EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 

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Neuigkeiten

04.12.2013 ESPS betreibt Waldwirtschaft auf hohem Niveau

Forstbetrieb erneut erfolgreich nach PEFC-Standards validiert

Bereits zum 4. Mal seit 1999 wurde der Forstbetrieb der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS)  erfolgreich nach den PEFC-Kriterien validiert. Ende November führte Auditor Niels Plusczyk im Auftrag der unabhängigen und international bekannten LGA-Intercert Gmbh die Zertifizierung durch. Dazu nahm er im Büro in Mosbach, Sitz der ESPS-Forstverwaltung, und in den nordbadischen Forstrevieren, die dieses Mal schwerpunktmäßig geprüft wurden, alles ganz genau unter die Lupe.
Zwei Tage lang stellten sich die Mitarbeiter den vielen und vielfältigen Fragen des Auditors. PEFC ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung "Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes" also ein "Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen".

Siftungswald im Neckar-Odenwald-Kreis bei Mosbach

Hauptthemen beim Audit waren z.B. die Höhe des Holzeinschlags pro Jahr, Beschaffungskriterien bei Jungpflanzen, Umgang mit Naturverjüngung, Baumartenwechsel im Wald der ESPS, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Unternehmereinsatz im Wald und nicht zuletzt Bejagungsmodelle, um angepasste Wildbestände gewährleisten zu können. Weitere wichtige Aspekte waren die Erhaltung der Schutzfunktion des Waldes und seine sozio-ökologische Bedeutung. D.h., dass der Waldbesitzer seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft annimmt und wahrnimmt. Diese Anforderung erfüllt die ESPS in besonderer Weise, indem sie  sich seit einigen Jahren sehr stark auf dem Gebiet der Waldpädagogik engagiert.

 

"Die Revalidierung ist wieder sehr gut gelaufen.", freut sich Frank Philipp, Leiter der Abteilung Forst bei der ESPS. "Die erfolgreiche Zertifizierung ist eine schöne Rückmeldung für uns und unsere Arbeit. Und sie ist eine Bestätigung des Weges, den wir bereits seit vielen Jahren eingeschlagen haben. Das positive Ergebnis ist gleichzeitig Ansporn für uns, das hohe Niveau der PEFC-Standards auch in Zukunft zu halten."

 

Ingo Strugalla, Vorstand der ESPS, ergänzt: "Aus unserer über 450jährigen Historie und dem kirchlichen Kontext heraus war es uns schon immer ein Anliegen, über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinaus aktiv an der „Bewahrung der Schöpfung“ mitzuwirken. Sei es im Bereich der Forstwirtschaft, wo wir bereits seit 1999 nach PEFC zertifiziert sind oder im Bereich der Stiftungsverwaltung, in der wir ebenfalls seit vielen Jahren erfolgreiches Umweltmanagement betreiben."

 

Auf der Homepage www.pefc.de  finden sich weitere Argumente für die Zertifizierung nach den PEFC-Standards: "Der Wald ist Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere und Menschen. Der Wald reguliert unser Klima und er ist auch Erholungsraum. Wir müssen unsere Wälder schützen und für nachfolgende Generationen bewahren. Das aber geht nur mit einer wirtschaftlichen und gleichzeitig umweltschonenden und sozial verträglichen Waldbewirtschaftung. Mit dem PEFC-Siegel kontrollieren, dokumentieren und verbessern wir diese Waldbewirtschaftung. PEFC ist ein transparentes und unabhängiges System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und damit ein weltweiter "Wald-TÜV"."

 

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12.11.2013 Neue Brunnenanlage mit Rastplatz wertet Wanderbahn Mosbach-Mudau weiter auf

Evangelische Stiftung Pflege Schönau baut Erholungseinrichtung an der ehemaligen Bahntrasse

Ein neuer Brunnen mit Bänken zum Rasten und Ruhen wertet die Wanderbahn zwischen Mosbach und Mudau weiter auf. Gebaut und finanziert wurde die Anlage von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) mit Sitz in Heidelberg.

Der Mudauer Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, sein Limbacher Amtskollege Bruno Stipp und Volker Filsinger, Förster bei der ESPS freuen sich über die Fertigstellung der Brunnenanlage zwischen Laudenberg und Langenelz

 
Förster Volker Filsinger, Bürgermeister Bruno Stipp und sein Amtskollege
Dr. Norbert Rippberger (v.l.n.r.) vor der neuen Brunnenanlage

"Der Brunnen ist eine weitere Aufwertung für die Wanderbahn", sind sich die beiden Bürgermeister einig. Die frühere Trasse der Schmalspurbahn von Mosbach nach Mudau ist nach Aufgabe und Abbau der Strecke seit dem Jahr 1980 eine beliebte Wander- und Radwegstrecke“, erläutert Bürgermeister Stipp. Sie ist heute eine der bedeutendsten Erholungseinrichtungen des Neckar-Odenwald-Kreises. Als wichtiger Teil des bekannten Main-Neckar-Radweges von Miltenberg am Main bis Mosbach, sowie des Odenwald-Madonnen-Radweges von Tauberbischofsheim nach Speyer wird sie sehr lebhaft genutzt. Seit Verbreitung der Elektrofahrräder, der sogenannten Pedelecs, die die Steigung vom Neckar auf die Odenwaldhöhen für Jedermann ermöglichen, boomt das Radfahren immer mehr. Und auch Inline-Skater haben die sanft ansteigende Strecke für sich entdeckt.

 

Der Brunnen, für den eine Quelle gefasst wurde, besteht aus Felsfindlingen, in die ein Rohr als Auslauf eingelassen wurde, einem Sandsteintrog und einer ebenfalls aus Sandstein gebildeten Rinne mit weiterführendem Bachlauf. Seitlich steht eine sogenannte „Zuwachsbank“, die sehr anschaulich zeigt, wie viel Holz in xy Sekunden im Wald der Stiftung nachwächst.

 

 Die "Zuwachsbank" der ESPS lädt zum Verweilen ein.

Eine historische Besonderheit ist zudem der teilbehauene Mühlstein, der vor dem Brunnen liegt. Er stammt aus dem Distrikt "Hirschberg" beim Limbacher Schützenhaus und wurde hierher transportiert. Von diesen Steinen gibt es in den hiesigen Wäldern noch einige weitere und die haben ihre ganz eigene Geschichte, weiß Odenwald-Kenner Fritz Kaufmann aus Eberbach. Früher verdienten sich die Bauern im kargen Odenwald häufig ein Zubrot mit dem Ausüben von weiteren Berufen, z.B. als Maurer oder Steinmetz. Sie verarbeiteten den qualitativ hochwertigen, da relativ harten Sandstein auf den Höhen des Odenwaldes an Ort und Stelle zu allerlei Exportartikeln wie Mühlsteinen, Türgewänden oder auch zu Särgen. Nach Fertigstellung transportierten Ochsenkarren sie dann zu ihren Bestimmungsorten in alle Himmelsrichtungen. Stellten sich allerdings während der Bearbeitung Fehler am Stein heraus, wurde er einfach liegengelassen und der nächste, passende Sandsteinfindling gesucht. Ein solcher Stein liegt nun beim Brunnen.

 

Auch das ist ein Stück Heimatgeschichte. Dokumentiert werden soll das auf einer Informationstafel, die bald bei der Brunnenanlage aufgestellt werden wird.

 

Auf dem Weg zwischen Mosbach und Mudau durchqueren die Wanderer und Radfahrer die weitläufigen Waldgebiete der Stiftung, die allein im Neckar-Odenwald-Kreis rund 2.500 ha Wald bewirtschaftet. Der zuständige Förster und Initiator des  Projektes, Volker Filsinger, erläutert den Grund zum Bau des Brunnens: "Unsere Motivation war es, einen Platz zu schaffen, an dem Wanderer und Radfahrer in Ruhe die herrliche Landschaft hier im Odenwald genießen können."
Die Stiftung stellt den Nutzen ihres Waldes ganz bewusst auch in den Dienst der Gesellschaft. Die ESPS, deren Stiftungszweck es ist, kirchliches Bauen und Pfarrstellen zu finanzieren, bewirtschaftet insgesamt 7.500 ha Wald und ist damit die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. "Der Erlös aus der Waldbewirtschaftung dient zum einen der Erfüllung unseres Stiftungszwecks. Zum anderen stellen wir uns durch den Erhalt und die Pflege des Waldes auch unserer sozialen Verantwortung." ergänzt Ingo Strugalla, Vorstand der ESPS. "Wir erhalten die Schutz- und Erholungsfunktion unseres Waldes für die Gesellschaft." Der Nutzen des Waldes für die Allgemeinheit ist der Erhalt dieses Ökosystems. Der Wald besitzt einen hohen Stellenwert für Ausgleich und Naherholung der Menschen in der Region. So folgt denn auch der Bau des Brunnens ganz logisch diesem Konzept.

 

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08.11.2013 "Martini" traditionell ein wichtiger Tag im Jahr

Zu diesem Datum werden Pachtzahlungen und Zinsen fällig

Den 11. November begehen wir Christen als „Martinstag“,  den Namenstag des Heiligen St. Martin. Der Legende nach teilte Martin von Tours als junger Soldat seinen Mantel mit einem Bettler.

Es ist Tradition, diesen Tag mit Bräuchen wie Laternen-Umzügen und Martinsgans-Essen zu begehen. Über den Ursprung der Martinsgans gibt es mehrere Überlieferungen. Zum Beispiel, dass sich Martin im Gänsestall versteckte. Wahrscheinlicher aber ist, dass die Martinsgans mit dem Bauern- und Kirchenjahr zu tun hat.

Martini war der traditionelle Tag des Zehnten, da der Zeitpunkt dem Anfang und Ende der natürlichen Bewirtschaftungs­periode entspricht. An Martini begannen und endeten Dienstverhältnisse, Zins- und Besoldungsfristen. Der Martinstag wurde deshalb früher auch Zinstag genannt.

 

Auch die Landpacht- und Erbbaurechtsverträge mit der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau beziehen sich, historisch bedingt, bis heute auf Martini als Anfangs- und Endtermin. Unsere Kunden bekommen rechtzeitig eine Erinnerung, dass zum 11. November die Pacht- und Erbbauzinszahlungen fällig werden.

 

25.10.2013 Ob Schlitten fahren, gute Luft oder Tiere: Der Wald hat viel zu bieten

Mit einem neuen Notizheft der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau erkunden Kinder die Natur

Die Sonne scheint, überall im Wald blinkt es rot von den Bäumen. Einen besseren ersten Auftritt hätten sich die "Waldnotizen" nicht wünschen können. Zehn Dritt- und Viertklässler der Landhausschule durften am Dienstag als erste – bewaffnet mit den kleinen Heftchen – den Heidelberger Stadtwald entdecken. Zwei Jahre haben sich die Waldpädagogen der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau immer wieder Gedanken gemacht, bis die "Waldnotizen" bereit waren für den ersten Einsatz.

"Wir wollten ein kindgerechtes Medium entwickeln, das Spaß macht und den Kindern den Wald auf spielerische Art näher bringt", erklärt Stiftungssprecherin Christine Flicker. Herausgekommen ist eine Mischung aus liebevoll illustriertem Bilderbuch, Baum-Steckbriefen und reichlich Platz für eigene Notizen, eher Tagebuch als Lehrheft. Die Idee dahinter: "Die Kinder sollen immer, wenn sie in den Wald gehen, ihre eigenen Beobachtungen festhalten können", so Flicker.

 

Und die sind oft überraschend. Simon etwa denkt ans Schlitten fahren: "Im Winter hätte man hier an dem Hang einen tollen Anschwung", überlegt er. Wald ist eben auch toben und spielen. "Das kommt bei der Waldpädagogik manchmal zu kurz", bemerkt Förster Steffen Ellwanger, Leiter des Projekts Waldpädagogik in der Stiftung.

 

Simon und die anderen Kinder kennen sich schon ein bisschen aus, sie sind alle in der Umweltgruppe der Landhausschule. Manche, wie Frederic, weil sie  wissen wollen, wie man Energie sparen  kann, "damit ich später nicht pleite bin",  andere, wie Nina, weil sie Tiere lieben. Jonathan wiederum mag besonders "die gute Luft im Wald, die brauchen wir ja auch  zum Leben". Seit mehr als 20 Jahren gibt  es die Umwelt-AG, erklärt Lehrerin Hanni Ehrhardt. Die Begeisterung der Kinder für Natur sei dabei ungebrochen. Ideale Tester für die "Waldnotizen" also.

 

Los geht es nahe des Ehrenfriedhofs. "Die sollen wirklich als Forscher alleine losgehen können", erklärt Ellwanger das Konzept. Schon sind die ersten Kinder zwischen Bäumen und Sträuchern verstreut. Jede Gruppe hat einen gemalten Baum in der Hand, zu dem möglichst viel Material des echten Gegenstücks hinzugefügt werden soll. Rinde abpausen, Samen einsammeln, Blätter untersuchen. Die Kinder sind kaum zu bremsen, ihre Ergebnisse stellt jede Gruppe am Ende im "Waldklassenzimmer" vor.

 

Christine Flicker verdeutlicht: "Es geht uns bei solchen Angeboten auch um die Bewahrung der Natur. Man kann nur schützen, was man auch kennt." Als größte körperschaftliche Waldbesitzerin im Land habe es sich die Stiftung Pflege Schönau daher zur Aufgabe gemacht, besonders den Kindern den Wald nahe zu bringen. An neuen Ideen mangelt es nicht. So will die Stiftung im nächsten Jahr mit einer eigenen "Waldolympiade" starten, die Landhausschule soll dann auch wieder mit dabei sein. Außerdem ist ein "Waldmobil" geplant, das mit Mikroskop und Material rund um das Thema Wald auch auf Großveranstaltungen unterwegs sein soll.

 

Text: Magdalena Schüßler

 

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung, Ausgabe vom 24.10.2013, www.rnz.de

 

01.10.2013 Klosterdebatte in Lobenfeld: "2x2 ist nicht nur 4 - wer hat die Lernschwäche: Unsere Kinder oder das Bildungssystem?"

Thema der 6. Klosterdebatte in Lobenfeld war das Thema "Lernschwäche" bei Kindern. Diplompädagogin Mechthild, in Supervision geschulte Pädagogin, vertrat den Standpunkt, dass "zwei mal zwei nicht nur vier" ist. Reinhard, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für systemische Pädagogik, erklärte: "Zwei mal zwei ist eben viel mehr als vier, wenn wir auf die Lernschwäche schauen. Darum brauchen wir vor allem mehr dreidimensionale Lösungen!"
Was sie damit meinte, erfuhren die Zuhörer im Laufe des Abends.

Referentin Mechthild Reinhard erklärt am Legen von Mikadostäben die Dreimensionalität, die man auch bei der Problemlösungsfindung von lernschwachen Kindern anwenden sollte.

Foto: Jutta Trilsbach, Eschelbronn

Reinhard plädierte für eine neue Methodik und Grundhaltung im Unterricht von lernschwachen Schülerinnen und Schülern. Klingt erst einmal einfach, ist aber doch ein schwieriger Prozess im Umgang zwischen Lehrern und Schülern sowie Eltern und Kindern, die sich etwa dem Unterricht oder den Hausaufgaben verweigern. In ihrem Impulsvortrag konnte Mechthild Reinhard viele neue Erkenntnisse aus ihren Erfahrungen im Umgang mit lernschwachen Kindern plausibel vermitteln. Dabei stellte sie die Frage, wer die Lernschwäche eigentlich habe, die Kinder oder das Bildungssystem. Die Mutter zweier Kinder ist in der Weiterbildung und Supervision für Kliniken, Beratungsstellen, Jugendämter und Schulen tätig. Aus ihrer Praxis in der systemischen Beratung von Familien mit Kindern mit Legasthenie, AD(H)S, Dyskalkulie (Rechenschwäche) sowie Schulverweigerung berichtete sie zunächst von vielen Beispielen, die bei den überwiegend aus pädagogischen Fachkräften bestehenden Zuhörern auf großes Interesse stießen.

 

Mit viel Gefühl und einem demütigen Blick auf die Kinder mit derlei Problemen, hat es die 54-jährige Lehrtherapeutin im Helm-Stierlin-Institut in Heidelberg geschafft, dass sich ihr diese Kinder auf ihre ganz besondere Weise öffnen. Mit der Ritalin-Verabreichung bei AD(H)S kann sie sich da nicht zufriedengeben. Ganz behutsam ginge sie in ihrer systemischen Beratung an die Frage, wer denn hier krank sei, das Bildungssystem, die Eltern oder das Kind.

 

Auf dem Podium fanden sich Lehrer und Eltern ein, die über eigene Erlebnisse mit Schülern oder ihren Kindern berichteten. Moderator Helge Thomas sorgte für eine lebendige, fachlich sehr spezifische Debatte für interessierte Podiumsgäste. Mit der Referentin, den Zuhörern und den Vertretern der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, mit Pfarrerin Dr. Sabine Bayreuther vom Geistlichen Zentrum Klosterkirche Lobenfeld, Kontext Kommunikation und Katharina Schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit wurde noch bei Sekt und Brezel lebhaft weiter diskutiert.

23.09.2013 Blick hinter die "ESPS"-Kulissen

Evangelische Stiftung Pflege Schönau veröffentlicht Geschäftsbericht 2012

Interessante Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) gewährt der Geschäftsbericht 2012, den die Stiftung soeben veröffentlicht hat. Die Bandbreite reicht von der Wiedereinweihung der Friedenskirche in Heidelberg-Handschuhsheim bis zum Neubau eines Edeka-Marktes in Schönau, von der täglichen Arbeit eines Försters im Wald bis zum Engagement der ESPS in Sachen Umweltschutz bei der Landeskirche.

Überwältigend positiv war die Resonanz auf den ersten Geschäftsbericht dieser Art im Jahr 2011 gewesen und folgerichtig wurde die Idee nun ausgebaut. Um Kunden, Geschäftspartnern und der interessierten Öffentlichkeit einen informativen Einblick in ihre Arbeit zu geben, wird nun jedes Jahr ein Tätigkeitsbereich der Stiftung näher beleuchtet. In diesem Jahr ist das der Forst mit einem Porträt des ESPS-Försters im Revier Schwarzwald.

 

Download des Geschäftsberichts 2012 der ESPS

16.09.2013 "2x2 ist nicht nur 4 - wer hat die Lernschwäche: Unsere Kinder oder das Bildungssystem?"

Mechthild Reinhard lernte viel dazu und kommt zu Abschlag 06

Sie wird mit dem Einmaleins der Systemischen Pädagogik in Lobenfeld erwartet, wenn sie für eine andere Methodik und Grundhaltung in der Unterrichtssituation plädiert: Mechthild Reinhard ist Impulsrednerin und prominenter Diskussionsgast, wenn es bei der 6. Auflage von "Abschlag, die Klosterdebatte" heißt:


"2x2 ist nicht nur 4 – wer hat die Lernschwäche: Unsere Kinder oder das Bildungssystem?"

Die Geschäftsführende Gesellschafterin des sysTelios Gesundheitszentrums Siedelsbrunn und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für systemische Pädagogik e. V. kommt am 23. September 2013, um 19.30 Uhr, auf Einladung der Initiatoren, Evangelische Stiftung Pflege Schönau, Geistliches Zentrum Klosterkirche Lobenfeld, Kontext Kommunikation und katharina schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, in die Klosterkirche Lobenfeld.

 

Die Diplom-Pädagogin Reinhard hat sich mit Phänomenen wie Legasthenie, Dyskalkulie, AD(H)S oder Schulverweigerung intensiv beschäftigt. Die Sichtweisen der Kinder und Jugendlichen haben die 54-Jährige nach eigener Aussage "demütiger" werden lassen. Mit der Ritalin-Gabe beim Symptombild AD(H)S zum Beispiel gibt sich die Lehrtherapeutin am Helm-Stierlin-Institut Heidelberg nicht zufrieden. Kurz: Die verheiratete, zweifache Mutter hat festgestellt, wie gesund die Kinder sind. Das wirft Fragen auf: Wer ist dann krank oder woran krankt was? Reinhard, in der Weiterbildung und Supervision für Kliniken, Beratungsstellen, Jugendämter und Schulen tätig, stellt Thesen auf, wonach Auftrag des Lehrenden und Rahmen des Lernens neu zu klären sind.

 

Die Moderation des Abends übernimmt Helge Thomas. Interessenten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist kostenfrei. "Geliked" unter: www.facebook.com/abschlag.

 

"Abschlag, die Klosterdebatte", 23. September 2013, 19.30 Uhr in der Klosterkirche Lobenfeld, Klosterstraße 110, 74931 Lobbach.

09.09.2013 Den Wald als Lebensraum entdecken

Kinder auf der Marienhütte machen mit bei Waldrallye der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau

Alexandra (8) und Laura (7) laufen glücklich Hand in Hand. Die beiden Mädchen hatten mit ihrer Gruppe beim Baumrätsel das beste Ergebnis. Bei dieser Station mussten sie Blätter und Früchte verschiedenen Baumarten zuordnen. Innerhalb weniger Minuten hatten sie alles richtig gelöst.

"Eine tolle Leistung für Erstklässler!" findet Steffen Ellwanger, Förster und Waldpädagoge bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Mit einer Waldrallye begeisterte er insgesamt 40 Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren bei der Kinderwelt Marienhütte.
 

Die Kinder verpacken ein Ei mit Materialien aus dem Wald,
damit es bei einem Fall aus 3 Metern Höhe nicht zerbricht

An insgesamt 12 Stationen wurden die Kinder spielerisch an das Thema Wald 
herangeführt. Zapfenweitwurf und das fallsichere Verpacken eines Eis mit Materialien
aus dem Wald gehörten ebenso zu den Aufgaben wie das Erkennen von Tierspuren
oder verschiedener Baumsamen. „Die Natur in den Alltag der Kinder und Jugendlichen
zu holen und ihr Interesse für den Wald als Lebensraum zu wecken ist Ziel unserer waldpädagogischen Arbeit“, erklärt Ellwanger.


Beim Blick in die Runde sieht man fröhliche Gesichter. Die Kinder machen begeistert mit. Lena (7), mit einem Pferd auf der Jacke und Marmelade um den Mund fand die Pirsch am schönsten, bei der man im Wald versteckte Tiere finden musste.


Die Kinderwelt Marienhütte oberhalb des Heidelberger Schlosses bietet jährlich eine vierwöchige Ferienfreizeit für Kinder von 5 bis 10 Jahren mit ganztägiger Betreuung an.

„Sich inspirieren lassen und selbst mitgestalten ist unser Motto!“ erläutert die pädagogische Leiterin Kerstin Bollwig das Konzept der Kinderwelt Marienhütte. Das Programm bietet eine bunte Mischung aus Ausflügen, Spielaktionen und einem vielseitigen Kreativ- und Bewegungsangebot. Die Kinder kommen aus allen Stadtteilen. Träger der Marienhütte ist das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche Heidelberg.

Erstmalig fand dieses Jahr eine Waldrallye statt. Die Idee entstand aus dem bereits vorhandenen Kontakt mit der ESPS. Dank einer Spende der Stiftung konnten vor zwei Jahren neue Spielgeräte auf dem Gelände angeschafft werden. Die Waldrallye wurde von den Kindern begeistert angenommen und wird vermutlich fester Bestandteil des Programms auf der Marienhütte werden.

Welcher Samen gehört zu welchem Baum?
Die Antwort ist gar nicht immer so einfach...

 

„Man kann nur schützen, was man kennt.“ Unter diesem Motto betreibt die Forstabteilung der ESPS seit 2011 Waldpädagogik im Bereich der Schulen, der kirchlichen Jugendarbeit und Familien. Die Motivation der ESPS in Sachen Waldpädagogik liegt in deren Geschichte
begründet:

Der Wald ist die historische Grundlage des Stiftungseigentums und bis heute wichtiger Teil des Besitzes. Der Erlös aus seiner Bewirtschaftung dient der Erfüllung des Stiftungszwecks. Außerdem trägt die Stiftung durch den Erhalt und die Pflege des Waldes aktiv zur
Bewahrung der Schöpfung bei. Die ESPS ist mit ihrem Wald direkt für die Menschen der Region da: Mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein stellt sie der Gesellschaft den Naturraum Wald mit seiner Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion nicht
einfach „nur“ zur Verfügung – mit einem kontinuierlich wachsenden Programm an Waldaktionen und -führungen lädt die Stiftung aktiv in den Wald ein.

Wie bei der Bewirtschaftung des Waldes folgen die waldpädagogischen Aktionen der ESPS dem Prinzip der Nachhaltigkeit - die Inhalte richten sich nach den Kriterien und Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

 

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02.09.2013 Auf Schusters Rappen durch den Stiftswald

Evangelische Stiftung Pflege Schönau veranstaltet geführte Wanderung durch ihren Wald zwischen Mudau und dem Roberner See 


Wer gerne mal "auf Schusters Rappen" durch den Stiftswald wandern möchte, ist bei der geführten Wanderung der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) genau richtig. Am Sonntag, dem 15. September 2013 ab 12:30 Uhr führt Steffen Ellwanger, Förster bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, interessierte Wanderer durch den Wald der Stiftung im Odenwald und erzählt interessante Geschichten über und aus dem Wald.
 

Die Wanderstrecke ist ca. 15km lang. An verschiedenen Stationen erklärt Ellwanger, wie der Wald der Stiftung heute bewirtschaftet wird, wie sich die Waldbewirtschaftung in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat und was Nachhaltigkeit in der modernen Forstwirtschaft bedeutet. Außerdem erfahren die Wanderer, warum der Wald der ESPS im Odenwald bis heute im Volksmund als „Stiftswald“ bezeichnet wird.


Start ist  am Friedhof in Mudau-Langenelz um 12:30 Uhr. Von dort geht es auf gut begehbaren Waldwegen vorbei an Laudenberg, Krumbach und Robern bis zur Hütte am Roberner See. Unterwegs gibt es eine Rast mit einem kleinen Imbiss und am Ziel wartet ein zünftiges Vesper auf die Wanderer.  Am Abend geht es gegen 20 Uhr mit dem Bus zurück an den Ausgangspunkt.
Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Deshalb ist es notwendig, dass Sie sich bei der Forstabteilung der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, Tel: 06261/9248-0 anmelden.


Bereits vor 450 Jahren, als die ESPS gegründet wurde, war der Wald ein wichtiger Teil ihrer Besitztümer. Und das ist bis heute so geblieben. Die Waldfläche ist in den letzten Jahrhunderten auf rund 7.500 Hektar angewachsen. Heute ist die ESPS größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Durch die Aufteilung auf verschiedene Naturräume bietet der Wald der ESPS ein breites Spektrum an unterschiedlichen Waldgesellschaften, abwechslungs¬reichen Waldbildern und vielfältigen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Die ESPS bewirtschaftet ihren Wald mit einem eigenen Forstbetrieb.
 

16.08.2013 Neue ESPS-Broschüre "Waldnotizen" soll Interesse am Wald wecken

Kinder und Jugendliche werden an das Thema "Wald" herangeführt

Der Bereich Waldpädagogik wird bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) seit 2011 stetig ausgebaut. "Die Natur in den Alltag der Kinder und Jugendlichen zu holen und ihr Interesse für den Wald als Lebensraum zu wecken, ist Ziel unser waldpädagogischen Arbeit", sagt Steffen Ellwanger.

Er ist staatlich zertifizierter Waldpädagoge und Förster bei der ESPS, bei der er für den Bereich Waldpädagogik zuständig ist. Vor ihm liegt druckfrisch die neue ESPS-Broschüre "Waldnotizen".

Damit möchte die ESPS Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren ein Medium an die Hand geben, das ihr Interesse für den Wald weckt. Dies soll zu einem aktiven Kennenlernen des Waldes und zum eigenen Forschen anregen und gleichzeitig informativ und lehrreich sein.

 

Der außerschulischen Umweltbildung kommt seit einigen Jahren eine immer größere Bedeutung zu. Viele Kinder und Jugendliche erleben Natur, Landschaft und Wald nicht mehr als Selbstverständlichkeit. Dies gilt vor allem für die Verdichtungsräume. Für diese Kinder und Jugendlichen soll der Lebensraum Wald erlebbar gemacht werden.


Ganz bewusst wurden die Waldnotizen mit großzügigem Freiraum für die eigenen Einträge, Skizzen und Beobachtungen der Kinder gestaltet. Der Aspekt, den Wald aktiv zu erleben, kennenzulernen und auch zu festzuhalten, steht im Vordergrund. Die vielfältigen Informationen und Illustrationen von Baum, Blatt und Frucht sind wertvolle Orientierungshilfe für das eigene Bestimmen und Wiedererkennen der verschiedenen Baumarten. So lernen die Kinder und Jugendlichen ganz spielerisch die Hauptbaumarten kennen, die in Deutschland und im Wald der ESPS vorkommen.
Die Illustrationen sind naturgetreu und kindgerecht ohne einen Lehrbuchcharakter zu erheben. Sie sollen Freude und Lust machen, einen Einblick und Zugang zum Wald und zu seinen Bewohnern zu bekommen.

 

Der Wald ist die historische Grundlage des Stiftungseigentums bzw. des Klosters in Schönau und bis heute wichtiger Teil des Besitzes. Der Erlös aus seiner Bewirtschaftung dient der Erfüllung des Stiftungszwecks. Außerdem trägt die Stiftung durch den Erhalt und die Pflege des Waldes aktiv zur Bewahrung der Schöpfung bei. Die ESPS ist mit ihrem Wald direkt für die Menschen der Region da: Mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein stellt sie der Gesellschaft den Naturraum Wald mit seiner Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion nicht einfach "nur" zur Verfügung - mit einem kontinuierlich wachsenden Programm an Waldaktionen und -führungen lädt die Stiftung aktiv in den Wald ein.
"Man kann nur schützen, was man kennt." Unter diesem Motto betreibt die Forstabteilung der ESPS seit 2011 Waldpädagogik im Bereich der Schulen, der kirchlichen Jugendarbeit und Familien.


Wie bei der Bewirtschaftung des Waldes folgen die waldpädagogischen Aktionen der ESPS dem Prinzip der Nachhaltigkeit - die Inhalte richten sich nach den Kriterien und Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

 

Die Broschüre "Waldnotizen" soll ganz gezielt bei Waldführungen, Waldaktionen der Stiftung und Waldprojekten der ESPS in Schulen eingesetzt werden.

 

Hier geht`s zu unserem Downloadbereich, wo Sie sich die Waldnotizen ansehen und herunterladen können: Downloadbereich

12.08.2013 Nachhaltiges Wirtschaften zahlt sich für alle aus

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) macht mit beim Heidelberger Projekt "Nachhaltiges Wirtschaften". Der Erfahrungsaustausch mit anderen Teilnehmern über aktiven Umweltschutz in Unternehmen und die Unterstützung des Projektes stehen im Vordergrund.

 

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) ist in Sachen Umwelt seit mehreren Jahren engagiert und erfolgreich unterwegs. Nun ist sie auch beim Projekt "Nachhaltiges Wirtschaften" aktiv dabei, einem Kooperationsprojekt der Stadt Heidelberg zur Förderung des betrieblichen Umweltschutzes in Unternehmen. 

Durch Initiierung von konkreten Maßnahmen in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall sollen die Umwelt entlastet und Kosteneinsparpotenziale aufgedeckt und genutzt werden. "Im Rahmen des Umweltmanagementsystems "Grüner Gockel" praktizieren wir das bereits seit vielen Jahren," so ESPS-Vorstand Ingo Strugalla. "Wir möchten vor allem das Projekt als solches unterstützen und uns in dem Netzwerk, in dem bereits zahlreiche weitere renommierte, regionale Unternehmen organisiert sind, engagieren."


2008 wurde die ESPS nach dem europäischen Öko-Audit EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert. Mittlerweile führt sie ihr Umweltmanagement nach dem "Grünen Gockel" weiter; einem Umweltmanagement¬system, das als kirchlicher Standard etabliert ist und auf EMAS basiert. Die Abteilung Forst trägt bereits seit 1999 das PEFC-Siegel und hat im Jahr 2011 gemeinsam mit dem ifeu-Institut eine CO2-Bilanz für die gesamte ESPS erstellt.


Ziele des Projektes "Nachhaltiges Wirtschaften" ist es vor allem, einen aktiven Beitrag zur Umweltentlastung zu erreichen. Ermöglicht werden soll dies vor allem durch die Verbesserung der betrieblichen Umweltleistungen durch eine Reduzierung des Verbrauchs an Energie, Wasser und Betriebsmitteln, sowie des Abfall- und Abwasseraufkommens. Dabei werden Betriebsabläufe untersucht, Optimierungspotenziale, insbesondere beim Energieverbrauch und der Abfallentsorgung, aufgezeigt und neue, ressourcen- und kostensparende Arbeitsweisen eruiert und umgesetzt. Über den Aspekt der Ressourceneffizienz hinaus werden auch weitere Themen einer nachhaltigen Entwicklung bearbeitet, wie zum Beispiel Möglichkeiten für soziales Engagement.


Der Erfahrungsaustausch und die Vorbereitung zur Prämierung als "Ausgezeichneter Betrieb im Rahmen des Projektes der Stadt Heidelberg Nachhaltiges Wirtschaften 2013" findet in sechs gemeinsamen Workshops statt. Ein Workshop zum Thema "Energie" wurde bereits bei der ESPS in der Heidelberger Weststadt durchgeführt. Birgit Hoffmann, Umweltmanagementbeauftragte der ESPS, zeigte außerdem eine Präsentation zum Thema "Mitarbeitereinbindung" und ließ die anderen Projektteilnehmer anhand zahlreicher Beispiele an den langjährigen Erfahrungen der ESPS in Sachen Umweltmanagement teilhaben.
 

15.07.2013 Evangelische Stiftung Pflege Schönau: Umweltbericht für das Jahr 2012 revalidiert

Vor mittlerweile über sechs Jahren wurde ein Umweltmanagementsystem bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) eingeführt und ist seitdem fest integrierter Bestandteil. Nun wurde der jährliche Umweltbericht für das Jahr 2012 fertiggestellt und vom kirchlichen Revisor Stefan Weiland validiert, d.h. geprüft und für gültig erklärt.

Mehr über die Aktivitäten der Stiftung in Bezug auf den betrieblichen Umweltschutz und die geplanten Maßnahmen erfahren Sie im Umweltbericht:

Download des Umweltberichts für das Jahr 2012
 

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) ist seit 2008 nach dem GRÜNEN GOCKEL, einem Umweltmanagementsystem, dass als kirchlicher Standard etabliert ist und auf dem europäischen Öko-Audit EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) basiert, zertifiziert.

11.06.2013 Sie säen nicht und sollen trotzdem ernten?

Bei der 5. Klosterdebatte in der Klosterkirche  Lobenfeld wirbt der Schweizer Daniel Häni für das bedingungslose Grundeinkommen


Als Moderator Helge Thomas Daniel Häni bei der 5. "Abschlag – die Klosterdebatte" vorstellt, wird bereits deutlich: Heute werden nicht nur thematisch Konventionen gebrochen.
Der Impulsvortrag ist ein Interview. Das Format, mit dem prominenten Podiumsdauergast diskutieren zu können, ist an diesem Abend lebendig wie nie. Diskutanten aus dem Publikum in der Klosterkirche schlagen sich so rege ab, dass Häni alsbald das Podium verlässt. Es macht dem Schweizer nichts aus – im Gegenteil: "Ich bin total beeindruckt von dem Gespräch", sagt er am Ende in der Klosterkirche Lobenfeld.
 

Daniel Häni ist Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens

Sein Thema ist das bedingungslose Grundeinkommen. Die meisten sind vorbelastet, haben sich schon damit beschäftigt oder davon gehört. "Sie müssen sich eine Gesellschaft vorstellen, in der es keine Existenzangst gibt", sagt Häni. Das Grundeinkommen wird bedingungslos ausgezahlt. An jeden. Ab Geburt. Schnell wird gerechnet. Wie viel hat eine vierköpfige Familie? Und vor allem, wer soll das alles bezahlen? Auf dem Podium sagt einer ins Mikrofon: "Wir müssen das bedingungslose Grundeinkommen eine Nummer größer diskutieren. Wir haben heute einen riesigen Kostenapparat, der frei würde."


Ökonomen wollen Zahlen. Häni geht es zunächst um den Kulturimpuls. "Lasst erst einmal andere Gedanken zu. Habt den Mut, sie zu denken", ist seine unausgesprochene Botschaft. Am Flipchart verdeutlicht er dennoch, wo sich "ich", "wir" und "Staat" vor und nach dem bedingungslosen Grundeinkommen monetär aufgeteilt befinden. Für Häni steht fest, dass sich Gesellschaften in reichen Ländern wie die Schweiz oder Deutschland das bedingungslose Grundeinkommen leisten können. Im Grunde leiste man es sich schon heute.


Die Frage nach dem Menschenbild ist elementar. Kann ich dem anderen trauen? "Ich würde natürlich weiterarbeiten, mir macht meine Arbeit Spaß", klingt unisono an. Was wird aus Neid, Missgunst und dergleichen in Zeiten des Grundeinkommens? "Die schlechten Eigenschaften des Menschen haben nicht so eine gravierende Wirkung", ist sich Häni sicher. Noch einmal: Wer arbeitet mit bedingungslosem Grundeinkommen noch? Was arbeitet er? Wer macht den Müll weg? Was ist das dann wert? "Ich würde mich für meine kranke Schwiegermutter einsetzen", sagt eine Frau. Häni betont, dass genügend Arbeit für jeden da ist. "Es mangelt nicht an Arbeit, es mangelt an Kaufgeld." Das Motiv zu arbeiten liege in der Arbeit selbst.

 

Die Kritiker bleiben skeptisch. Kann das, was Häni hier so plakativ an das Flipchart zeichnet, auch in der Realität funktionieren? Ein großes Wagnis mit unsicherem Ausgang. Immerhin, in der Schweiz konnte die "Initiative Grundeinkommen" bereits über 100.000 Unterschriften sammeln. Damit kommt es im Herbst zu einer Volksabstimmung, auf deren Ausgang und die Reaktion der Politik man gespannt sein darf.

03.06.2013 "30 cm Höhe, die es in sich haben"

Seilgarten Mannheim: Evangelische Stiftung Pflege Schönau spendet Baumstämme für Niederseilbereich

Sieben mächtige Baumstämme hat die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) gespendet und ihre Verankerung im Boden übernommen. Damit sind die niedrigen Übungselemente im Seilgarten der Evangelischen Kirche in Mannheim wieder einsatzbereit. Förster Steffen Ellwanger und Christine Flicker von der ESPS kamen zur Spendenübergabe in den Seilgarten.

Erst mal nahe am Boden üben, bevor es in die Höhe geht: Die rund zehn Meter hohe Kletterwand und die zwölf Meter hohen Baumstämme zeigen auf, wohin es im Seilgarten geht. Im Niederseilbereich sind nun sieben neue, hintereinander angeordnete Douglasienstämme durch ein Stahlseil miteinander verbunden, das ca. 30 cm über dem Boden verläuft. Dort beginnt für Gruppen der Seilgarten-Tag, hier steigen sie ein in das Üben im Miteinander. Die erste Aufgabe klingt einfach: Die Gruppe soll sich an den Händen haltend auf dem Seil von Baum zu Baum balancieren, ohne dass jemand den Boden berührt. "Das Seil ist nur 30 cm über dem Boden gespannt, doch diese 30 cm haben es in sich", erzählt Ekkehard Dreizler, der gemeinsam mit seinem Kollegen Lutz Wöhrle den evangelischen Seilgarten betreut. "Dieser Einstieg in den Seilgarten ist wichtig. Denn hier lernt die Gruppe, dass sie sich abspricht, die Stärken einzelner nutzt und die Schwächen anderer beachten muss, um das Ziel zu erreichen," berichtet Wöhrle.

 

"Der Seilgarten hat ein auf jede Gruppe individuell zugeschnittenes Konzept, das das Miteinander, das Gespür füreinander und das Vertrauen zueinander stärkt", sagt Christine Flicker. "Solch ein Angebot ist sehr sinnvoll, die Evangelische Stiftung Pflege Schönau unterstützt das gerne." Die gespendeten Douglasienstämme kommen aus dem Kraichgau und sind zwischen 30 und 35 Jahre alt. "Die Douglasie ist witterungsbeständig und wird rund acht Jahre halten", wie ESPS-Förster Steffen Ellwanger betont. Holz verbindet. Die ESPS ist die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg, ihr Stiftungszweck ist der Bauunterhalt von Kirchen und Pfarrhäusern. Sie setzt ihr Holz vielfältig ein, auch für Kita-Bänke oder vor einigen Jahren für den ersten Seilgarten in Jordanien.

 

Seilgarten-Projekt bei „72-Stunden-Aktion“

 

Aus den Reststämmen der nun für den Seilgarten gespendeten Douglasien soll in Kürze in Mannheim noch ein weiteres Übungselement gebaut werden: Während der 72-Stunden-Aktion vom 13.-16. Juni 2013, die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend organisiert.

 

Mit dem Seilgarten im Sportpark Pfeifferswörth bietet die Evangelische Kirche Mannheim seit über zehn Jahren ein erlebnispädagogisches Konzept für Gruppen an, das Sozialkompetenzen stärkt und die Bedeutung von Vertrauen und Mut praktisch erlebbar macht. Kontakt: Ekkehard Dreizler, Tel. 0621 / 77736640, e-mail: ekkehard.dreizler@ekjm.de und Lutz Wöhrle, Tel. 0621 / 77736641, e-Mail: lutz.woehrle@ekjm.de  
 

Text und Bild: Kirsten de Vos, Evangelische Kirche in Mannheim

 

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27.05.2013 "Freiheit statt Freizeit – Bedingungsloses Grundeinkommen für alle?"

Der Unternehmer Daniel Häni kommt zur 5. Auflage von Abschlag

Er wird nicht ganz bedingungslos in Lobenfeld erwartet, wenn er die Idee des Grundeinkommens erläutert – zuhören und nicht gleich "ja, aber…" sagen sollte man schon: Daniel Häni ist Impulsredner und prominenter Diskussionsgast, wenn es bei der 5. Auflage von "Abschlag, die Klosterdebatte" heißt: "Freiheit statt Freizeit – Bedingungsloses Grundeinkommen für alle?" Der Schweizer Unternehmer, in dessen Basler Kaffeehaus kein Konsumzwang herrscht, kommt am 10. Juni 2013, um 19.30 Uhr, auf Einladung der Initiatoren, Evangelische Stiftung Pflege Schönau, Geistliches Zentrum Klosterkirche Lobenfeld, Kontext Kommunikation und Katharina Schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, in die Klosterkirche Lobenfeld.

In der taz war Häni "der Turmbauer zu Basel", brand eins schrieb über ihn, "das Beste an einer Begegnung mit Daniel Häni ist, dass man für einen Augenblick das Gefühl bekommt, die Welt sei ein wenig weiter, als man gedacht hatte". Der 47-Jährige gründete 2006 zusammen mit dem deutschen Künstler Enno Schmidt die "Initiative Grundeinkommen" in der Schweiz. Im Frühling 2012 haben die beiden zusammen mit weiteren Partnern eine Eidgenössische Volksinitiative lanciert. Zurzeit läuft die Unterschriftensammlung und es sieht so aus, dass mit großer Wahrscheinlichkeit die nötigen 100.000 gültigen Unterschriften bis im Herbst 2013 zusammen kommen. Damit wird es 2016/17 zu einer Eidgenössischen Volksabstimmung kommen.


"Der Impuls ist die Bedingungslosigkeit", sagt Häni. Das Grundeinkommen ist kein Mindestlohn, es wird nicht für eine Leistung bezahlt. Es ist von der Erwerbsarbeit abgekoppelt, bleibt an die Person geknüpft, gleich welche Veränderung sie erfährt, ist also auch keine Hilfe bei Not. "Es geht um den Teil des Einkommens, den man für ein menschenwürdiges Leben ohnehin unbedingt braucht", sagt Häni, der in Mühleberg nahe Bern aufwuchs. Häni veranschlagt für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Schweiz 2.500 Franken für Erwachsene (1.250 für Kinder). Die Finanzierung ist über die bestehenden Erwerbseinkommen und Sozialleistungen weitgehend abgedeckt. Es geht nicht um Mehrkosten, sondern um eine Investition in Menschen und ihre Freiwilligkeit.


Das Grundeinkommen stärkt beispielsweise Familien, nimmt die Angst vor dem Alter oder verschlankt Verwaltung und Steuersystem. Das bedingungslose Grundeinkommen löse zwar nicht die Probleme des Menschen, jedenfalls nicht durch Geld, sagt Häni. Es ermögliche aber mehr Lösungen durch die Menschen. Es sorge dafür, dass "das Geld weniger ein Brett vor dem Kopf ist und die Sicht versperrt". Die Vision eines bedingungslosen Grundeinkommens wird einerseits als "Utopie linker Spinner" abgetan, findet andererseits aber auch in Kreisen Befürworter, die als "neoliberal" gelten. Für Häni ist es eine von Freiheit geleitete Idee, die es wert ist, darüber nachzudenken – nachzudenken über "die Haltung sich und anderen gegenüber".

 

Mehr dazu:


www.grundeinkommen.ch
www.bedingungslos.ch
www.generation-grundeinkommen.ch

 

Die Moderation des Abends übernimmt Helge Thomas. Interessenten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist kostenfrei.
"Geliked" unter: www.facebook.com/abschlag.

 

"Abschlag, die Klosterdebatte", 10. Juni 2013, 19:30 Uhr in der Klosterkirche Lobenfeld, Klosterstraße 110, 74931 Lobbach.

17.05.2013 "Spaß und Action" im Wald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau in Michelbuch

Wald als Erfahrungs- und Begegnungsraum für Vater-Kind-Waldaktion 


Kinder brauchen Natur und Kinder lieben Abenteuer. Sie mögen Abwechslung und Bewegung, aber auch Ruhe und Entspannung. Der Wald ist dafür ideal geeignet. Der Wald ist ein Abenteuerspielplatz der besonderen Art. Was gibt es da Schöneres für Kinder, als abseits vom Alltag einen ganzen Nachmittag gemeinsam mit ihren Papas im Wald zu verbringen?
 

Das können Kinder ab 6 Jahren gemeinsam mit ihren Vätern am Sonntag, dem 9. Juni erleben. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) bietet an diesem Tag eine Vater-Kind-Waldaktion in ihrem Wald rund um Michelbuch bei Neckarsteinach an. Steffen Ellwanger, ESPS-Förster und zertifizierter Waldpädagoge, hat bereits ein spannendes Programm vorbereitet. 

 

Treffpunkt ist um 13:30 Uhr am Parkplatz „Kreutzschlag“ zwischen den Neckarsteinacher Teilorten Darsberg und Grein.  Gemeinsam mit anderen Kindern und deren Vätern können Kinder dabei den Wald und die Natur entdecken und nebenbei vieles ganz spielerisch lernen. 

 

Die Teilnahme an der Vater-Kind-Aktion ist kostenlos, die Anzahl der Teilnehmer muss allerdings auf 25 Personen begrenzt werden. Anmeldung wird erbeten bei der Forstabteilung der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, Tel. 06261-9248-0.

 

Die waldpädagogischen Aktionen der ESPS sind übrigens am Prinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die Inhalte richten sich nach den Kriterien und Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau als größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg bietet den Menschen in der Region Erholung und Naturerlebnisse in ihrem Wald.
 

15.05.2013 Evangelische Stiftung Pflege Schönau ist Gründungsmitglied des "Deutschen Erbbaurechtsverbands"

Renaissance des Erbbaurechts: Erwerb von Immobilieneigentum ohne Grundstückskauf - 
Erbbaurecht bietet bei hohen Grundstückspreisen neue Chancen für private wie betriebliche Bauten

Mehrere große Einrichtungen und Stiftungen, die Erbbaugrundstücke zur Verfügung stellen, gründeten in Berlin den Deutschen Erbbaurechtsverband. Gründungsmitglied ist unter anderem die Evangelische Stiftung Pflege Schönau in Heidelberg. Als weitere Institutionen finden sich etwa die Klosterkammer Hannover, das Erzbistum Freiburg, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz oder die Hilfswerk-Siedlung in Berlin.
 

Hohe und weiter steigende Grundstückspreise in Deutschland verhelfen einem altbewährten Rechtsinstrument zu neuer Attraktivität. So kann mit Hilfe des Instruments „Erbbaurecht“ das Eigentum an einem Grundstück vom Eigentum an darauf stehenden Gebäuden getrennt werden. Diese Möglichkeit wurde bereits vor gut 100 Jahren im deutschen Gesetz geschaffen.
 

"Das Erbbaurecht ist eine gute Alternative, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen.", erläutert Ingo Strugalla, Vize-Präsident des neuen Verbandes und Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau: "Der Bauherr erwirbt ein umfassendes Nutzungsrecht am Grundstück, auf dem er sein Haus baut. Er ist aber nicht Eigentümer.
Über das Erbbaurecht können auch Grundstücke aus Stiftungsvermögen oder kirchlichem Besitz zur Bebauung an den Markt gelangen. So können vermehrt private wie betriebliche Bauten liquiditätsschonend entstehen. Denn das "Nutzen können" wird beim Erbbaurecht vor das "Kaufen müssen" gestellt. Insbesondere für junge Bevölkerungskreise kann dies attraktiv sein, wie etwa die Entwicklung des Car-Sharing in Deutschland zeigt."


Für die Evangelische Stiftung Pflege Schönau ist die Vergabe von Erbbaurechten ein wichtiger Baustein zur Erfüllung ihres Stiftungszwecks. Der Großteil der Grundstücke, die die Stiftung im Erbbaurecht vergeben hat, bzw. vergibt, liegt im baden-württembergischen Teil der Metropolregion Rhein-Neckar.


"Angesichts der heutigen Situation am deutschen Immobilienmarkt halten wir daher das Erbbaurecht für ein ebenso hochaktuelles und wie langjährig bewährtes Instrument, für dessen Bekanntmachung und weitere Verbreitung wir uns verstärkt nun einsetzen und einbringen möchten" ergänzt Hans-Christian Biallas, der neue Präsident des Deutschen Erbbaurechtsverbandes in Berlin.


Kein Immobilieneigentum zweiter Klasse


Vorbehalte gegenüber dem Erbbaurecht  beziehen sich bislang etwa oft auf die begrenzte Laufzeit von Erbbauverträgen, die meist zwischen 60 und 99 Jahren liegt. "In der Praxis aber können auslaufende Erbbaurechtsverträge beliebig oft erneuert werden", erklärt Hans-Christian Biallas, "zudem sind gesetzlich auch längere Laufzeiten als 99 Jahre möglich."


Der Deutsche Erbbaurechtsverband will daher auf seiner Website www.erbbaurechtsverband.de Informationen und Erklärungen zum Erbbaurecht bundesweit verfügbar machen. Zudem soll über den neuen Verband ein Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zum Erbbaurecht angeregt werden und hierzu entsprechende Veranstaltungen organisiert und Informationsschriften publiziert werden.

 

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25.04.2013 "300 Bäumchen für 300 Jahre Nachhaltigkeit"

Evangelische Stiftung Pflege Schönau verteilt 300 Wildapfelsetzlinge anlässlich des Tag des Baumes


"Wie, die kosten nichts?" war die häufigste Frage, die Förster Steffen Ellwanger am Tag des Baumes gestellt wurde. "Nein, die kosten nichts. Wir verschenken heute, am Tag des Baumes, 300 Wildapfelsetzlinge."
Nachdem das erste Eis gebrochen war, war das Interesse der Passanten in der Heidelberger Altstadt dann aber umso größer. "Das ist eine tolle Aktion!" und "Ich wusste gar nicht, was ihr alles macht!" lauteten z.B. einige Kommentare von Passanten, mit denen Ellwanger und sein Team ins Gespräch kamen. Auch Mieter und Erbbaurechtsnehmer sowie Pfarrer einer Kirche, für die die ESPS bauunterhaltungspflichtig ist, waren darunter.
 


Anlass für die Verteilaktion war der "Tag des Baumes" am 25. April und "300 Jahre forstliche Nachhaltigkeit in Deutschland". Der Wildapfel ist der Baum des Jahres 2013. Er gehört zu den seltensten Baumarten und ist eine fast vergessene Wildbaumobstart.


An einem dekorativ aufgebauten Informationsstand gab es weitere Infos zur Stiftung, zum Wald der ESPS und seiner Bewirtschaftung.
Seit 300 Jahren gibt es den Begriff der nachhaltigen Forstbewirtschaftung in Deutschland Auch der Wald der ESPS wird nach den Kriterien des naturnahen Waldbaus bewirtschaftet und ist seit 1999 nach PEFC (Pan European Forest Certification) zertifiziert. Die Stiftungsarbeit ist seit über 450 Jahren am Gedanken der Nachhaltigkeit ausgerichtet. Aber auch gesellschaftliche Bedürfnisse, wie beispielweise die Erholungsfunktion, fließen in die Bewirtschaftung und Nutzung des Waldes mit ein.
 

Rund 7.500 ha Wald nennt die Stiftung heute ihr eigen. Dieser liegt vor allem im Odenwald, im Kraichgau und in der Ortenau und trägt mit seinem Ertrag zur Finanzierung des Stiftungszwecks bei. Dieser besteht im Wesentlichen darin, kirchliches Bauen zu finanzieren und Besoldungsbeiträge für Pfarrstellen in Baden zu erwirtschaften.

 

 

 

 

 

Weitere Impressionen:

 

 

 

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15.04.2013 Der Mooseier-Fall oder ein Erlebnistag im ESPS-Wald

Förster Steffen Ellwanger macht eine Gruppe von gehörlosen Eltern mit ihren hörenden Kindern mit Besonderheiten des Forsts vertraut

Kevin hat die Technik schnell erkannt und hüllt das rohe Ei in Moos. Das Ganze noch mit Zweigen zusammengebunden und schon hat Förster Steffen Ellwanger beim Bruchtest aus rund drei Metern Höhe keine Chance mehr: Das präparierte Ei des Zehnjährigen zerbricht nicht. Mit solchen und ähnlichen Aufgaben und Spielen begeisterte der Förster und Waldpädagoge der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) acht Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren. Sie waren mit ihren gehörlosen Eltern in den Forst bei Michelbuch gekommen, um beim Waldtag für so genannte CODA-Familien mit dabei zu sein. 

„CODA steht für Children of Deaf Adults, also hörende Kinder von gehörlosen Eltern“, sagte Birgit Hole-Euchner. Die Diplom-Sozialarbeiterin der „Seelsorge und Beratung für Hörgeschädigte“ in Heidelberg, einer Einrichtung der Evangelischen Landeskirche in Baden, leitet und organisiert die CODA-Gruppe Rhein-Neckar. Seit 2006 treffen sich hierbei Familien im Sechs-Wochen-Rhythmus immer freitagnachmittags. Besonders beliebt ist das Familienwochenende im Juli in einer Freizeit- und Bildungseinrichtung. Wie Hole-Euchner erklärte, befinden sich CODA-Familien in einer besonderen Kommunikations- und Lebenssituation und machen sich freilich wie andere Eltern auch Gedanken über die Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder. In der CODA-Gruppe können sie sich mit anderen gehörlosen Eltern austauschen oder zu unterschiedlichen Themen weiterbilden, weil Gebärdensprache Unterrichtssprache ist. „Und die Kinder erleben: Es gibt noch andere hörende Kinder mit gehörlosen Eltern. Das ist ganz wichtig“, sagte Hole-Euchner mit Verweis unter anderem auf die Kinderbetreuung, die in die Treffen integriert ist.


Für die sechs Familien aus Leimen, Weinheim oder Hemsbach sowie aus der Pfalz übersetzte Gebärdensprachdolmetscherin Helene Scherger aus Ketsch die Ausführungen von Förster Ellwanger. Für Staunen und Heiterkeit sorgte, dass die Gruppe soeben das mit einer Einwohnerin kleinste „Dorf“ Deutschlands passiert hatte – das gemeindefreie Michelbuch eben. Andererseits war interessant zu erfahren, dass die Gebärdensprache von anfänglich 2.000 Grundgebärden heute ein digitales Lexikon mit über 20.000 Gebärden füllt. Auch Dialekte müssen unterschieden werden. „Der Berliner Dialekt ist anders als unserer“, sagte Hole-Euchner. In Deutschland leben rund 80.000 Gehörlose. Nach Angaben des Deutschen Schwerhörigenbundes gibt es zirka 16 Millionen Schwerhörige. Etwa 140.000 davon haben einen Grad der Behinderung von mehr als 70 Prozent und sind auf Gebärdensprachdolmetscher angewiesen.


Aufgrund des einzigen Wermutstropfens, die vielen Tropfen, die bis zum Mittag vom Himmel niedergingen, verschob Ellwanger Teile seines Waldrallye-Programms auf den Nachmittag. Gestärkt von reichlich Grillgut am ESPS-Waldhaus, löste der Förster gruppendynamische Prozesse aus, an deren Ende ein Holzturm zu bestaunen war. Ob die zehnjährige Molly, der fünfjährige Jannik oder die achtjährige Vanessa, die Kinder fanden am Lagerfeuer oder rund um die Hütte ihr reichhaltiges Betätigungsfeld. Nicht weit der Ruinen des ehemaligen Klosters Schönau beantwortete Förster Ellwanger die Fragen rund um das Thema Wald und Waldwirtschaft und stieß auf großes Interesse. Rund 7.500 Hektar Wald bewirtschaftet die Stiftung insgesamt. Ellwanger erläuterte, wie der Wald bei Michelbuch, der schon vor über 500 Jahren zum Kloster Schönau gehörte, heute bewirtschaftet wird, wie sich die Waldbewirtschaftung in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat und was Nachhaltigkeit in der modernen Forstwirtschaft bedeutet.
„Wir überlegen nun, eine Waldführung für erwachsene gehörlose Menschen in Zusammenarbeit mit der ESPS anzubieten“, sagte Hole-Euchner.
 

04.04.2013 Der "Manager des Waldes"

Förster der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau steht Pate für das Berufsbild des "Revierförsters"

Robin Frank, Förster bei der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS), wird nun bundesweit bekannt. Sein Aufgabengebiet gilt als "Prototyp" für das Berufsbild des Revierförsters. Ein Porträt über ihn und sein Aufgabengebiet steht ab sofort in allen Berufsinformationszentren (BiZ) der Agenturen für Arbeit in Deutschland zur Verfügung. Zielgruppe sind vor allem Abiturienten, die sich anhand der Berufsfeld-Infomappen über verschiedene Berufe informieren können.

"Die Infomappen bei den Agenturen für Arbeit sind gerade für junge Menschen bei der oftmals nicht einfachen Berufswahl sehr hilfreich. Es freut mich, dass ich den Berufseinsteigern den vielseitigen Beruf des Revierleiters, bzw. des Forstingenieurs mit einem Einblick in meinen Arbeitsalltag näher bringen kann." freut sich Robin Frank und lacht, während er einen Polter Stammholz im Wald aufnimmt, d.h. mit seinem mobilen Handheld-PC erfasst. Zustande gekommen ist diese Kooperation aufgrund einer Anfrage der forstlichen Hochschule Rottenburg, an der der 27jährige seinen Bachelor im Studiengang Forstwirtschaft abgelegt hat.
 

Das Infomedium in den Agenturen für Arbeit beschreibt die Aufgaben, die ein Förster im Arbeitsalltag leisten muss. Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit den romantischen Klischees zu tun, mit denen der Beruf des Försters dank verschiedener TV-Serien belegt ist. Der Försterberuf ist harte Arbeit. Ein Förster muss viele Begabungen und vielseitige Interessen haben. Der Beruf des Försters wird vor allem von der Leitung eines Forstreviers geprägt. Dabei nimmt ein Förster qualifizierte Fachaufgaben und verantwortungsvolle Führungsaufgaben wahr. Seine Tätigkeiten erstrecken sich von der Planung der Holzerntearbeiten über die Koordination der ihm unterstellten Waldarbeiter und externer Unternehmer bis zur Planung und Durchführung von Pflege- und Wegebauarbeiten. Ein Förster ist, so titelt denn auch die Berufsreportage des BiZ, ein "Manager des Waldes".
Aber auch das Thema Waldpädagogik und Waldführungen sind seit einigen Jahren Thema. So gehört der Bau von Waldlehrpfaden und Spielplätzen genauso zu den Aufgaben des Försters wie die Führung von Kindern und Gruppen durch den Wald.


Erstellt wurden die Porträts im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit vom Nürnberger Verlag WillmyCC. Helmut Stangl, verantwortlicher Redakteur, erläutert: "Wir sind froh, dass wir mit Herrn Frank von der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau einen jungen Berufstätigen gefunden haben, der den vielseitigen Beruf des Revierförsters auch in der ganzen Bandbreite ausfüllt. Besonders interessant und beeindruckend fand ich persönlich, dass die Evangelische Stiftung Pflege Schönau so viel im Bereich der Waldpädagogik macht."


Rund 1.300 ha Wald betreut Revierleiter Robin Frank im nordöstlichen Teil des Odenwaldes. Mit insgesamt rund 7.500 ha Wald ist die Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Ihre Wälder werden von eigenen Förstern und Waldarbeitern in derzeit noch 5 Revieren betreut. Diese liegen im Odenwald, im Kraichgau und im Schwarzwald. Neben Fichten, Kiefern, Tannen, Lärchen und Douglasien wachsen Laubbäume wie Buche, Eiche, Ahorn, Esche und Kirsche. Ein wertvoller Mischbestand, der nachhaltig bewirtschaftet wird. Das Prinzip der Nachhaltigkeit praktiziert die Stiftung seit über 450 Jahren. Seit 1999 ist der Wald der ESPS auch nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifiziert.
 

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15.03.2013 Inhouse-Fortbildungsangebot der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau geht ins 5. Erfolgsjahr

Im Jahr 2009 initiierte die  Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) erstmals ein strukturiertes Angebot an Inhouse-Fortbildungen für ihre Mitarbeiter. Im Wesentlichen waren dies Schulungen zu PC-Anwendungen, die  im Grunde alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreffen. Die Fertigkeiten und der Wissensstand in Word, Excel, Outlook oder PowerPoint wollen in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden, um „up to date“ zu bleiben und die Programme auch sinnvoll nutzen zu können. 

Unter dem Punkt "Umwelt, Sicherheit und Gesundheit"  waren schon damals Angebote wie Öko-Fahrtraining, Fahrsicherheitstraining, Brandschutzunterweisung und QiGong zu finden.  Der Bereich "Persönliche und soziale Kompetenzen" konnte mit den Angeboten "Stil und Etikette" und "Schlagfertigkeitstraining" punkten. Bereits 2009 gab es für Mitarbeiter die Möglichkeit, an Supervisionen teilzunehmen, um die berufliche Arbeit zu reflektieren.
 

 

Das interne Fortbildungsangebot konnte über die Jahre weiter verfeinert und verbessert werden. Die Anzahl der Veranstaltungen hat sich bis zum Jahr 2013 fast verdoppelt! Was das Inhouse-Programm der ESPS für ihre Mitarbeiter so attraktiv macht, ist die Tatsache, dass  sich die Auswahl  der Schulungsangebote immer am Bedarf der Mitarbeiter orientiert. Ermittelt wird dieser über vielfältige Quellen. Dazu gehört neben der Besprechung  mit den Führungskräften und Abteilungsleitern die Auswertung von Umfragen unterschiedlichster Natur. Ausgewertet werden beispielsweise Feedbackumfragen zu vergangenen Veranstaltungen, sowie eigens auf Bedarfsanalysen konzipierte Umfragen unterschiedlicher Personengruppen.

 


Großen Einfluss auf das Fortbildungsprogramm 2013 hatte auch eine groß angelegte, interne Umfrage zum Thema "Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben" im Jahr 2012. Die Mitarbeiter der ESPS wurden gebeten, sich zu äußern, was sie in ihrer jetzigen Lebenssituation zwischen Beruf, Lebenspartnern, Kindern, Angehörigen, Freundschaften und Freizeitaktivitäten bewegt und wie ihr Arbeitgeber sie in ihrer Situation unterstützen könnte. Die Beteiligung an dieser Umfrage lag bei 69% und die Auswertung hat dazu geführt, dass 2013 folgende Veranstaltungen neu mit in das Fortbildungsangebot aufgenommen wurden:


Vortrag zum "Umgang mit typischen Alterserkrankungen", Workshop zu Entspannungstechniken, Yoga in Kursform, Seminar "Du bist was Du isst" ( Teil 2), sowie ein Vortrag zu den "Gefahren im Internet". Bereits bewährte Veranstaltungen wie ein Workshop zur Rückenfitness und ein Seminar zum Stressmanagement konnten etabliert werden.
 

 

Warum ist es der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau als Arbeitgeber so wichtig, auch Themen zu schulen und zu besprechen, die nicht direkt mit den fachlichen Aufgaben zusammenhängen?
 

 

Für Ariane Lunkenbein, Abteilungsleiterin "Personal & Organisation" ist die Antwort sonnenklar: "Wir möchten die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten und wir können dazu beitragen, indem wir sie befähigen, mehr auf sich selbst zu achten. Dabei ist die Rückengesundheit ebenso wichtig,  wie  die Bereiche "Arbeit und Kinderbetreuung"“, "Arbeit und Pflege von Angehörigen" und viele andere Kombinationen besser in Einklang zu bringen. Wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter z.B. beim Zeitmanagementseminar Erkenntnisse gewinnt, die er auch im privaten Bereich einsetzen kann, so ist die indirekte Wirkung auf seine Arbeitsleistung bei der Stiftung ebenfalls ein Gewinn. Die klassischen  Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, wie  flexible Arbeitszeitregelungen, Teilzeitarbeit, Teleheimarbeit, mobiles Eltern-Kind-Arbeitszimmer, Sonderurlaube zur Förderung des Ehrenamts oder für die Pflege von Angehörigen haben sich bei der ESPS bereits in den letzten Jahren bewährt und etabliert. Darüber hinaus möchten wir auch auf diese Art und Weise einen weiteren Beitrag zur Motivation und zur engagierten Mitarbeit bei unserer Stiftung beitragen."
 

 

Wer in diesem engagierten Team mitarbeiten möchte, kann sich auf folgende freie Stelle bewerben:
 

weitere Infos: Stellenanzeige

 

 

 

07.03.2013 Evangelische Stiftung Pflege Schönau unterstützt die Klimaschutzkampagne der Landeskirche

Vor zwei Jahren startete die Klimaschutzkampagne der Landeskirche

Zeit, für das Büro für Umwelt und Energie, Bilanz zu ziehen

 

Weitere Infos: Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Magazins "ekiba intern"

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30.01.2013 Kapitalanlage Wald?

Vorstand Ingo Strugalla über Chancen und Risiken bei Investitionen in Wald


Rund um das Thema Wald dreht sich die aktuelle Ausgabe der StiftungsWelt, einem Magazin des Bundesverbands Deutscher Stiftungen. Geschuldet ist dies der Tatsache, dass viele Stiftungen in Deutschland mit dem Wald verbunden sind – im Bereich der Zweckerfüllung und der Kapitalanlage.

Expertin auf diesem Gebiet ist die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, die seit ihrer Gründung im Jahr 1560 immer Wald besessen hat und bewirtschaftet und nebenbei mit aktuell rund 7.500 ha Wald auch die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg ist.

 

Aber ist es denn in der heutigen Zeit überhaupt noch sinnvoll, in Wald zu investieren? Und wenn ja, was gilt es dabei zu beachten?

 

Geschäftsführer Ingo Strugalla zeigt in seinem Beitrag in der StiftungsWelt auf, was Stiftungen bei Investitionen in Wald beachten sollten:

Download Beitrag (pdf)
 

Hier gelangen Sie zu der kompletten Ausgabe der StiftungsWelt: StiftungsWelt lesen

 

Foto: Philipp Rothe, Heidelberg
 

18.01.2013 Winterimpression aus dem Odenwald

Der Winter verändert die Landschaft, der Frost verzaubert die Welt...

Hier finden Sie einige Winterimpressionen aus dem Naturschutzgebiet "Roberner See", das zu unserem Forstrevier Fahrenbach gehört.

 

 

 

Fotos: Jessica Klein, Mosbach

   
     
   
     
   
     
   
     
   
     
   

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