentrum Klosterkirche Lobenfeld, Kontext Kommunikation und Katharina Schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit kommt an. Pfarrerin Dr. Sabine Bayreuther freute sich über das große Interesse: "In Ihrem Impulsvortrag und der Debatte haben wir wichtige Informationen bekommen, dafür überreichen wir einen Badischen Wein, der hat ohnehin die Sonne in sich", dankte sie Franz Alt.

Text: Jutta Trilsbach, Eschelbronn


 

02.05.2012 "Alles eine Frage der Energie…"

Franz Alt ist bei 3. Abschlag-Auflage auf der Sonnenseite

Er ist Handlungsreisender der Sonne und macht in Lobenfeld Halt: Dr. Franz Alt übernimmt den Part als Impulsredner und prominenter Diskussionsgast, wenn es bei der 3. Auflage von "Abschlag, die Klosterdebatte" heißt: "Alles eine Frage der Energie – wie stark ist das Netzwerk für die Wende?"

Der Autor des Weltbestsellers "Die Sonne schickt uns keine Rechnung" kommt am 21. Mai 2012, um 19.30 Uhr, auf Einladung der Initiatoren, Evangelische Stiftung Pflege Schönau, Geistliches Zentrum Klosterkirche Lobenfeld, Kontext Kommunikation und Katharina Schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, in die Klosterkirche Lobenfeld.
 

Großzügig schickt die Sonne täglich 15.000 mal mehr Energie als die Menschen weltweit an einem Tag verbrauchen. Für Franz Alt sind Sonnenlicht, Wind, Wasser, Biomasse, Erdwärme und solarer Wasserstoff die umweltfreundlichen Energiequellen der Zukunft. Auf Atomkraft, Erdöl, Kohle und Erdgas könne der Mensch verzichten, sagt der Journalist, der 20 Jahre lang das Politmagazin Report im Fernsehen moderierte. Der 73-Jährige schlägt eine solare Energiepolitik vor, die nicht nur das Weltklima rettet, sondern auch neue Arbeitsplätze schafft und für eine neue Art von Mobilität sorgt. Den deutschen Atomausstieg nennt Alt "halbherzig". "Bis zu einer wirklichen Energiewende liegt noch viel Arbeit vor uns", kommentierte der vielfach preisgekrönte Baden-Badener auf seiner ebenfalls ausgezeichneten Homepage sonnenseite.com. Nach dem Vortrag ist das Publikum eingeladen, eigene Vorstellungen zum Thema zu äußern und mit Franz Alt in die Diskussion einzusteigen. Durch den "Abschlag" eines diskussionsfreudigen Teilnehmers kann der nächste Interessent opponieren, diskutieren und Fragen stellen. Die Moderation übernimmt Helge Thomas.
 

Interessenten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist kostenfrei. Bereits jetzt unter: www.facebook.com/abschlag. Eine Anmeldung unter abschlag@kloster-lobenfeld.com oder telefonisch unter 06226.41558 wird vorausgesetzt.


"Abschlag, die Klosterdebatte", 21. Mai 2012, 19:30 Uhr in der Klosterkirche Lobenfeld, Klosterstraße 110, 74931 Lobbach.
 

12.04.2012 In Schönau entsteht ein neuer Edeka-Markt

Vermieter ist die ESPS

Ein neuer, moderner Edeka-Markt entsteht in Schönau (Rhein-Neckar-Kreis). Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am Dienstag, 10.04.2012, der Baubeginn des Objektes in der Greiner Straße gefeiert. Die Eröffnung des Marktes, der von dem selbstständigen Edeka-Kaufmann Oliver Arlt geführt wird, ist im vierten Quartal 2012 geplant.

Der Markt erhält eine Verkaufsfläche von rund 1.200 Quadratmetern und eine Nutzfläche von rund 1.750 Quadratmetern. 85 Parkplätze stehen den Kunden für einen komfortablen Einkauf zur Verfügung. Rund 35 Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit werden entstehen. Der neue Edeka-Markt bietet den Bewohnern von Schönau eine vollständige wohnortnahe Lebensmittel-Versorgung.

Bauherr des Marktes ist die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, eine kirchliche Stiftung mit Sitz in Heidelberg, die Grundstück und Markt an Edeka vermietet.

Bürgermeister Marcus Zeitler, Architektin Nadin Lorber aus Oberkirch, Ingo Strugalla, Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau und weitere Gäste waren zum Spatenstich gekommen. EDEKA freut sich sehr, dass hier ein moderner Edeka-Markt mit großem Sortiment, Fischtheke, Fleisch- und Wurstabteilung sowie Käsetheke und vielem mehr für die Kunden errichtet wird. Rund 14.000 Artikel werden dann zur Auswahl stehen. Edeka-Spezialisten begleiten und betreuen den Aufbau der zukunftsorientierten Einkaufsstätte.

 

Charakteristisch für den neuen Edeka-Markt ist neben dem umfangreichen und regionalen Sortiment sowie den attraktiven Frischeabteilungen auch die separate Backwarentheke der Bäckerei K&U im Eingangsbereich. Fachkundige Bedienung und Beratung gehören in allen Abteilungen zum Kundenservice.

 

Ein Edeka-Markt im Ort schafft attraktive und sichere Arbeitsplätze und hat eine positive wirtschaftliche Ausstrahlung. EDEKA bedankt sich sehr herzlich bei Herrn Bürgermeister Zeitler, dem Gemeinderat und der Verwaltung für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, sowie bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau und dem Architekturbüro Müller + Huber aus Oberkirch für ihr Engagement.
 

10.04.2012 Waldbewirtschaftung zu Zeiten des Klosters Schönau und heute

Evangelische Stiftung Pflege Schönau veranstaltet geführte Wanderung durch ihren Wald bei Michelbuch und Schönau

Wer auf den Spuren der Mönche des ehemaligen Klosters Schönau bei Heidelberg wandeln möchte, ist bei der geführten Wanderung der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) genau richtig. Am Sonntag, dem 22. April 2012 um 13:30 Uhr führt Steffen Ellwanger, Förster bei der "Pflege", wie die ESPS noch heute im Volksmund genannt wird, interessierte Wanderer durch den ehemaligen Klosterwald und erzählt interessante Geschichten über und aus dem Wald.

Die Wanderstrecke ist ca. 15km lang. An verschiedenen Stationen erklären Förster der ESPS, wie der Wald heute bewirtschaftet wird, wie sich die Waldbewirtschaftung in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat und was Nachhaltigkeit in der modernen Forstwirtschaft bedeutet. Außerdem können die Teilnehmer erleben und nachvollziehen, was zu Zeiten der Mönche im Wald passiert ist und erfahren, wo das kleinste Dorf Deutschlands liegt.

 

Die Wanderung beginnt um 13:30 Uhr auf dem Schönauer Marktplatz und endet wieder dort gegen 18:30 Uhr. Im ersten Teil der Wanderung geht es fast ausschließlich bergauf, die Teilnehmer überwinden dabei rund 200 Höhenmeter. Nach dem flachen Mittelstück über die Michelbucher Hochebene geht es wieder hinunter ins Tal nach Schönau. Unterwegs gibt es einen kleinen Imbiss zur  Stärkung.

 

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Deshalb ist es notwendig, dass Sie sich bei der Forstabteilung der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, Tel: 06261/9248-0 anmelden.

 

Bereits vor 450 Jahren, als die "Pflege" gegründet wurde, war der Wald wie auch heute noch ein wichtiger Teil ihrer Besitztümer. Die Waldfläche ist in den letzten Jahrhunderten auf rund 7.500 Hektar angewachsen. Heute ist die ESPS größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Durch die Aufteilung auf verschiedene Naturräume bietet der "Pflegwald" ein breites Spektrum an unterschiedlichen Waldgesellschaften, abwechslungs-reichen Waldbildern und vielfältigen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Die ESPS bewirtschaftet ihren Wald mit einem eigenen Forstbetrieb.

 

 

Download Wanderstrecke (pdf)

 

06.02.2012 Mit ESPS-Holz modern gestaltet: Waldkapelle Neckarzimmern

Was man mit Holz doch Tolles bauen kann: Der Blick in den Innnenraum der neuen Waldkapelle in Neckarzimmern bei Mosbach gibt ein Beispiel dafür. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) spendete das Holz für die Kapelle, die als Selbstbauprojekt entstand. Die Kapelle dient vor allem den jugendlichen Gästen der Tagungsstätte der Evangelischen Jugend Baden zur Feier ihres Glaubens.

 

 

 

Foto: ap88, Patrick Lubs

Mehr Infos zur Kapelle finden Sie in unserem news-Archiv:

 

Feierliche Einweihung der Waldkapelle Neckarzimmern

 

oder auf der

 

Homepage der Evangelischen Jugend in Baden

 

 

05.01.2012 ESPS-Vorstand Strugalla im econo-Interview

Nachhaltige Investments, Erbpachtzinserhöhungen und den Fürbitten von Kapitalanlegern - Ingo Strugalla, Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS), stand Matthias Schmitt, Redakteur des Wirtschaftsmagazins econo Rhein-Neckar, Rede und Antwort.

Download des Interviews (pdf)

 

 

 

 

Quelle: econo Rhein-Neckar, Ausgabe Dezember 2011