EVANGELISCHE STIFTUNG - PFLEGE SCHÖNAU
 

NACHHALTIGKEIT. VIELE REDEN DARÜBER. WIR HANDELN. SEIT 1560.

Neuigkeiten

22.12.2015 Der Kirchgang gehört für viele so selbstverständlich zum Fest wie der Weihnachtsbaum

Zur Einstimmung auf Weihnachten hat die ESPS die ersten Audio-Slideshows einiger von ihr unterhaltenen Kirchen online gestellt.

Es sind dies die Stadtkirche in Schriesheim, die Friedenskirche in Heidelberg-Handschuhsheim, die Heiliggeistkirche in Heidelberg, die Klosterkirche in Lobenfeld sowie die Matthäuskirche in Mannheim-Neckarau.

 

Musikalisch schaffen Jazz-Improvisationen bekannter Kirchenlieder, komponiert und eingespielt von der Hochschule für Kirchenmusik, den passenden Rahmen. Nach und nach sollen weitere Slideshows folgen.

 

Link: Hier geht`s zu den Audio-Slideshows

 

17.11.2015 KOMPASS 2015 bekommt neues Gesicht

ESPS stiftet Preis-Skulptur 

Im November vergibt der Bundesverband Deutscher Stiftungen in Berlin jährlich den KOMPASS, einen Kommunikationspreis für gute Stiftungsarbeit. Dieses Jahr wurde der KOMPASS zum zehnten Mal verliehen.

Anlässlich dieses Jubiläums hat die ESPS eine besondere Preis-Skulptur gestiftet. Initiator des neuen nachhaltigen KOMPASS-Preises aus ESPS-Holz und Messing ist Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung. Er hat ihn gemeinsam mit dem Heidelberger Künstler Christoph M. Beysser entworfen und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen als Preis zur Verfügung gestellt.

 

Ingo Strugalla, Vorstand der ESPS (links) mit den Preisträgern und
Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
Foto: BVdS

 

Die Symbolik ist eine besondere: Die liegende Acht als Zeichen für die Unendlichkeit  dient der Kugel mit Magnetkern als Bahn. Die Funktionalität ist als Einladung an die Preisträger zu verstehen, den Preis immer mal wieder in die Hand zu nehmen und sich damit zu beschäftigen. Im Ruhezustand kann die Kugel auf der lasergravierten Windrose fixiert werden.

 

Die Trophäe kam bei den diesjährigen Preisträgern sehr gut an und auch Katrin Kowark, Pressesprecherin des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zeigte sich begeistert: "Wir sind sehr dankbar für die sehr gelungene Umsetzung dieser formschönen Preistrophäe."

 

 

02.11.2015 Schutz und Pflege für die Natur: Evangelische Stiftung Pflege Schönau bewahrt Greiner Tal als wertvolles Biotop

Naturschutz- und Verkehrssicherungsmaßnahmen zwischen Schönau und Grein sichern die Erhaltung eines wertvollen Talgebietes

Natur braucht Pflege  – und zwar regelmäßig. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) aus Heidelberg hat deshalb im Oktober in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-Neckar-Kreis genau aus diesem Grund umfangreiche Maßnahmen im Tal zwischen Schönau und Grein durchgeführt.

Nichts geht mehr: Naturschutz- und Pflegemaßnahmen im Greiner Tal behinderten im Oktober das
Durchkommen zwischen Schönau und Grein

 

Ursprünglich als Wiese genutzt, war das rund 4,5 Hektar große Grundstück in den 1960er Jahren aufgeforstet und von der ESPS als Eigentümerin zur Aufzucht von Weihnachtsbäumen genutzt worden. Nach Auflösung der Kultur Ende der 80er Jahre übernahm die Natur die Regie, die restlichen Bäume wurden immer größer und das ehemalige Wiesental  wurde zusehends dunkler und enger.

 

In einer großangelegten Aktion befreiten die Forstwirte des Reviers Brombach-Schönau unter der Regie ihres Försters Hans-Peter Nelius den Bachlauf von seinem dichten Bewuchs. Sie entfernten das Gestrüpp und vereinzelten zudem die vorhandenen Erlen entlang des Bachlaufs. Der Bestand entlang des Baches ist nun sehr viel lichter und deutlich verjüngt. Der Rhein-Neckar-Kreis übernahm dabei das Ausbaggern und Abdichten von zwei verlandeten Fischweihern, die etwa einen Kilometer oberhalb Schönaus liegen, als Maßnahme zum Amphibien-Artenschutz.

 

"Das Greiner Tal ist ein wertvolles Biotop. Mit seiner Offenhaltung sorgen wir nicht nur für den Schutz dieses wertvollen Talgebiets, sondern halten auch Wanderkorridore für die hier vorkommende, sehr seltene Äskulapnatter frei", weiß Andreas Weidenthaler von der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-Neckar-Kreises. Die Äskulapnatter gehört mit bis zu zwei Metern Länge zu den größten Schlangenarten Europas. Sie ist wie die meisten Arten dieser Familie ungiftig. Obwohl ursprünglich in mediterranen Gebieten heimisch, gibt es jedoch isolierte Vorkommen in Deutschland, wie bei Brombach und Schönau.

 

Parallel zur Naturschutzmaßnahme im Tal führte die ESPS entlang der Böschung oberhalb der Kreisstraße umfassende Verkehrssicherungsmaßnahmen durch. Bereits vorgeschädigte oder durch Käferbefall geschwächte Bäume stellen bei hoher Schneelast oder starkem Wind eine potentielle Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar. Deshalb fällten die Forstwirte der ESPS die Bäume am Hang, die zu nah an der Straße standen. So soll sichergestellt werden, dass selbst bei Schneebruch oder Orkanböen keine Äste auf die Straße fallen. Die in den vergangenen Jahren im Unterholz bereits nachgewachsene Naturverjüngung freut sich über das zusätzliche Licht, das jetzt bis zum Boden durchkommt und wird die entstandenen Lücken im Bewuchs im Laufe des nächsten Frühjahrs und Sommers schließen. Zudem wurde noch eine planmäßige Durchforstung in diesem Bereich durchgeführt.

 

Auch die Schönauer Bürger stehen dem Geschehen positiv gegenüber, berichtet Förster Nelius. "In das enge und bislang eher dunkle Tal kommen nun wieder mehr Licht und Luft.", ergänzt er. Auch das war ein Ziel dieser Maßnahme.  "Alles ist planmäßig verlaufen.", freut sich Nelius und so heißt es auf der Kreisstraße zwischen Schönau und Grein nun wieder "Freie Fahrt!"

06.10.2015 Jetzt online: Der Geschäftsbericht 2014

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) mit Sitz in Heidelberg zählt zu den 40 größten Stiftungen in Deutschland, gemessen am Stiftungskapital. Im Unterschied zu vielen anderen Stiftungen finanziert sie jedoch ihren Stiftungszweck ausschließlich  aus ihrer unternehmerischen Tätigkeit in den Bereichen Vermietung und Verpachtung. Aktuell legt sie ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2014 vor.  

Insgesamt bewegten sich danach die Umsatzerlöse  aus den operativ tätigen  Bereichen Forst, Grundstücke und Wohnimmobilien mit rund 28 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Dies resultiert vorwiegend  aus Umstrukturieren, die die Kernkompetenz der Stiftung stärkten. 

 

Auch Investitionen in die Marktattraktivität ihrer Wohnimmobilien sowie erhöhte Personalaufwendungen machten sich hier bemerkbar. Dennoch flossen 2014 in den unmittelbaren Stiftungszweck, die Bauunterhaltung von Kirchen und die Besoldung von Pfarrstellen, über zwölf  Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden so in den letzten zehn Jahren weit über 100 Mio. Euro für die Sanierung und Renovierung der evangelischen Kirchen und Pfarrhäuser in Baden sowie für die Pfarrbesoldung aufgewendet. Zur starken vierten Säule des Vermögensmanagements der Stiftung hat sich der Bereich Indirekte Immobilienanlagen/Immobilienfonds entwickelt. Er lieferte 2014  Erträge in Höhe von knapp über fünf Millionen Euro. Die ESPS ist hier in konservativ gemanagte, risiko-minimale Immobilienfonds in Zentral-  und Nordeuropa  investiert.

 

Transparenz und Offenheit zählen für die ESPS zum Grundprinzip des nachhaltigen Wirtschaftens, dem Leitmotiv, nach dem die Stiftung handelt. Daher hat sie sich schon 2013 entschieden, der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) beizutreten. Die Stiftung verpflichtet sich damit, offenzulegen, woher die Mittel der Organisation stammen, wofür sie eingesetzt werden, welche Ziele sie verfolgt und wer die Entscheidungsträger sind. Interessenten finden die Daten über einen eigenen Navigations-Button schnell und zuverlässig. Darunter ist auch jeweils eine verkürzte Bilanz der ESPS und der von ihr mitverwalteten Evangelischen Pfarrpfründestiftung Baden für das Geschäftsjahr 2014 zu finden.

 

Für Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der ESPS, ist der Beitritt zur ITZ auch Ausdruck des Selbstverständnisses der Stiftung: "Es macht unser Streben nach mehr Transparenz deutlich. Und es ist ein weiterer Baustein zu mehr Service und Dialog mit unseren Bezugsgruppen."

 

Hier kommen Sie zum Download-Center: Link Download-Center 

 

 

05.10.2015 Stiftungsforum in Karlsruhe ein voller Erfolg

ESPS als Förderer dabei

Mit einem Teilnehmerrekord konnte das 3. Stiftungsforum am 1. Oktober in Karlsruhe aufwarten. Unter dem Motto "Werte wirken weiter" trafen sich mehr als einhundert Vertreterinnen und Vertreter von Stiftungen sowie Stiftungsinteressierte.

Fachvorträge und Workshops und Gespräche mit anderen Stiftungsinteressierten boten Vertreterinnen und Vertretern bestehender Stiftungen ebenso wie potentiellen Stifterinnen und Stiftern wertvolle Anregungen. 

Die Preisträger des "Evangelischen Stifter-/Innen und Stiftungspreises 2015"

 

Erstmals wurde in diesem Rahmen der "Evangelische Stifter/-Innen-Preis" für besonderes Engagement verliehen. Preisträger sind das Ehepaar Dr. Karl und Renate Schneider aus Mannheim (Stiftung Christuskirche - Kirche Christi) für ihr besonderes persönliches Engagement und ihre Kreativität, anderen zu helfen.

 

Darüber hinaus gibt es den Evangelischen Stiftungspreis, der an die CVJM Kinder- und Jugendstiftung Karlsruhe, an die Stiftung Junge Kirche Bergdörfer und die Förderstiftung Evangelische Stadtmission Heidelberg verliehen wurde. Diese drei erhalten von der Evangelischen Bank dotierte Stiftungspreise.

 

Veranstalter des Stiftungsforums, das jährlich am 1. Oktober stattfindet, sind die Evangelische Landeskirche und die Diakonie in Baden, gefördert wird es von der ESPS.

 

Stiftungen ermöglichen es, Werte, Ideale und Hoffnungen über den Tod hinaus wirken zu lassen. Das Forum will deshalb Wege und Hilfen bei der Stiftungsgründung aufzeigen und trotz harter finanzieller Rahmenbedingungen dazu ermutigen, sich stifterisch zu engagieren. 

 

 

Fotos: Hansjörg Fuchs, ekiba

16.09.2015 Branding der besonderen Art

Die Entscheidung war richtig, der Aufwand hat sich gelohnt. Bei der Außensanierung der Weinheimer Peterskirche sollen die Dachziegel der Kirche, die noch aus dem Erbauungsjahr 1912 stammen, wieder verwendet werden. So hatten dies Kirchengemeinde, ESPS und Denkmalamt beschlossen. Problem: Rund ein Drittel der Ziegel kann nicht mehr verwendet werden – und der damalige Hersteller ist längst untergegangen und vom Markt verschwunden.  

Als Retter in der Not erwies sich Thomas Ullrich, Inhaber der Ziegelmanufaktur Ullrich in Forst. Für ihn ist  Beruf zugleich  Berufung und so tüftelte und bastelte er tage-, nächte- und wochenlang an der Pressform für die Ziegel, an den Details und an der idealen Tonrezeptur. 

Nun steht der Ziegel kurz vor der Serienreife. Als besonderes Highlight bekommt er ein ganz eigenes Kennzeichen: das Wappen der ESPS wird mit eingebrannt.

 

Die Matrize präsentierte Ullrich gerade aktuell beim Tag des offenen Denkmals, Anfang September, direkt in der Kirche. Damit die neuen Ziegel nachher hundertprozentig zu den alten passen, mussten die  alten, noch intakten  Ziegel vermessen und diese Maße dann in zahllosen Testläufen auf die neue Form übertragen werden. Entstanden sind dabei Ziegel, die handwerklich und technisch viel weiter entwickelt sind  als  die heute übliche  Industrieware. Das zeigt sich auch an der Lebensdauer der bisherigen Bedachung  der Peterskirche von bereits über 100 Jahren. Mit den neuen "alten" Ziegeln steht nun weiteren 100 Jahren nichts mehr  im Weg.

 

 

    
Beim Tag des offenen Denkmals bei der Peterskirche in 
Weinheim....
...präsentierte Thomas Ullrich von der Ziegelmanufaktur Ullrich
einen Rohling der neuen Ziegel mit dem ESPS-Wappen.

 

10.09.2015 Baumhauscamp im Wald der ESPS: Schweiß schweißt zusammen

Sieben Tage lang wurde gesägt und gehämmert, sie bohrten und banden Baumstämme zusammen - und das in luftiger Höhe. Etwa 15 Meter über dem bemoosten Waldboden turnten die angeseilten Jugendlichen wie Tarzans Jüngste durchs Geäst: Im Odenwald in Michelbuch bei Neckarsteinach wurde ein Baumhauscamp gebaut.

Sein erstes Baumhauscamp veranstaltete Göran Schmidt, Gemeindediakon der evangelischen Jugend im Kirchenbezirk Karlsruhe-Land, Region Karlsbad-Waldbronn, im Jahre 2013 in Schiltach im Schwarzwald, es folgte ein weiteres im gleichen Jahr anlässlich eines internationalen Jugendtreffens in Prag.

 

Schiltach war auch im vergangenen Jahr wiederum Ort des für manche schwindelerregenden Geschehens, dieses Jahr war es vom 20. bis 29. August Michelbuch, in Kooperation mit dem CVJM Landesverband Baden. Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) aus Heidelberg sponserte als Eigentümerin des Geländes das Event, stellte Platz, Holz und Infrastruktur zur Verfügung, sorgte für Wasser und Sicherheit, indem sie beispielsweise ihr ehemaliges Forsthaus in der Nähe als Evakuierungsraum zur Verfügung gestellt hat. Schließlich sind bei einem Unwetter die Odenwälder Baumwipfel nicht gerade der gemütlichste Platz.

 

Wandrers Nachtlied modern

31 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren nahmen am Baumhauscamp teil, angeleitet wurden sie von 21 Betreuern. Gebaut wurden sieben gesicherte und durch Stege verbundene Plattformen in unterschiedlichen Höhen, zwei zum geschlechtergetrennten Übernachten, eine zum Essen, Spielen und eine zum Quatschen und Chillen. Außerdem gab es eine Schwitzhütte, eine Hollywoodschaukel und sogar einen Pool, natürlich alles selbst gebaut. Während der sieben Tage, in denen eifrig gebaut wurde, übernachteten die Teilnehmenden in Zelten auf dem Waldboden, argwöhnisch beobachtet von Reh, Fuchs und ab und zu von einem Wildschwein; nach Fertigstellung ging es für den Rest der Zeit dauerhaft ab in die Höhe zur Wohngemeinschaft mit Eichhörnchen und Buntspecht.

 

Während Goethe in seinem Nachtlied des Wanderers noch die abendliche Ruhe anno 1780 auf der Holzwand einer Jagdaufseherhütte verewigte: In allen Wipfeln spürest du kaum einen Hauch; die Vögelein schweigen im Walde herrschte im Baumhauscamp reges Leben. Da wurde rund um das knisternde Lagerfeuer geredet und der Tag noch einmal verbal durchgehechelt, da wurde gesungen, was die Kehle hergibt, stets begleitet von mindestens einer Gitarre. Was es allerdings nicht gab: Handyempfang! Strom! Also kein Chatten per WhatsApp, keine Selfies auf Facebook – und das Zwitschern blieb den Vögeln vorbehalten. Stattdessen gemeinschaftliche Diskussionen, Erfahrungsaustausch, Erfolgsgefühle. Der erlebnispädagogische Lernprozess kommt auf leisen Sohlen. Alle, Jungen und Mädchen sind gleich berechtigt, gleich gefordert, gleich gefördert. Es gibt keine Unterschiede, sei‘s beim Geschlecht oder Alter. So entstand eine eingeschworene Gemeinschaft: Schweiß schweißt zusammen!

 

Pädagogische Ziele auf spielerische Art vermitteln

Viel gelernt werden kann auch ohne direkte Einflussnahme, ohne den pädagogischen Zeigefinger. Die Teilnehmenden am Baumhauscamp lernten ganz selbstverständlich Verantwortung zu übernehmen, Vertrauen zu geben und zu nehmen, Solidarität zu leben. Die pädagogischen Ziele sind dabei klar definiert: Bei den Fachkompetenzen Scouttechnik und Sicherheit erlernten die Jugendlichen das Baumklettern, den Umgang mit Werkzeug und Seil einschließlich Knotenkunde sowie Erste Hilfe- und Rettungskonzepte. Bei der Selbstkompetenz wurden individuelle Fähigkeiten und Interessen gestärkt und eingefordert. Hier galt es, Gaben und Talente, Stärken und Fähigkeiten auszubauen und die eigene Persönlichkeit zu festigen. Die Sozialkompetenz entsteht durch das verantwortungsvolle Leben in der Gemeinschaft, in der Freundschaften entstehen und wachsen können.

 

Der christliche Hintergrund

Das Baumhauscamp sieht sich als innovatives kirchliches Projekt, die Teilnehmenden bilden eine christliche Gemeinschaft. Dementsprechend begann der Tag mit einer Morgenandacht, allerdings ist die gesamte Veranstaltung interkonfessionell. Die geistlichen Inhalte werden niederschwellig und offen angeboten. Nicht der missionarische Eifer steht im Vordergrund, sondern die Reflektion über christlich-ethische Werte und Grundsätze. Die Antwort auf die Frage, was das Leben lebenswert macht, zog sich wie ein roter Faden durch die Tage; und Lebenswerte wie Verantwortung und Vertrauen, Treue und Solidarität werden ganz praktisch gelebt.

 

Viel positive Resonanz

Göran Schmidt berichtete über das enorme Interesse der Bevölkerung und die positiven Reaktionen auf das Baumhauscamp. Ganze Wandergruppen kamen vorbei, um sich das Bauwerk aus der Nähe anzusehen. Von einer besonders schönen Geste berichtet er bei der Überfahrt über den Neckar mit der Neckarhäuser Fähre. „Der Fährmann war so angetan von unserem Projekt, dass er die ganze Gruppe spontan kostenlos beförderte, um uns zu unterstützen“, freut sich Göran Schmidt.

 

Weitere Nutzung geplant

Nach dem Ende des Baumhauscamps durch die Jugendlichen wird die Evangelische Stiftung Pflege Schönau die Anlage noch einige Zeit weiternutzen. So steht beispielsweise Mitte September eine Lehrerfortbildung der Pädagogischen Hochschule der Universität Heidelberg auf dem Programm. Und auch der örtliche Pfarrer hat bereits wegen einer Übernachtung mit seinen Konfirmanden angefragt.

Doch irgendwann im Herbst dieses Jahres wird das Baumhauscamp in Michelbuch Geschichte sein; die Plattformen werden zurückgebaut, das verarbeitete Holz weiterverwertet, die Bäume in ihren ursprünglichen Zustand rückgeführt.

 

Die ESPS mit Sitz in Heidelberg ist eine selbständige kirchliche Stiftung, deren Wurzeln bis ins Jahr 1560 zurückreichen. Ihr Stiftungszweck besteht im Wesentlichen darin, den Erhalt von Kirchen zu finanzieren. Die Mittel dafür resultieren aus dem umfangreichen Grundbesitz, über den die Stiftung verfügt, also aus Miet- und Pachteinnahmen sowie aus den Erlösen aus dem unternehmerisch geführten Forstbetrieb.

Als größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg hat es sich die ESPS zur Aufgabe gemacht, nachfolgenden Generationen den Lebensraum Wald und seine Bedeutung für uns Menschen und unsere Gesellschaft näher zu bringen. Für die Stiftung war es deshalb nur konsequent, das Baumhauscamp 2015 erstmalig in ihren Wald nach Nordbaden zu holen.

 

Mittlerweile gibt es auch ein Video über den Bau des Camps: Aftermovie 2015

 

Hier geht`s zur Homepage des Baumhauscamps: www.baumhauscamp.org 

 

19.08.2015 Im Wald der ESPS entsteht ein Baumhauscamp

31 Jugendliche und 20 junge Erwachsene bauen ein komplett bewohnbares Baumhaus in luftiger Höhe

Gebaut wird vom 20. bis 29. August. Die Teilnehmer zimmern Baumhäuser mit einfachsten Mitteln. Sicherheit und erlebnispädagogisches Lernen stehen dabei an erster Stelle. Anschließend werden sie dort in etwa 15 Metern Höhe einige Tage leben. Alles, was dazu benötigt wird, richten sie auf den luftigen Plattformen ein: Küche, Waschplatz, Dusche, Matratzenlager, Gruppenraum, Kapelle.

Die Baumhausbauer verfügen über mittlerweile vier Jahre Erfahrung. Dabei entstehen immer größere Baumhäuser, ausgetüftelt bis ins Detail, mit immer mehr Komfort. 

Baumhauscamp, das ist eine abenteuerliche Mischung aus bekannten Scouttechniken, Methoden der Erlebnispädagogik, Hochseilelementen und verrücktem Sommerfreizeitfeeling. Zwölf Tage lang werden die Teilnehmer hoch in den Bäumen den Wind spüren, den Wald riechen, den Sonnenuntergang und das Rauschen der Baumwipfel genießen und sich am Lagerfeuer ihre persönlichen Lebens- und Abenteuergeschichten erzählen.

 

Veranstalter ist der evangelische Kirchenbezirk Karlsruhe-Land, Region Karlsbad-Waldbronn in Kooperation mit dem CVJM-Landesverband Baden mit Sitz in Kraichtal-Unteröwisheim.

 

Das Baumhauscamp entsteht dieses Jahr erstmals im Wald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS), die das Gelände und die nötige Logistik vor Ort zur Verfügung stellt. Als größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg hat es sich die Stiftung zur Aufgabe gemacht, nachfolgenden Generationen den Lebensraum Wald und seine Bedeutung für uns Menschen und unsere Gesellschaft näher zu bringen. Es war für sie deshalb nur konsequent, das Baumhauscamp 2015 in ihren Wald nach Nordbaden zu holen.

 

Hier gibt es ständig aktuelle Infos und einen Live-Blog über das Geschehen im Camp: 

 

https://www.facebook.com/pages/Baumhauscamp-Erlebe-das-Abenteuer-deines-Lebens/126886500982376?fref=ts

 

Homepage:

 

www.baumhauscamp.org

 

30.07.2015 ESPS erhält Transparency-Siegel

Geprüfte Daten und Fakten ab sofort auf der Website

Für die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) gehören Transparenz und Offenheit zum Grundprinzip des nachhaltigen Wirtschaftens, dem Leitmotiv, nach dem die Stiftung  handelt. Daher hat sie sich schon 2013 entschieden, der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) beizutreten. Damit verbunden war eine Neuausrichtung des Reportings – und das wurde jetzt belohnt. Die ESPS führt  ab sofort das Siegel der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ). Die Stiftung verpflichtet sich damit, offenzulegen, woher die Mittel der Organisation stammen, wofür sie eingesetzt werden, welche Ziele sie verfolgt und wer die Entscheidungsträger sind. 

Für Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der ESPS, ist das ITZ-Siegel auch Ausdruck des Selbstverständnisses der Stiftung: "Es macht unser Streben nach mehr Transparenz deutlich. Und es ist ein weiterer Baustein zu mehr Service und Dialog mit unseren Bezugsgruppen."

 

Insgesamt sind es zehn Punkte, die die ITZ an Informationen einfordert. Neben den genannten gehören dazu auch Satzung, Geschäftsberichte sowie Angaben zu gesellschaftsrechtlichen Verbindungen. Die ESPS hat diese Informationen nun auf ihrer Website http://www.esp-schoenau.de/stiftung abgebildet und damit alle Voraussetzung für das ITZ-Siegel erfüllt. Interessenten finden die Daten über einen eigenen Navigations-Button schnell und zuverlässig. Darunter ist auch jeweils eine verkürzte Bilanz der ESPS und der von ihr mitverwalteten Evangelischen Pfarrpründestiftung Baden für das Geschäftsjahr 2014.

Insgesamt bewegten sich 2014 die Umsatzerlöse beider Stiftungen aus den operativ tätigen  Bereichen Forst, Grundstücke und Wohnimmobilien mit rund 28 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Dies resultiert vorwiegend  aus Umstrukturieren, die die Kernkompetenz der Stiftung stärkten. Auch Investitionen in die Marktattraktivität ihrer Wohnimmobilien sowie erhöhte Personalaufwendungen machten sich hier bemerkbar. Dennoch flossen 2014 in den unmittelbaren Stiftungszweck, die Bauunterhaltung von Kirchen und die Besoldung von Pfarrstellen, über zwölf  Millionen Euro.

Das entspricht einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden so in den letzten zehn Jahren weit über 100 Mio. Euro für die Sanierung und Renovierung der evangelischen Kirchen und Pfarrhäuser in Baden sowie für die Pfarrbesoldung aufgewendet. Zur starken vierten Säule des Vermögensmanagements der Stiftung hat sich der Bereich Indirekte Immobilienanlagen/Immobilienfonds entwickelt. Er lieferte 2014  Erträge in Höhe von knapp über fünf Millionen Euro. Die ESPS ist hier in konservativ gemanagte, risiko-minimale Immobilienfonds in Zentral-  und Nordeuropa  investiert.

 

Die ESPS versteht  sich  als kirchliche Vermögensverwaltung und Kultur bewahrende Institution gleichermaßen. Sie ist eine der ältesten Institutionen in Heidelberg, gegründet im Jahr 1560. Mit ihren 7.500 Hektar Wald im Odenwald, Kraichgau und Schwarzwald ist sie größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Sie verwaltet rund 21.000 Pacht- und Erbbaurechtsverträge. Das macht sie zugleich zur größten kirchlichen Erbbaurechts-Ausgeberin Deutschlands. Zudem  ist sie die größte Stiftung im Bereich der Evangelischen Kirche in Baden und zählt – gemessen an ihrem Stiftungskapital – zu den 40 größten Stiftungen in Deutschland. Die ESPS beschäftigt derzeit an ihren Standorten Heidelberg, Freiburg und Mosbach 72 Mitarbeiter.

 

Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft wurde im Juni 2010 von Transparency International Deutschland ins Leben gerufen. Getragen wird die Initiative von Transparency International Deutschland, dem Bundesverband Deutscher Stiftungen, dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), dem Deutschen Fundraising Verband, dem Deutschen Kulturrat, dem Deutschen Naturschutzring, dem Deutschen Spendenrat, der Maecenata Stiftung und dem Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Dieser Trägerkreis sorgt für die Verbreitung der Initiative, kontrolliert die Einhaltung der Teilnahmebedingungen und ist für ihre inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung verantwortlich.

03.07.2015 Wenn Mitarbeiter in die Schule kommen:

Ingo Strugalla unterrichtet

Dass Ingo Strugalla wieder zur Schule geht, hat er der Initiative "Handelsblatt macht Schule" zu verdanken. Nur manchmal natürlich und dann auch nur als "Lehrer auf Zeit". Am 01.07.2015 besuchte der Geschäftsführende Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau die Carl-Bosch-Schule in Heidelberg unter der Organisation des Handelsblattes. Ziel des Projektes ist, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden und den Schülern ökonomische Zusammenhänge praxisnah zu erklären.
 

Die Schulveranstaltungsreihe "Handelsblatt macht Schule" geht in die zwölfte Run­de – und das mit wachsendem Erfolg. Einige Schulen haben schon mehrmals mitgemacht, weil die Lehrer den Besuch der Praxis schätzen. Ihre Schüler lernen so Mitarbeiter von Unternehmen kennen, mit denen sie sonst nicht in Kontakt gekommen wären.

 

In diesem Jahr kommen Mitarbeiter von EY Ernst&Young, der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, dem Verband unabhängiger Vermögensverwalter e.V. (VuV) und der Verlagsgruppe Handelsblatt u. a. in die Schulen. Sie übernehmen für zwei Stunden den Unterricht, erklären ökonomische Zusammenhänge, diskutieren mit den Schülern über aktuelle Wirtschaftsthemen und berichten aus ihrem Berufsalltag.

 

Dass Ökonomie und Bildung nicht trocken und sperrig sein müssen, wurde an diesem Schul­vormittag klar. Ingo Strugalla erklärte den Schülern einer KFZ-Mechatroniker Klasse Hintergründe zur finanziellen Allgemeinbildung. "Für die Schüler ist es eine gute Gelegenheit, in Kontakt mit Experten  zu kommen", beschreibt BWL-Fachlehrer Steffen Kriese die Motivation, sich und die Klasse bei der Initiative "Handelsblatt macht Schule" zu bewerben.

 

Ingo Strugalla (6.v.r) und BWL-Lehrer Steffen Kriese (1.v.r.) mit der Klasse der Carl-Bosch-Schule in Heidelberg

 

Ingo Strugalla war begeistert, wie intensiv sich die Klasse bereits mit dem Thema auseinander gesetzt hatte. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler und Immobilienexperte steht der größten Stiftung im Bereich der Evangelischen Landeskirche vor. Stiftungszweck ist die Renovierung, Sanierung und Erhaltung von Kirchen. Die Mittel dafür resultieren allein aus den Überschüssen eines marktorientierten Umgangs mit ihrem Vermögen. Und das besteht aus Immobilien, Grundstücken und Wäldern. Das Interesse, sich mit dem Thema Wirtschaft zu beschäftigen, nehme insgesamt zu, sagt BWL Lehrer Steffen Kriese.

 

Für viele Schulen ist ein Praxiskontakt zu einem Unternehmen ein fester Bestandteil des Unterrichts geworden. Er ist eine methodische Abwechslung, die bei Schülern und Lehrkräften auf großes Interesse stößt. Denn der Einblick in die Welt der Wirtschaft ist für Schülerinnen und Schüler eine gute Möglichkeit, über ökonomische Zusammenhänge zu diskutieren und sich Gedanken über die Zeit nach der Schule zu machen.

25.06.2015 Gutes Bauen erleben

Tag der Architektur am 27. Juni 2015 führt auch zur Friedenskirche in Handschuhsheim

Am Samstag, den 27. Juni haben Archiektur-Interessierte  Gelegenheit, besondere Bauwerke in Heidelberg unter fachkundiger Führung kennenzulernen. Die Architektenkammer Baden-Württemberg bietet kostenlose Besichtigungstouren zu sehenswerten Gebäuden an - teils neu errichtete, teils umgebaute.

Das diesjährige Motto für den Aktionstag lautet "Architektur hat Bestand". Eine Station und lebendiges Beispiel für das diesjährige Motto ist die im Jahr 2012 renovierte evangelische Friedenskirche in Heidelberg-Handschuhsheim.

Als letzte Station von insgesamt fünf Bauwerken findet in der Friedenskirche ab 18:30 Uhr ein kleiner Umtrunk statt, bei dem die Möglichkeit zum Austausch mit Bauherren und Architekten besteht.

 

Die Friedenskirche gilt als die visionärste Kirche Heidelbergs. Erbaut wurde sie in den Jahren 1908 bis 1910. Die Kirche wurde programmatisch gebaut – nach dem sogenannten Wiesbadener Programm. Das stellt die Kirche als Versammlungshaus in den Mittelpunkt und macht Altar und Kanzel zu zentralen Elementen. Mit der letzten, aufwändigen Renovierung in den Jahren 2011 und 2012, wurde diese Programmatik in einer bislang nie dagewesenen modernen Konsequenz umgesetzt. Altar, Kanzel, dazu Taufbecken und Orgel stehen zentral in einer Linie, die Stufen schaffen zwischen diesen Elementen eine organische Verbindung. 

 

Deshalb wurde die Renovierung der Friedenskirche aktuell vom Bund Deutscher Architekten mit der renommierten "Hugo-Häring-Auszeichnung" gewürdigt. 

 

Verantwortlich für die Baumaßnahme zeichnete die Evangelische Stiftung Pflege Schönau als Bauherrin in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro AAg Loebner Schäfer Weber aus Heidelberg und der pro ki ba (Gesellschaft für Projektentwicklung und Projektsteuerung für kirchliches Bauen in Baden mbH) aus Karlsruhe, einer Tochtergesellschaft der ESPS.

 

Weitere Informationen und das Programm am Tag der Architektur unter www.akbw.de

 

Foto: Steffen Diemer

 

18.06.2015 "Es geht auch anders!"

Beim 8. Abschlag diskutierte Aktivist Raúl Krauthausen im Kloster Lobenfeld über seine Vision von Inklusion
 

In seiner Wortwahl ist Raúl Aguayo-Krauthausen nicht zimperlich. "Zwischen Sorgenkind und Superkrüppel" lautet der Titel seiner Diplomarbeit, seine Biografie heißt "Dachdecker wollte ich eh nicht werden". Am Montag, 15. Juni, war der Berliner Aktivist und Rollstuhlfahrer Impulsredner beim 8. "Abschlag, die Klosterdebatte" im Kloster Lobenfeld – die provokative Überschrift seines Vortrags: "Vision Inklusion – Früher oder später werden wir alle behindert sein".

"Eine so intensive Diskussion mit so viel Tiefgang, Weite und Persönlichem gab es hier noch nie", bedankte sich Gastgeberin Dr. Sabine Bayreuther vom Geistlichen Zentrum Klosterkirche Lobenfeld am Ende des Abends bei Raúl Aguayo-Krauthausen und den über 100 Gästen, die die lebhafte Debatte aktiv mitgeprägt hatten. Unterhaltsam und ohne Rücksicht auf vermeintliche Tabus erzählte Raúl Aguayo-Krauthausen von seinem Leben als "Glasknochenbesitzer" und davon, wie er zum Behinderten-Aktivisten wurde, der er ursprünglich nie sein wollte. Seine Vision von Inklusion? "Eine Gesellschaft, in der alle alles erreichen können, was ihnen möglich scheint!" Der 34-Jährige ist überzeugt, dass diese Vision Realität werden kann, es müsse nur jemand geben, der sagt: "Es geht auch anders"

Dann war das Publikum gefragt: Entsprechend dem bewährten Abschlag-Format waren neben dem Redner auf dem Podium zunächst drei Stühle frei, auf denen Besucher Platz nehmen, Fragen stellen oder von eigenen Erfahrungen berichten konnten. Per "Abschlag" wurde das Rederecht jeweils weitergegeben. In rascher Folge lösten die Diskutanten einander ab und zeigten damit, wie sehr die Inklusion vielen auf den Nägeln brennt. Die Themen, die angeschnitten wurden, reichten von Privilegien für Behinderte (beibehalten oder besser abschaffen?) bis hin zur Prä-Implantations-Diagnostik (hilfreich oder ethisch verwerflich?).

 

Eindrucksvoll schilderte die Mutter eines geistig behinderten Mädchens ihre Sicht auf die "Verlierer der Inklusion": die Menschen, die in den Behinderten-Einrichtungen "zurückbleiben" und keine Lobby haben. Viel Raum nahm erwartungsgemäß die Diskussion um Inklusion an der Schule ein. Darüber, dass das Schulsystem sich ändern müsse, bestand Einigkeit. Nur wie? Krauthausens Standpunkt in dieser Frage ist klar: Er ist dagegen, die Kinder den Schulen anzupassen, statt die Schulen den Kindern. Sein Plädoyer: "Wir brauchen die Spinner, diejenigen, die ewig piesacken und die sagen: Wir brauchen die Inklusion jetzt! – denn dann haben wir sie vielleicht in zehn Jahren."

 

"Abschlag, die Klosterdebatte" ist eine gemeinsame Initiative der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau, des Geistlichen Zentrums Klosterkirche Lobenfeld, Kontext Kommunikation und katharina schürer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Fokus der Veranstaltungsreihe stehen aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die 9. Auflage findet im Oktober 2015 statt. www.facebook.com/abschlag

 

Text: Kathrina Schürer
Foto: Markus Fuchs

09.06.2015 Den Lebensraum Wald kennenlernen - diese Gelegenheit nutzten zahlreiche Besucher des Kirchentags in Stuttgart

Waldmobil der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau als rollendes Klassenzimmer vor Ort

Das Waldmobil der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS) war beim Evangelischen Kirchentag in Stuttgart Anfang Juni vor Ort. Der begehbare Anhänger mit seinen Exponaten und ein Wissensquiz zogen viele Besucher und Interessierte an. Spielerisch konnten Kinder und Jugendliche bei der „Waldrallye“ ihr Wissen über den Lebensraum Wald und seine Bewohner testen und vertiefen.

 

Gemäß der Losung des diesjährigen Kirchentags "damit wir klug werden" begeisterten sich auch viele Erwachsene für das pädagogische Angebot der ESPS und stellten ihre Teamfähigkeit beim Geschicklichkeitsspiel "Turmbau zu Babel" auf die Probe.

In vielen guten Gesprächen konnten die Mitglieder des Walderlebnisteams bei den Besuchern des Kirchentags Interesse am und Aufmerksamkeit für den Lebensraum Wald wecken.

 

Die ESPS ist nicht nur die größte Stiftung im Bereich der Badischen Landeskirche, sondern außerdem die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg. Daher ist es ihr ein Herzensanliegen, vor allem Kindern und Jugendlichen nahe zu bringen, welche Bedeutung der Wald, die Natur und Umweltschutz für unser aller Zukunft haben.  

 

Seit 2011 ist ESPS im Bereich Waldpädagogik aktiv. Das Walderlebnisteam besteht aus zertifizierten Waldpädagogen, die durch ihre unterschiedlichen Ausbildungen wie Förster oder Biologen ein breit gefächertes Spektrum an Themen in der Natur vermitteln können. Inhaltlich richtet sich das waldpädagogische Angebot nach den Kriterien und Zielen der "Bildung für nachhaltige Entwicklung".

12.05.2015 Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau auf dem Stiftungstag in Karlsruhe: großes Besucher- und Medieninteresse

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) war Teilnehmer und Förderer des Deutschen Stiftungstags in Karlsruhe, der dieses Jahr unter dem Motto stand: "Auf dem Weg nach Europa - Stiftungen in Deutschland".

Als größte kirchliche Stiftung im Bereich der Evangelischen Kirche in Baden war die ESPS beim wichtigsten Treffen der deutschen Stiftungslandschaft mit einem eigenen Stand und ihrem Waldmobil vertreten. Und sie wurde wahrgenommen: Viel Zuspruch und Interesse der Kongressbesucher erntete der neue, natürlich aus ESPS-Holz angefertigte Messestand.

Ungewöhnlich in Konzept und Design war er ein echter Hingucker und gab Anlass für viele informative Gespräche mit den Besuchern. (Beitrag vom 05.05.: Wir sind dabei!)

 

Auch das Waldmobil kam sehr gut an. Zahlreiche Stiftungen und Organisationen, die sich mit Kindern oder Naturschutz befassen, zeigten sich interessiert, neue Kontakte konnten hergestellt und Termine für Waldaktionen vereinbart werden.

 

Das Team vom SWR-Fernsehen fand das Waldmobil so spannend, dass es in der Landesschau darauf hinwies (Link zur SWR Mediathek ). Ein Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten rundete das Medieninteresse ab.

 

ESPS-Vorstand Ingo Strugalla nahm zudem als Podiumsgast an zwei hochkarätig besetzten und für die Stiftungslandschaft wichtigen Veranstaltungen zum Themenkomplex Vermögenssicherung und Investitionen teil. (Beitrag vom 06.05.: Direkt oder indirekt - Mit Immobilieninvestments aus der Krise?).

 

Die ESPS hat sich insgesamt als starker Part und Partner im Bundesverband Deutscher Stiftungen präsentiert. Jetzt richtet sich der Blick schon auf den nächsten Stiftungstag, der 2016 voraussichtlich in Leipzig stattfinden wird.

07.05.2015 Direkt oder indirekt - Mit Immobilieninvestments aus der Krise?

Veranstaltung des Arbeitskreises Immobilien:
Fachleute diskutierten beim Deutschen Stiftungstag in Karlsruhe über Anlageformen der Zukunft

Die aktuelle Situation an den Finanzmärkten macht es Anlegern heute immer schwerer, Investmentchancen zu realisieren, die eine vernünftige Balance zwischen Sicherheit und Rendite ermöglichen. Gerade auch Stiftungen sind darauf angewiesen, ihre Werte nachhaltig und wertbeständig zu sichern, zugleich jedoch auch stabile Erträge zu erzielen, um auch in Zukunft ihren Stiftungszweck ohne Einschränkungen erfüllen zu können.

Unter Moderation der Fachjournalistin Dagmar Lange, Redakteurin bei der Immobilienzeitung, gingen ausgewiesene Experten dieser Problematik nach. Harald Prier, Direktor Vertrieb der KanAm Grund Institutional Kapitalverwaltunggesellschaft aus Frankfurt,  gab einen Einblick in die Vor- und Nachteile direkter und indirekter Immobilieninvestition. Er machte dabei deutlich, dass eine gewisse Marktkenntnis notwendig ist, um die Erfolgschancen einer Investition beurteilen zu können. Dabei sei auch ein Blick in die Zukunft notwendig: Trends wie Urbanisierung, Veränderung der Altersstruktur und Werteveränderung in puncto Wohnen müssen bei einer Investitionsentscheidung bereits jetzt berücksichtigt werden.

 

Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau legte die Investitionsstrategie der Stiftung dar. Trotz großer Erfahrung im Bereich Immobilieninvestments ist auch für ihn eine breite Risikostreuung unabdingbar. Seinen Rat fasste er für die Teilnehmer sehr plastisch zusammen: „Es gilt, nicht alle Eier in einen Korb zu legen.“

 

Die sich anschließende lebhafte Diskussion machte jedoch auch deutlich, dass eine Großzahl der Stiftungen nicht über die finanziellen Ressourcen verfügt, um in ausreichendem Maß in geschlossene Immobilienfonds zu investieren. Dr. Christoph Schumacher, Geschäftsführer  der Union Investment Institutional Property GmbH aus Hamburg, der den genossenschaftlichen Bankenverbund vertritt, nahm die Anregung auf. Er wolle sich sowohl im Stifterverband wie auch in den Investmentverbänden dafür stark machen, geeignete Lösungen für diese Thematik zu finden.

 

 

Foto: Stefan Bau

05.05.2015 Wir sind dabei!

ESPS beim Deutschen Stiftungstag in Karlsruhe

Der diesjährige Deutsche Stiftungstag findet vom 6. bis 8. Mai im Kongresszentrum Karlsruhe statt. 2015 steht er unter dem Motto „Auf dem Weg nach Europa - Stiftungen in Deutschland". Als größte kirchliche Stiftung im Bereich der Evangelischen Kirche in Baden ist auch die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) aus Heidelberg mit einem eigenen Stand beim wichtigsten Treffen der deutschen Stiftungslandschaft vertreten.
Und nicht nur das: gemeinsam mit weiteren namhaften Stiftungen wie der Dietmar Hopp Stiftung oder der Klaus Tschira Stiftung fördert und finanziert sie den diesjährigen Stiftungstag und trägt maßgeblich dazu bei, dass er in Karlsruhe stattfinden kann.

Der Raum der Stille beim Stiftungstag Karlsruhe lädt zur Besinnung ein

 

Sie finden den Stand der ESPS im Eingangsbereich der Stadthalle mit unserem Raum der Stille. Er bietet den Kongressbesuchern inmitten der hektischen Betriebsamkeit einen Rückzugsort und eröffnetdie Möglichkeit zur Zwiesprache mit sich selbst oder mit Gott . Als Highlight präsentiert die Stiftung aktuelle Beispiele von Kirchensanierungen, die durch die Mittel der ESPS realisiert werden konnten, darunter etwa die Heiliggeistkirche in Heidelberg oder die Klosterkirche Lobenfeld.

 

Im Außenbereich des Kongresszentrums bezieht das Waldmobil der Stiftung Stellung. Als rollende Forschungsstation bietet das Waldmobil den Kongressbesuchern die Möglichkeit, den Lebensraum Wald hautnah zu erleben.

 

Fotos: Wolfgang Roloff

24.04.2015 Zum Internationalen Tag des Baumes am 25. April

Nachhaltigkeit. Die ESPS lebt sie. Gerade auch in ihren Wäldern.

Der Internationale Tag des Baumes findet jedes Jahr am 25. April statt. Er soll auf die Bedeutung des Waldes für uns Menschen und unsere Gesellschaft aufmerksam machen. Die Initiative dazu geht auf den amerikanischen Journalisten Julius Sterling Morton im Jahr 1872 zurück.

In Deutschland wurde der Tag des Baumes erstmals im Jahr 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten damals im Bonner Hofgarten einen Ahornbaum.

Es ist gut und wichtig, sich den Wert und die Bedeutung des Waldes immer wieder bewusst zu machen. Der Wald reinigt unsere Luft, produziert lebenswichtigen Sauerstoff, sorgt für unser Trinkwasser und ist Heimat für viele Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig bietet er im dicht besiedelten Deutschland Raum für Erholung und Naturerleben.

 

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) weiß um die Bedeutung ihres Waldes und kümmert sich als größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg seit Jahrhunderten jeden Tag um dieses wichtige Ökosystem. Deshalb ist ihr Wald seit 1999 nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifiziert. Damit bekennt sich die ESPS zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung ihres Waldes.

 

Neben der ökologischen Bedeutung liefert der Wald der ESPS mit seinem nachwachsenden Rohstoff Holz auch einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung ihres Stiftungszwecks. Für die Evangelische Stiftung Pflege Schönau steht deshalb ein dauerhaft ertragreicher Wald und eine Holzproduktion im Einklang mit der Natur im Vordergrund ihrer Bewirtschaftung.

18.03.2015 Naturerlebnis pur:

Frühlingserwachen im Wald


Die langen dunklen Wintermonate sind vorbei, endlich können wir wieder raus in die Natur und die ersten wärmenden Strahlen der Sonne genießen. Was gibt es zum kalendarischen Frühlingsbeginn Schöneres, als einen ausgiebigen Spaziergang im Wald?

Eine wunderbare Gelegenheit, das Erwachen der Natur zu erleben.


Die Sonne lugt durch das noch hellgrüne Laub, überall ist Vogelgezwitscher  zu hören und links und rechts des Weges recken die ersten Blümchen ihre Köpfe zwischen altem Laub in die Höhe. Ein wunderbar intensives und erholsames Erlebnis.

 

Wälder prägen unsere Heimat, sie bieten zu jeder Jahreszeit faszinierende Naturerlebnisse und erfüllen wichtige Aufgaben für den Schutz unserer Natur und Umwelt.

 

 

Wenn Sie  Interesse daran haben, mehr über den Lebensraum Wald, seine Bäume und Bewohner zu erfahren, dann buchen Sie doch gleich unser Waldmobil. Wir bieten Erlebnisaktionen für Kindergartengruppen, Schulklassen und Jugendgruppen in unseren Wäldern an. Das Waldmobil kommt aber auch gerne in einen Wald in Ihrer Nähe, an Ihre Schule oder zu einer Veranstaltung Ihrer Firma oder Gemeinde.

 

Weitere Informationen zum Waldmobil finden Sie hier: Flyer Waldmobil (pdf)

 

02.03.2015 Willis wilde Wege und das Waldmobil

TV-Star aus "Willi will´s wissen" am Waldmobil der
Evangelischen Stiftung Pflege Schönau

TV-Reporter Willi Weitzel, Star der Fernsehserie "Willi will`s wissen", gastierte am Sonntag, 1. März 2015, in der Stadthalle Heidelberg. In seiner Vortragsreihe "Willis wilde Wege" erzählte er von den spannenden  Abenteuern, die er erlebt hat.

Seine wilden Wege führen Willi nicht nur durch ferne Länder. Wilde Wege liegen manchmal direkt vor der Haustür. Wie eine besondere Mutprobe, der sich Willi gestellt hat: eine Nacht im Wald, allein und ohne Zelt.

Dunkelheit, Stille, heimliches Knistern und Grunzen haben diese Nacht für ihn zu einem besonders intensiven und auch etwas unheimlichen Erlebnis gemacht.

 

Es geht aber auch anders und bleibt trotzdem intensiv: mit dem Waldmobil der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). Das war mit dabei und hier konnten Willis Besucher die Geheimnisse des Waldes lüften und diesen spannenden Lebensraum und seine Bewohner bei Tage kennenlernen, erforschen und dadurch verstehen. Dazu gab es einen Stand mit allerhand Anschauungsmaterial.

 

 

Besonderen Spaß hatten die Kinder daran, Käfer und Insekten zu bestimmen und unter dem Mikroskop zu beobachten. Auch das Waldquiz, bei dem sie die Spuren der Waldbewohner erraten und Bäumen die richtigen Blättern und Früchte zuordnen konnten, fand großes Interesse.

 

25.02.2015 Erbbaurechtskongress: ESPS-Vorstand über strategische Herausforderungen im Erbbau und wie man ihnen begegnet

 

Ein niedriges Zinsniveau, negative Preissteigerungsraten, Überalterung der Gesellschaft und zunehmende Tendenz zur Urbanisierung und von Landflucht. Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS), beschreibt kein Szenario, sondern die Realität, der sich heute Erbbaurechtsausgeber stellen müssen. Mit welchen Lösungen sich die ESPS diesen Herausforderungen stellt, skizzierte er auf dem 2. Erbbaurechtskongress, Ende Februar 2015 in Kassel.

Die Stiftung blickt auf eine lange Historie. Gegründet wurde sie im Jahr 1560. Zeit genug also, das ihr anvertraute Vermögen an Immobilien, Grundstücken und Wäldern durch die Höhen und Tiefen eines sich stets wandelndem wirtschaftlichen Umfeldes zu managen und weiter zu entwickeln. Heute ist die ESPS größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg sowie größte kirchliche Erbbaurechtsausgeberin in Deutschland.

 

Für Strugalla liegt ein Erfolgsgeheimnis in dieser Historie und dem dadurch geschärften Blick auf langfristige Entwicklungen. Nachhaltigkeit gehört zur obersten Handlungsmaxime der Stiftung. Wer Forst bewirtschaftet, muss Wachstumszeiten des "Produktes" Holz von durchschnittlich 80 bis 100 Jahren realisieren können. Und auch im Bereich des Erbbaus und der Verwaltung entsprechender Grundstücksverträge ist langer Atem notwendig, laufen doch solche Verträge bis zu 99 Jahren. Die ersten Verträge der Stiftung enden frühestens in etwa 30 Jahren; also noch einmal die Zeitdauer einer Generation, die es abzuwarten und heute schon zu antizipieren gilt.

 

Damit kommt zur Nachhaltigkeit aber auch die Fähigkeit zur Vorausschau. So hat die Stiftung früh erkannt, dass eine moderne Verwaltung von Vermögenswerten auch ein zukunftsorientiertes IT-Umfeld benötigt. Nur mit einer auf Effizienz und Effektivität ausgerichteten Infrastruktur sind auch in schwierigen wirtschaftlichen Umfeldern ausreichende, die Zukunft sichernde Renditen zu erreichen. Strugalla will mehr: Die ESPS strebt das papierlose Büro an – ein ambitioniertes Ziel angesichts von über 20.000 Kundenverträgen.

 

Auch die Zinsentwicklung und ihre Auswirkungen auf Anlageströme und deren Entwicklung wurden schon früh erkannt. Folgerichtig erfolgte bereits vor mehr als fünf Jahren der Aufbau eines paneuropäisch allokierten Fondsportfolios. Dabei bleibt jedoch die enge Fokussierung auf Immobilienwerte erhalten. Daneben gelten für die kirchliche Stiftung ethische Grundsätze für das Anlageverhalten. Heute liefern die indirekten Immobilienanlagen bereits deutliche Beiträge zum Gesamtumsatz.

 

Strugalla macht jedoch zugleich deutlich: bei allen marktorientierten Erfolgen der ESPS steht das Gesamtthema Erbbau für alle Anbieter vor einer neuen Herausforderung. Die zunehmende Informationsflut lässt die Verbraucher bei der komplexen Materie häufig ratlos zurück. Moderne Erbbaurechtsausgeber stehen daher nicht nur vor der Aufgabe, vertrauensvoll zu informieren. Es geht auch darum, sich mit relevantem Content aus dem Gesamtmarkt Bauen und Wohnen hervorzuheben und zu profilieren. Etwa um sich im harten Wettbewerb der Mitarbeiterrekrutierung für die besten Köpfe interessant zu machen. Und so hat die ESPS auch auf diesem Feld inzwischen die Zukunft eingeläutet. Ihr über die Jahrhunderte erprobtes nachhaltiges Handeln wird heute ergänzt durch den transparenten Dialog mit den Zielgruppen. "Heute sind wir präsenter denn je", konstatiert Strugalla. Und sieht dies als gute Grundlage, auf der die traditionsreiche Evangelische Stiftung Pflege Schönau auch künftige Herausforderungen erfolgreich bewältigen wird.

 

Foto: Thorsten Müller, Essen

 

04.02.2015 Ausgezeichnet: Vorbildliche Kirchenrenovierung durch die Evangelische Stiftung Pflege Schönau

 

Nun ist sie dran - die Plakette der begehrten "Hugo-Häring-Auszeichnung" an der Friedenskirche in Heidelberg-Handschuhsheim. Fest in das Mauerwerk eingelassen macht sie die Wertschätzung durch den Bund Deutscher Architekten (BDA) dauerhaft  sichtbar.

Bereits im Herbst 2014 konnte die Evangelische Stiftung Pflege (ESPS) den Preis für die laut Jury vorbildliche Renovierung der Friedenskirche entgegennehmen.

 

Verantwortlich für die Baumaßnahme zeichnet die ESPS als Bauherrin in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro AAg Loebner Schäfer Weber aus Heidelberg und der pro ki ba (Gesellschaft für Projektentwicklung und Projektsteuerung für kirchliches Bauen in Baden mbH) aus Karlsruhe, einer Tochtergesellschaft der ESPS. Nach der Innenrenovierung der Matthäuskirche in Mannheim-Neckarau und der Kirche in Hohensachsen ist dies die dritte Auszeichnung innerhalb weniger Jahre, die die ESPS für ihre Kirchenrenovierungen erhält.

 

In der Würdigung der Jury zur Friedenskirche heißt es: "Eine robuste Kirche aus dem Jahr 1910 bekommt mit der kräftigen Treppenkaskade eine neue vierte Seite, die zusammen mit den drei großen Emporen nun einen Zentralraum, eine neue Mitte schafft. Damit wird die geänderte Liturgie umgesetzt und es werden zugleich verschiedene Gottesdienstformen ermöglicht. Reduzierte Materialien, Farben, Formen und Details antworten auf den Bestand; das Resultat ist ein schlüssiger neuer Gesamteindruck."

 

Der "Hugo-Häring-Preis" ist ein Architekturpreis für vorbildliche Bauwerke in Baden-Württemberg. Seit 1969 verleiht der Landesverband Baden-Württemberg des Bundes Deutscher Architekten (BDA) im Abstand von drei Jahren den nach dem Architekten Hugo Häring benannten Preis an Bauherren und Architekten für ihr gemeinsames Werk.

 

Fotos: Christian Buck, Heidelberg